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Spendensammlung für neue Schwäne

Wiesenburg (Potsdam-Mittelmark) Spendensammlung für neue Schwäne

Wegen der Geflügelpest bleibt der Wiesenburger Park noch bis einschließlich 5. März gesperrt. Zwei Schwäne waren dort Anfang Februar verendet, der Vogelgrippe-Erreger H5N8 ist inzwischen nachgewiesen. Derweil wird die nicht ganz einfache Ersatz-Beschaffung vorbereitet.

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Gastwirtin Juliana Zimmermann sammelt Spenden für neue Schwäne im Park

Quelle: René Gaffron

Wiesenburg. Noch acht Tage lang darf niemand in den Wiesenburger Park. Darüber hat Ulrich Jarke, der Leiter der Grünanlage, jetzt im Gespräch mit der MAZ informiert. „Was insofern schade ist, da gerade die Schneeglöckchenblüte begonnen hat“, wie der Parkleiter zu berichten weiß. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark hat die mehr als dreiwöchige Sperrung angeordnet.

Grund ist der Tod von zwei wilden Schwänen. Auch beim zweiten Tier, das sechs Tage nach dem ersten verendet war, konnte der Geflügelpesterreger H5N8 nachgewiesen werden.

Die weiße Tiere sind eine Attraktion

Doch wenn der Frühling in dem Gartendenkmal endgültig Einzug hält, soll wieder das majestätische Federvieh zwischen Insel- und Mühlenteich zu bestaunen sein. „Die Schwäne sind immer eine Attraktion auf Fotos, sorgen für Gesprächsstoff bei Einheimischen und Besuchern“, sagt Gastwirtin Juliana Zimmermann. Deshalb wird in der Schlossschänke „Zur Remise“ jetzt Geld gesammelt. Die Gemeinschaft der Schlossbewohner hat ebenfalls eine Spende in Aussicht gestellt.

Nicht zum ersten Mal. Schon im Jahre 2005, als das Geflügel zur Beute des Fuchses geworden war, konnte auf diese Art und Weise für Ersatz gesorgt werden. „Ein mittlerer dreistelliger Betrag wird nötig sein“, erinnert sich Uwe Zimmermann, Seniorchef des Wiesenburger Ausflugslokales.

Wolfgang Zakel soll wieder helfen

Damals wie heute ist Wolfgang Zakel der Ansprechpartner für die Wiesenburger Schwanenfreunde. Der Ziergeflügelzüchter aus Schorbus bei Cottbus ist eine Koryphäe, hält unter anderem seltene Hawaii-Gänse und beliefert unter anderem die Fürst-Pückler-Parks in der Lausitz mit Fasanen.

Aktuell gebe es schon Kontakt nach Wiesenburg, wie Wolfgang Zakel auf MAZ-Anfrage bestätigt. „Die Nachfrage nimmt natürlich allgemein zu.“ Zwei der acht Arten sind gerade vorrätig, wie es heißt. Indes hat Wolfgang Zakel selbst wie alle Geflügelhalter mit der Vogelgrippe und den Folgen zu kämpfen. „Alle meine Enten, Gänse und Schwäne sind pflichtgemäß eingestallt. Das ist nicht einfach für sie und es bedarf mehr Einstreu und mehr Futter“, erklärt der „Schwanenpapst“.

Daher rechnet Uwe Zimmermann nicht nur mit einem etwas höheren Anschaffungspreis, sondern macht sich bereits über den Kauf hinaus Gedanken zur Zukunft der Schwimmvögel. „Ein Winterquartier bei einem Geflügelzüchter in der Umgebung wäre nicht schlecht.“ Da hofft er auf ähnliche Unterstützung, wie sie sich jetzt kurzfristig abzeichnet.

Von René Gaffron

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