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Potsdam-Mittelmark Sponsoren für besonderes Buchprojekt gesucht
Lokales Potsdam-Mittelmark Sponsoren für besonderes Buchprojekt gesucht
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15:58 28.02.2018
Carl Weiland, Jana Pifrement, Sinja Blohm (hinten, v.l.), Merle Förster (Mitte, links), Charlotte Thimme, Antje Buchwald und Wiebke Felten (unten v.l.) arbeiten gemeinsam an der Veröffentlichung. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Das Projekt „700 Jahre Werder“ ist für die Werderaner Gymnasiasten noch nicht vorbei. Sechs Schüler hatten im November bei einem öffentlichen Kolloquium ihre Rechercheergebnisse im Schützenhaus präsentiert. Bereits an dem Abend äußerten sie den Wunsch, ihre Arbeiten in einem Sammelband zu veröffentlichen. Antje Buchwald hat den Seminarkurs als Lehrerin begleitet und war von der Idee, das Projekt in einem Buch weiterleben zu lassen, begeistert. „Wir arbeiten mit Ingeborg Lauwaßer zusammen, die uns an dem Abend angesprochen hat. Sie ist erfahren, was das Herausgeben von Büchern angeht und rechnet mit 5000 Euro für den Band“, sagt Antje Buchwald. Allein können Schüler und Schule das nicht stemmen.

Sponsoren zu finden, sei wiederum auch nicht leicht, weil einige Förderer voraussetzen, dass das Projekt noch nicht begonnen hat. Versuchen will sie es noch beim Deutschen Literaturfonds und auch die Stadt Werder habe finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Vertreter der Stadt hatten sich das Kolloquium angesehen und hätten die Arbeit des Seminarkurses gelobt. „Diese Arbeiten dürfen nicht einfach in der Versenkung verschwinden“, sagt Antje Buchwald, die Biologie und Chemie unterrichtet. Im Seminarkurs „700 Jahre Werder“ stand der Ortschronist Baldur Martin den Schülern mit fachlichem Rat zur Seite. Mehr als ein Jahr lang hatten sie zur Stadtgeschichte recherchiert.

Die Schüler haben im Seminarkurs auch Plakate zu ihren jeweiligen Themen erstellt. Quelle: Luise Fröhlich

Jana Pifrement etwa hat sich auf eine Spurensuche der Hugenotten in Werder begeben. Ihr Name verweist darauf, dass sie selbst französische Wurzeln hat. Vom Einfluss der Hugenotten auf Werders Stadtgeschichte ist noch wenig bekannt. Dabei sollen sie sogar Obstsorten und bestimmte Handwerksleistungen mit in die Stadt gebracht haben. Jana Pifrement recherchierte dazu unter anderem im Berliner Hugenottenmuseum sowie bei Potsdamer und bei Werderaner Hugenotten.

Von Carl Weiland war Neues zur Pferdebahn zu erfahren, Charlotte Thimme stellte den Einfluss der evangelische Kirche auf das Leben in Werder zu DDR-Zeiten dar und Merle Förster dokumentierte die Entwicklung der Havelauen. Wiebke Felten beschäftigte sich mit dem Wandel von Wein- und Obstanbau in Werder und Sinja Blohm mit der Frage, wie sich Werder in 150 Jahren zu einer echten Sportstadt entwickelt hat. Es war bereits das dritte Mal, dass Seminarkurse in der Reihe „Junge Köpfe Werders“ die Ergebnisse ihrer Arbeit öffentlich präsentiert haben. Noch nie allerdings hätten die Werderaner Schüler zu einem Thema so ausdauernd recherchiert wie zu diesem, sagt Antje Buchwald. Ziel der vor fünf Jahren in Brandenburg eingeführten Seminarkurse ist es, überfachliche Kompetenzen der Schüler zu fördern und zu fordern.

Termin für das nächste Kolloquium steht fest

Sie sollen wissenschaftliches Arbeiten an exemplarisch vertieften Fachinhalten trainieren und die für eine erfolgreiche Tätigkeit in Hochschule und Arbeitswelt notwendige Berufswahl- und Berufsweltkompetenz entwickelt. Die Verteidigung der Seminararbeiten ist fester Bestandteil der Seminarkurse. Dass dies in Werder öffentlich geschieht, sei allerdings eine Besonderheit, so Antje Buchwald.

Info: Am 19.  März ist das nächste Kolloquium im Schützenhaus geplant. Diesmal werden unter anderem Seminarkurse aus den Bereichen Physik, Kunsthistorik, Lebensgestaltung und Wirtschaft/Arbeiten sich vorstellen.

Von Luise Fröhlich

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