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Sprengmeister räumt Gelände frei

Stahnsdorf Sprengmeister räumt Gelände frei

Die Beseitigung von Kampfmitteln im zukünftigen Wohngebiet an der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Straße ist am Mittwoch erfolgreich beendet worden. Sprengmeister Mike Schwitzke musste zwei Panzerminen kontrolliert sprengen – ab jetzt können dort Häuser gebaut werden. Für 200 Anwohner war die Sprengung ziemlich aufregend.

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Sprengmeister Mike Schwitzke nach dem erfolgreichen Einsatz: Er und sein Team hatten die Minen zwei Meter in den Boden gebracht.

Quelle: Jürgen Stich

Stahnsdorf. Die beiden Panzerminen, die an der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Straße bereits Ende Januar entdeckt wurden, sind am Mittwoch kontrolliert gesprengt worden. Genau um 9.45 Uhr gab es zwei leichte Schläge und viel Staub über dem Baugebiet zwischen Vicco-von-Bülow-Gymnasium und Potsdamer Allee. „Es ist alles glatt verlaufen“, sagte Sprengmeister Mike Schwitzke anschließend. Er und sein Team hatten die Minen zwei Meter unter die Erde gebracht und mit Boden bedeckt. Per Fernzündung wurden sie dann gesprengt.

Einsatzleiterin für die Einrichtung des Sperrkreises war Vize-Bürgermeisterin Anja Knoppke

Einsatzleiterin für die Einrichtung des Sperrkreises war Vize-Bürgermeisterin Anja Knoppke. Hier informiert sie die Posten von der Aufhebung des Sperrkreises um 9.50 Uhr.

Quelle: Jürgen Stich

Zuvor mussten Anwohner ihre Häuser verlassen. Nach Angaben von Vize-Bürgermeisterin Anja Knoppke waren rund 200 Menschen betroffen. Bewohner an der Potsdamer Allee durften zwar in ihren Häusern bleiben, diese aber nicht verlassen. „Zwölf Verwaltungsmitarbeiter, Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz, um den Sperrkreis zu errichten“, so Knoppke, die den Einsatz leitete. „Es verlief absolut reibungslos“, ergänzte sie. Bereits um 9.50 Uhr konnte Knoppke den Sperrkreis wieder aufheben.

Mit der Sprengung der beiden Panzerminen ist nun die Munitionsbergung auf dem rund 84 000 Quadratmeter großen Baufeld abgeschlossen. Das Gebiet an der Heinrich-Zille-Straße wurde viele Jahrzehnte lang militärisch genutzt – von Wehrmacht, Nationaler Volksarmee (NVA) und Bundeswehr. „Wir haben in den vergangenen Monaten hier Waffen aller Art entdeckt“, so Sprengmeister Schwitzke. „Darunter waren auch Panzerfäuste.“ Doch bis auf die beiden Minen konnte alles problemlos weggeräumt werden. Rund 90 Prozent der gefundenen Sprengmittel seien aus dem Bestand der Wehrmacht gewesen“, schätzt Schwitzke. „Die NVA hat dagegen alles sehr sauber übergeben.“

90 Einfamilienhäuser entstehen

Auf dem Gelände zwischen Gymnasium, Potsdamer Allee, THW-Areal und John-Graudenz-Straße sollen rund 90 Einfamilienhäuser entstehen.

Das Areal gehört der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).

Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 500 und 700 Quadratmetern.

In einem städtebaulichen Vertrag zwischen Gemeinde und Bima ist geregelt, dass außerdem ein Park und ein Spielplatz gebaut werden.

Freuen können sich vor allem die künftigen Häuslebauer. „Die bekommen jetzt eine Freigabe“, erläuterte Schwitzke. Nach Informationen der Gemeinde sollen auf dem Areal rund 90 Einfamilienhäuser entstehen. Eigentümerin der Fläche ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die Investoren beauftragt hat, das Baugebiet zu erschließen. Straßen gibt es schon – wie den Evelyn-Hamann-Ring und die Erich-Kästner-Straße. Die Namen lehnen sich an das nach dem Komiker „Loriot“ benannte Vicco-von-Bülow-Gymnasium an. Die Schule war 2014 eröffnet worden.

In einem städtebaulichen Vertrag zwischen Bima und Gemeinde ist auch geregelt, dass auf dem Gelände ein Park und ein Spielplatz entstehen sollen.

Von Jürgen Stich

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