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Stadt Brück muss erheblich investieren

„Schimmelhaus“ bereitet große Probleme Stadt Brück muss erheblich investieren

Starke Feuchtigkeit bereitet in kommunalen Brücker Mietwohnungen an der Straße des Friedens 43 - 45a riesige Probleme. Mindestens 150.000 Euro sollen dort nun investiert werden, um das bereits als „Schimmelhaus“ verrufene Gebäude zu sanieren. Erster Schritt ist jetzt eine Analyse durch eine Fachplanerin.

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Feuchtigkeitsprobleme und Schimmel prägen einige Wohnungen im Mietshaus Straße des Friedens 43 - 45a. Es soll nun saniert werden.

Quelle: Thomas Wachs

Brück. Die Probleme sind massiv. Entsprechend hoch werden die Ausgaben für das bereits als „Schimmelhaus“ verrufene kommunale Mehrfamiliengebäude an der Straße des Friedens 43 bis 45a in Brück ausfallen. Mindestens 150 000 Euro will die von der Stadt beauftragte Verwaltungsgesellschaft zunächst dieses Jahr dort investieren, um Feuchtigkeitsprobleme zu beheben. „Eine verlässliche Kostenschätzung liegt aber noch gar nicht vor“, sagte Geschäftsführerin Ingrid Ouart in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses.

Expertin analysiert Feuchtigkeitsproblem

Die Chefin der Wohnungsverwaltungs-, Bauservice und Dienstleistungs GmbH mit Sitz in Joachimsthal (Kreis Barnim) habe für das Problemhaus zunächst ein Fachplanerin beauftragt, „um die Schäden und vor allem deren Ursachen zu analysieren“. Unklar sei bislang, woher die starke Feuchtigkeit im Haus kommt. Der Plattenbau aus DDR-Zeiten war nach der Wende im Auftrag der Stadt saniert worden. Dabei erfolgte auch eine Dämmung der Fassaden. „Nun müssen aber auf jeden Fall auch noch die Decken sowie die Schornsteine isoliert werden“, kündigte Ingrid Ouart an. Parallel zur Arbeit der beauftragten Bauexpertin erfolge eine Umfrage unter den 24 Mietparteien.

Zur einberufenen Versammlung seien jedoch nur acht Wohnungsnutzer erschienen. Doch offenbar seien nicht alle Quartiere gleichermaßen von den Feuchtigkeitsproblemen befallen. „Selbst in einer aktuell ungenutzten, aber dennoch beheizten Wohnung hatten wir bei Lüftungstest sofort wieder eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 85 Prozent“, erklärte Ingrid Ouart den Stadtverordneten. „Wir sollten da dringend handeln. Über die Straße des Friedens wird unter den Mietern schon schlecht geredet“, sagte der Abgeordnete Lothar Koch (SPD) im Hauptausschuss.

Wirtschaftsplan 2016 mit dickem Defizit gebilligt

Dort wurde der Wirtschaftsplan 2016 für die Brücker Immobilien insgesamt gebilligt. Dabei weist dieser ein dickes Defizit von voraussichtlich 174 115 Euro aus. Damit schmilzt die Rücklage von derzeit rund 613 780 Euro auf 439 660 Euro. Die Gesamtbilanz bleibt also deutlich im Plus. Für Investitionen und Instandhaltung schlägt die WVG für 2016 Ausgaben im Umfang von insgesamt 454 000 Euro vor. Über die Straße des Friedens hinaus fließen rund 111 000 Euro in die Wohnblöcke an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 4 bis 6. Dort werden einige Bäder saniert, vor allem aber Arbeiten im Außenbereich für das Wohnumfeld erledigt.

Marode Gehwege sollen saniert sowie Parkplätze und Hecken angelegt werden. Davon sind allein 45  000 Euro nötig, um die Regenentwässerung des Hauses 6 bis 6 c neu zu regeln. 120 000 Euro bleiben im Plan, um die früheren Bibliotheksräume an der Straße der Einheit 8 zu Wohnungen auszubauen. Freilich fehlt für das seit Jahren umstrittene Projekt ein klares politisches Signal der Stadtverordneten. Für regelmäßig laufende Instandsetzungen an allen kommunalen Immobilien sieht der Wirtschaftsplan für 2016 rund 70 000 Euro vor.

Verwalter seit zehn Jahren tätig

Kommunale Immobilien der Stadt Brück werden seit 2005 von der Wohnungsverwaltungs,- Bauservice- und Dienstleistungs GmbH aus Joachimsthal im Landkreis Barnim verwaltet.

Zum Bestand zählen derzeit 156 Wohnungen und 18 Gewerbeobjekte – unter anderem das Ärztehaus an der Karl-Friedrich-Straße.

Zudem vermietet die Stadt Brück Garagen an private Nutzer.

Als Einnahmen kann die Kommune dieses Jahr mit knapp 526 000 Euro aus Kaltmieten rechnen. Abzüglich des Ausfalls von jeweils rund 10 500 Euro aus zwei Prozent Leerstandsquote sowie zwei Prozent säumigen Zahlungen verbleiben rund 505 000 Euro als Einnahme. Dem stehen – bedingt durch die besonder Investition – Ausgaben von 696 675 Euro gegenüber. Abgefedert wird dieses Defizit in Höhe von 191 322 Euro durch einen Überschuss von rund 17 200 Euro aus der Abrechnung der Betriebs- und Heizkosten.

Von Thomas Wachs

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