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Potsdam-Mittelmark Spuren auf Papier und Stein
Lokales Potsdam-Mittelmark Spuren auf Papier und Stein
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16:34 21.03.2017
Bildhauer Gunter Schöne mit Malerin Oda Schielicke in ihrem Atelier kurz vor dem Aufbau der Ausstellung. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Strukturen haben Oda Schielicke schon immer fasziniert. An die Zwiebelhaut, die sie als Schülerin unter dem Mikroskop gesehen hat, erinnert sie die heute 65-Jährige noch genau. In ihren neuesten Bildern befasst sich Schielicke mit genau solchen Strukturen, die in der Natur vorkommen. Zehn Werke, überwiegend Federzeichnungen, sind für die neue Ausstellung „Häuser & Strukturen“ entstanden, die sie ab Freitagabend gemeinsam mit dem Bildhauer Gunter Schöne zeigt. Gestern haben die Künstler begonnen, die Schau in Schielickes Galerie in den Havelauen aufzubauen.

Zusammenspiel von Malerei und Skulptur. Quelle: Privat

Gunter Schönes Skulpturen sind geradewegs aus dem Museum Eisenhüttenstadt nach Werder gefahren worden. Dort fand die jüngste Ausstellung des 70-jährigen Berliners statt. Schöne hat drei Gesteinsarten verarbeitet: Sandstein, Kalkstein und Alabaster. Die ausgehöhlten Steine sind bis zu 45 Kilogramm schwer. Einige seien aber auch auf einer Hand zu tragen, sagt der Bildhauer. Seine Skulpturen tragen Namen wie Labyrinth, Grotte oder Winterpalais. „Das Interessante dabei ist ja, dass sich die Oberfläche, je mehr ich von dem Stein wegnehme, vergrößert“, erklärt der Künstler.

Die Idee, kleine Gänge in einen Stein zu meißeln, kam ihm, als er den ersten Stein bei einem Symposium in Marburg in die Hände bekam. Gestalt und Größe gefielen ihm so gut, dass Schöne damit begann, den Stein zugänglich zu machen. Die fertigen Formen erinnern an Behausungen von Indianern oder an afrikanische Lehmbauten. „Ich arbeite mit Meißel und Hammer. Kraft ist der größte Feind dabei, man braucht eher Ausdauer. Die einwirkende Kraft muss leicht sein", sagt Schöne. Zwei Steine sind ihm beim Aushöhlen schon kaputt gegangen.

Auf handgeschöpftem Papier gemalt

Ausdauer braucht auch Oda Schielicke, denn beim Malen entwickelten sich immer neue Dinge. „Man soll nicht sofort alles auf dem Bild erfassen, sondern immer wieder Neues entdecken“, so die gebürtige Potsdamerin. Den Ursprung fand ihre neue Serie bei der ersten gemeinsamen Ausstellung mit Gunter Schöne in Wismar. Die beiden kennen sich seit der Caputher Kunsttour 2015. „Künstler stacheln sich ja immer gegenseitig an“, erzählt Schielicke.

Untergrund ihrer Malereien sind handgeschöpfte Papiere, die zum Beispiel aus Indonesien stammen. Das Papier selbst könnte dank besonderer Struktur und Farbe schon als Kunstwerk durchgehen und gibt dem Thema der Bilder kräftige Unterstützung. Sie zeigen Naturdetails wie Holz oder Schilf, das die Kunstpädagogin weniger abzeichnet, als aus ihrem Gedächtnis abruft, vermischt mit Bewegung, die den Werken einen fließenden Charakter verleiht. „Meine neuen Bilder sind wesentlich abstrakter als das, was ich sonst gemalt habe“, sagt Schielicke.

Info: Vernissage am Freitag um 19.30 Uhr, Zum Großen Zernsee 6F, 14542 Werder, vom 25. März bis 20. Mai. Geöffnet dienstags, freitags, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung 0172/3 93 96 13.

Frühling in den Havelauen am 26. März

Wer die Vernissage der Ausstellung am Freitag verpasst, kann am Sonntag beim Frühlingsfest in den Havelauen einen Blick auf die Werke der beiden Künstler werfen.

Ab 13 Uhr öffnen die Geschäfte an der Promenade und laden auf eigene Initiative zu einem bunten Frühlingsnachmittag für Groß und Klein.

In der Galerie können Kinder gemeinsam mit Oda Schielicke der Fantasie freien Lauf lassen und T-Shirts mit Textilfarbe bemalen.

Grit Dornbusch bietet im Eiscafé Kinderschminken an, in der Boutique wird es eine Modenschau geben und das italienische Restaurant an der Ecke veranstaltet einen Italien-Frühling.

Das Frühlingsfest soll den Startschuss in die neue Saison geben und dem Winter vor der Haustür ein Ende setzen. Die Geschäftsinhaber wollen Leben an die Ladenzeile bringen.

Von Luise Fröhlich

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