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Potsdam-Mittelmark Spiel, Sport und Brot beim Dorffest
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00:18 04.10.2017
Die Feuerwehrleute aus Deetz zeigen an einem alten Auto, wie sie Verletzte an einer Unfallstelle aus einem verunglückten Pkw befreien. Quelle: Stephan Schülke
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Deetz

Es müssen eben alle zusammenhalten, um so ein Fest auf die Beine zu stellen: Der Backofenverein heizt an, damit die Deetzer ihre Pizzen, Kuchen und Brotlaibe zum Backen vorbeibringen können, der FC Deetz spendiert Torwand und Hüpfburg, die Angehörigen und Ehefrauen aus der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Wehr backen Kuchen und verkaufen ihn zum Kaffee. Der Erlös wiederum kommt dem Förderverein zugute, der wiederum die Jugendgruppe sponsert oder eine Busfahrt bezuschusst. Weil die Freiwillige Feuerwehr in Deetz ihr Herbstfest offiziell so nicht nennen darf, lädt sie eben zum „Tag der offenen Tür“ – es kommen dennoch alle, weil das so ja bekannt ist. Zuerst trudeln die älteren Herrschaften zu Kaffee und Kuchen ein, vom Band laufen bereits die Partylieder, „Wer soll das bezahlen...“

Die ersten Kinder erobern die Hopseburg, sollen sie sich erstmal austoben, währenddessen wienern die Feuerwehrleute den Grill, den sie wenig später anfeuern. Andere bedienen die „Löschbar“, ein beliebtes Anlaufziel für Durstige. Doch zuerst müssen die Floriansjünger noch ein wenig ihrer anderen ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen: Nebenan auf der Wiese steht ein klappriger Renault, welcher längst ausrangiert ist. Hier dient er als Übungsprojekt als Unfallwagen.

Mit Schere, Spreizer und anderem schweren Gerät

Die Feuerwehrleute demonstrieren mit Schere, Spreizer und anderem schweren Gerät, wie sie nach einem Unfall darin eingeschlossene Personen befreien. Die Helfer müssen schnell Verletzungen versorgen und Leben retten, andererseits müssen sie vorsichtig beim Bergen vorgehen, damit sie die Verunfallten nicht noch zusätzlich gefährden. Nachdem alles glücklich gelungen ist, gibt es für die umstehenden Kinder und Jugendlichen noch Rundfahrten quer durchs Dorf mit dem Feuerwehrauto.

Für den Durst gibt es die Löschbar. Quelle: Stephan Schülke

„Es gibt nicht mehr so viele Dorffeste wie früher. Deshalb müssen wir mit den anderen Vereinen eng zusammenarbeiten, damit wir die wenigen Feierlichkeiten zu Höhepunkten machen“, erzählt Wehrführer Stephan Schülke. Und somit gibt es ja auch immer weniger Möglichkeiten, für die Mitarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr zu werben. „Deswegen verbinden wir ja unser Eigeninteresse mit dem Feiern für alle.“ 24 aktive Mitglieder und fünf Teilnehmer bei der Jugendfeuerwehr gebe es noch in dem 900-Einwohner-Ort.

Buntes Treiben am Feuerwehrhaus. Quelle: Stephan Schülke

Mit dem Neubau des Gerätehauses 2009 sei die Feuerwehr auch wieder näher an den Ort gerückt, ist wieder mitten im Leben. Seit 1994 bis dahin hatte sie ihr Fest immer auf dem Mühlenberg veranstaltet, der Anstieg dorthin hatte viele potenzielle Besucher immer vom Teilnehmen abgehalten. „Doch nun können auch die älteren Menschen zu Fuß zu unseren Festen kommen“, sagt Schülke.

Und wer sich nicht für die im Gerätehaus gut sichtbaren Einsatzmittel, die Bergetechnik oder die Einsatzuniformen interessiert, richtet seinen Blick auf die Wand an der auf langer Tafel knapp zwei Dutzend verschiedene Torten und Kuchen aufgereiht sind. Da war sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei. Und Gegrilltes gab es am Abend kurz vor der Tanzparty auch noch.

Von André Wirsing

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