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Potsdam-Mittelmark Hans Krauss hilft Menschen in Rumänien
Lokales Potsdam-Mittelmark Hans Krauss hilft Menschen in Rumänien
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00:18 21.02.2016
Hans Krauss mit Schülern des Gymnasiums von Constanta. Quelle: Privat
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Görzke

In seinem Heimatdorf ist er nicht nur als Fotograf und Alter Fritz bekannt, sondern auch als Spendensammler. Die Rede ist von Hans-Jürgen Krauss. Der Görzker fährt seit 2005 mindestens einmal im Jahr nach Rumänien. Mit einem Anhänger voller Kuscheltiere, Schulbücher, Kleidungsstücke – und allem, was die Menschen aus Görzke und Umgebung ihm sonst noch mit auf den Weg geben.

Als studierter Elektrotechniker hat Krauss Schaltstationen und Umspannwerke in vielen Ländern aufgebaut und in Betrieb genommen – auch in Rumänien. In Constanta am Schwarzen Meer war seine letzte Baustelle vor der Rente. Die Kontakte zu den Menschen sind nie abgerissen.

Kuscheltiere für die Kinderstation des Krankenhauses

So hat der Pensionär schon Rollatoren für ein Altersheim nach Rumänien gebracht, die vom Pflegeheim des Arbeiter-Samariter-Bundes im benachbarten Dahlen gespendet wurden. Außerdem besucht er regelmäßig das Gymnasium in Constanta – neben Schulbüchern hat Krauss auch immer Deutsche Literatur im Gepäck – und das städtische Krankenhaus. Die Kinder dort freuen sich nach einer Operation über die Plüschtiere, die Krauss ihnen zur schnelleren Genesung schenkt.

Hans-Jürgen Krauss. Quelle: Josephine Mühln

Dass der 69-Jährige und seine Hilfsprojekte in Görzke so bekannt sind, kommt ihm bei den Spendensammlungen zugute. „Die Leute bringen mir die Sachen vorbei oder rufen mich an, wenn sie was haben“, erzählt Krauss. „Sie geben Haushaltsgegenstände, Kleidung – alles, was noch in Schuss ist, aber nicht mehr gebraucht wird.“ Es sei gut, dass die Menschen durch den direkten Kontakt zu ihm wissen, wo die Sachen landen, sagt der gebürtige Voigtländer. Die Görzker vertrauen ihrem „Mann mit dem Hut“.

Ungebrochene Spendenbereitschaft

Die Spendenbereitschaft sei über all die Jahre nicht abgerissen. Ab und zu bekommt Hans Krauss da auch schon mal Platzprobleme. „Ich kann immer nur so viel nehmen, wie ich bis zu meiner Fahrt hier zwischenlagern kann“, sagt der Pensionär und lacht. Er sortiere die Sachen auch immer noch mal aus und um.

Mit Wohnmobil und Anhänger macht sich Hans Krauss auf den Weg – und ist zwei Tage unterwegs. Quelle: Privat

Wenn sich der Wahl-Görzker auf den Weg Richtung Schwarzes Meer macht, liegen 1 960 Kilometer vor ihm. Zwei Tage ist Krauss mit seinem Wohnmobil unterwegs. Finanziell unterstützt wird er dabei vom Görzker Förderverein. Durchschnittlich bleibt Krauss für einen Monat in Constanta. Genügend Zeit, um auch alte Freunde wiederzusehen. Wie den Arzt Tica, mit dem Krauss die Leidenschaft zum Tauchen teilt. Für seine Unterwasserfilme wurde der Hobbyfotograf Ehrenmitglied im angesehen „Oceanic Club“ von Constanta. Dieser setzt sich für den Schutz der Schwarzmeerküste ein.

Vielseitiges Interesse für Natur- und Umweltschutz

Und auch wenn er nicht in Rumänien ist, sei er „immer unterwegs“ und habe „immer was zu tun“, sagt der Görzker. Er ist im Vorstand des Dahlener Schloss- und Parkvereins und geht gerne wandern. Überhaupt sei er vielseitig interessiert im Bereich Natur- und Umweltschutz, sagt Krauss über sich selbst. Ein besonderer Schatz ist das große Gewächshaus im Hof. Dort wachsen und gedeihen zahlreiche exotische Pflanzen, die Krauss von seinen Reisen mitgebracht hat.

Er sehe es als seine persönliche Aufgabe an, auch nach der Pensionierung noch was zu bewegen und Menschen zu helfen, sagt Krauss. „Es ist einfach ein gutes Gefühl und die Verbindung zu den jungen Leuten hält meinen Geist wach.“

Von Josephine Mühln

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