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Ermittlungen gegen Stahnsdorfs Bürgermeister

Schwere Vorwürfe vom früheren Bauhofleiter Ermittlungen gegen Stahnsdorfs Bürgermeister

Kurz nach seiner Wiederwahl rückt Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) erneut in den Fokus der Staatsanwaltschaft Potsdam. Sein früherer Bauhofleiter Wolfgang Pfingsten, der derzeit gegen ihn wegen der fristlosen Kündigung vor dem Potsdamer Arbeitsgericht klagt, bezichtigt den Bürgermeister der angeblichen Untreue.

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Nur wenige Wochen nach seiner Wiederwahl steht Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) erneut im Visier der Staatsanwaltschaft Potsdam

Quelle: Christel Köster

Stahnsdorf. Kurz nach seiner Wiederwahl rückt Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) erneut in den Fokus der Staatsanwaltschaft Potsdam. Ausgerechnet Wolfgang Pfingsten, früherer Bauhofleiter in der Gemeindeverwaltung, der derzeit in einem Verfahren vor dem Arbeitsgericht in Potsdam gegen seine fristlose Kündigung kämpft, hat seinen ehemaligen Chef wegen des Verdachts der Untreue angezeigt. Das bestätigt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Albers stand schon einmal in den Jahren 2013/2014 wegen Korruptions- und später Untreueverdachts im Visier der Ermittler. Mitarbeiter des Landeskriminalamtes (LKA) hatten seinerzeit das Büro des Bürgermeisters durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt. Beide Ermittlungen wurden letztendlich wegen fehlenden Anfangsverdachts wieder eingestellt.

Was er genau dem Bürgermeister vorwirft, wollte Pfingsten dieser Zeitung nicht sagen. und verwies auf seinen Anwalt. Dieser war am Dienstag aufgrund eines weiteren Verhandlungstages vor dem Potsdamer Arbeitsgericht nicht erreichbar. Auch Albers wollte sich nach Worten seines Pressesprechers Stephan Reitzig nicht zu den erneuten Vorwürfen gegen ihn äußern. Der Bürgermeister müsse sich erst informieren, wessen er beschuldigt werde, sagte Reitzig.

Albers soll die Nachricht von den Ermittlungen gegen ihn überrascht haben, heißt es. Die Arbeitsrichterin soll ihm zu Beginn des Verhandlungstages im Verfahren gegen Pfingsten am vergangenen Freitag mitgeteilt haben, die Staatsanwaltschaft habe aufgrund des Untreueverdachts die Prozessakten vom Arbeitsgericht angefordert. Sie wolle jetzt erst einmal prüfen, „was an der Sache dran ist“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Anzeige war Ende Februar dort eingegangen – nur wenige Tage nach einem vorigen Termin beim Arbeitsgericht. Ein Ermittlungsverfahren sei eingeleitet. Mit einem ersten Ergebnis sei in etwa zwei Wochen zu rechnen.

Ein erneutes Vergleichsangebot der Arbeitsrichterin infolge der neuen Situation soll Albers am Freitag abgelehnt haben. In der Folgeverhandlung am Dienstag waren weitere Zeugen gehört worden, die die fristlose Kündigung des früheren Bauhofleiters rechtfertigen sollten. Die nächste Verhandlung findet am Freitag statt.

Von Heinz Helwig

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