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Masterplan für die Sportregion

Teltow Masterplan für die Sportregion

Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf haben jetzt eine gemeinsame Sportentwicklungsplanung für ihre Region. Professor Jürgen Rode vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung in Potsdam übergab am Donnerstag die Studie den drei Bürgermeistern. Die Konzeption gibt Empfehlungen für die Entwicklung in den nächsten 15 Jahren.

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Die Sportwissenschaftler Jürgen Rode (M. und Michael Barsuhn (2. v. r.) übergeben die Studie an die drei Bürgermeister Thomas Schmidt (r.), Michael Grubert (2. v. l.) und Bernd Albers (l.).

Quelle: Martin Steger

Region Teltow. Radfahren, Laufen, Fitness und Krafttraining sind in der Region Teltow-Kleinmachow-Stahnsdorf (TKS) die beliebtesten Freizeitsportarten der Einwohner. 84 Prozent von ihnen treiben aktiv Sport, wenn auch nicht immer ausdauernd genug. Zu diesem Ergebnis kommt das Team von Professor Jürgen Rode vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (Inspo) in Potsdam und Mitarbeitern der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg (Esab) in einer Studie, die die Regionalausschüsse der drei Kommunen in Auftrag gegeben hatten. Die regionale Sportentwicklungsplanung wurde am Donnerstag den drei Bürgermeistern Thomas Schmidt (SPD, Teltow), Michael Grubert (SPD, Kleinmachnow) und Bernd Albers (Bürger für Bürger, Stahnsdorf) überreicht. Anderthalb Jahre hatten die Sportwissenschaftler den Bewegungsdrang in der Region recherchiert, beobachtet und ausgewertet.

Das Konzept kommt zur rechten Zeit. Zur Sportentwicklung hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in diesem Monat drei Thesen veröffentlicht, von denen eine dazu aufruft, nationale Allianzen im Sportraum zu entwickeln und mehr in öffentliche Sportstätten zu investieren. Nach der gemeinsamen Sportentwicklungsplanung werden die drei Kommunen in den nächsten zehn bis 15 Jahren etwa 20 Millionen Euro für die Anpassung vorhandener Sportstätten an das gestiegene Bewegungsbedürfnis ihrer Bürger sowie für neue multifunktionale Anlagen ausgeben müssen.

Rund 60 Maßnahmen hat die Arbeitsgruppe aufgelistet. „An etlichen davon wird in der Region bereits gearbeitet“, stellt Rode erfreut fest. Auf dem Jahn-Sportplatz in Teltow soll im nächsten Jahr der Natur- gegen einen Kunstrasen ausgetauscht werden. In Kleinmachow beginnt im nächsten Frühjahr die Sanierung des Stadions in der Fontanestraße, dem früheren Metallarbeiterstadion. Auf dem „Stolper Berg“, einer rekultivierten Hausmülldeponie, soll bis 2018 ein Kunstrasenplatz für den Vereinssport entstehen. Auf dem Gelände des regionalen Sportvereins (RSV) in Stahnsdorf soll der zweite Teil des künftigen Vereinsgebäudes fertiggestellt werden. Außerdem ist für die Vereinssportler im Ortsteil Schenkenhorst ein Kleinspielfeld mit Flutlichtanlage geplant. „Die Studie ist ein verlässliches Arbeitsinstrument, mit dem wir künftige Maßnahmen besser aufeinander abstimmen können“, erklären die drei Bürgermeister. Eine gemeinsame Sportentwicklungsgesellschaft nach dem Beispiel der Freibad Kiebitzberge GmbH in Kleinmachnow soll es aber nicht geben.

Die Hälfte der Freizeitsportler – vor allem Frauen – haben kein Interesse an einer Mitgliedschaft in Vereinen, weil sie diese für sie von der Struktur her und den Angeboten noch zu sehr für männerorientiert wären, sagt Rode. Die Frauen hätten auch ein wesentlich stärkeres Figurmotiv für ihren Sport als Männer.

Regionales Sportkataster ist bundesweit einzigartig

Bundesweit einzigartig ist ein regionales Sportkataster, das in die Sportentwicklungsplanung eingearbeitet wurde.

In einer Umfrage haben die Sportwissenschaftler rund 4000 Einwohner in der Region Teltow befragt. Erfasst wurden dabei Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Alter von zehn bis 80 Jahren.

Ein Defizit an Flächen in einer Größe von etwa 4000 Quadratmetern haben die Forscher ausgemacht. Genutzt werden können 14 513 Quadratmeter. Gebraucht werden 18 022 Quadratmeter.

Von Heinz Helwig

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