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Potsdam-Mittelmark Gemeinde startet Spendenaktion für junge Brandopfer
Lokales Potsdam-Mittelmark Gemeinde startet Spendenaktion für junge Brandopfer
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16:48 18.04.2018
Nach dem schweren Brand in Raben ist vom Bungalow eines jungen Paares nichts geblieben. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Quelle: Thomas Wachs
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Raben

Die Solidarität ist riesig und die Dankbarkeit groß. Beim Brand ihres Bungalows in Raben haben Selina Eilert (22) und Tim Grasenick (26) vor wenigen Tagen nicht nur ihr Dach über dem Kopf sondern auch ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Jetzt erhalten sie Hilfe aus dem Heimatdorf und der Umgebung.

Denn geblieben sind ihnen nur ihre Handys sowie die Kleidung, die sie an dem Unglückstag des 12. Februar am Leibe trugen. Alles andere wurde ein Raub der Flammen. Dokumente, Erinnerungsfotos und Computerdaten sind für immer verschwunden.

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Großeinsatz der Rettungskräfte bei Bungalowbrand in Raben.

Das Paar steht ohne Hausrat und Möbel da. Groß ist noch immer vor allem auch die Trauer um ihren jungen Schäferhund und zwei Zwergkaninchen, die bei dem Feuer ihr Leben lassen mussten.

Neubeginn nach dem großen Schock

„Ansonsten versuchen wir, nach dem großen Schock nun wieder irgendwie nach vorne zu schauen“, sagt Selina Eilert der MAZ. Sie arbeitet in Grubo als Kindergärtnerin. Auch das lenkt etwas ab. „Das Leben muss ja irgendwie weitergehen“, so die 22-Jährige.

Sie und ihr Lebenspartner sind „sehr, sehr dankbar dafür, dass so viele Leute an uns denken und spontan Hilfe anbieten. Das tut sehr gut“, erzählt Selina Eilert.

Unterdessen hat Ralf Rafelt, der Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein/Fläming, öffentlich einen Spendenaufruf für das junge Paar gestartet und eine Konto eingerichtet.

So können Sie spenden

Spendenfür das junge Paar können auf das Konto der Gemeinde Rabenstein/Fläming überwiesen werden.

IBAN: DE 94 1605 0000 3654 0439 59 BIC: WELADED1PMB Verwendungszweck: „Bungalowbrand OT Raben“

„Die beiden benötigen jetzt dringend für die ersten Wochen nach der Katastrophe materielle und finanzielle Unterstützung“, ist sich Rafelt sicher. Gute Erfahrungen hat die Gemeinde diesbezüglich gemacht mit einer ähnlichen Aktion nach einem verheerenden Feuer in der alten Mühle zu Rädigke.

Im November 2014 traf es vier Generationen der siebenköpfigen Familie Ehrenberg. „Auch damals war die Hilfsbereitschaft groß“, erinnert sich Ralf Rafelt. Knapp zwei Jahre später konnte die Familie in ihr saniertes Heim zurück. Das Feuer hatte Ende November 2014 große Schäden hinterlassen.

Groß ist die Solidarität nun auch in Raben. Ortsvorsteher Marco Neue hat im Dorf sofort eine große Anteilnahme registriert. „Als wir jetzt herumgegangen sind, um zur Fastnacht einzuladen, gab es viele Nachfragen von Leuten, die helfen möchten“, erzählt Neue der MAZ.

„Manche haben spontan schon Sachen rausgesucht, die den beiden passen könnten“, berichtet der Dorfchef.

Erstmal wieder bei der Mama unterkommen

„Wir müssen komplett von vorne anfangen“, bestätigt Selina Eilert. Möbel sind den Brandopfern daher ebenso willkommen wie Haushaltsgeräte. Auch ein Übergangsquartier bekam das Paar schon angeboten. „Doch konnten wir zum Glück erstmal wieder bei meiner Mama unterkommen“, erzählt die Tochter.

Brandursache noch unklar

Zum Einsatz beim Bungalowbrand in Raben am 12. Februar insgesamt 32 Feuerwehrleute aus verschiedenen Orten angerückt.

Retten konnten sie das Wohngebäude aus Holz nicht mehr. Es stand voll in Flammen.

Zur Brandursache ermitteln Kriminalisten und Brandexperten weiterhin. Das Gutachten eines Sachverständigen steht noch aus.

Dabei hatte das Pärchen erst im Herbst das kleine Häuschen der Mutter verlassen, um hinten im Garten des Hofes den zuvor lange Jahre verpachteten kleinen Holzbungalow als eigenes Domizil auszubauen.

„Wir waren noch gar nicht mit allen Umbauten fertig“, berichtet die einstige Bewohnerin. Daher habe es auch noch keine Versicherung gegeben, die nun beim Neuanfang helfen könnte.

Ort der traurigen Erinnerung

Das Heimatdorf möchte die beiden Brandopfer möglichst nicht verlassen. Dort soll irgendwie ein neues Domizil aufgebaut werden. Wo auch immer. Nur eins ist für das Paar schon klar: „An der Stelle, wo unser Bungalow stand, geht das für uns gar nicht“, erzählt die junge Frau. „Da werden wir nur noch aufräumen und dann bleibt es ein Ort der traurigen Erinnerung“, sagt Selina Eilert.

Von Thomas Wachs

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