Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Stadt hat Supermarkt erworben

Treuenbrietzen Stadt hat Supermarkt erworben

Der Aufbau die neuen „Sozialen Marktplatzes“ in Treuenbrietzen kann jetzt starten. Die Kommune hat den verlassenen Supermarkt der Handelskette „Aldi“ erworben. Etabliert werden dort verschiedenen öffentliche Dienstleitungen aber auch eine kommerzielle Nutzung. Der Einzug kann frühestens in einem Jahr erfolgen.

Voriger Artikel
Apfelbäume bekommen einen Pflegeschnitt
Nächster Artikel
Kita im Blütenviertel nicht ausgeschlossen

Klebeband und Zettel gaben beim ersten Ortstermin im früheren Supermarkt eine Vorschau auf künftige Räume und ihre Nutzung im „Sozialen Markt“.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen. Jetzt können die Pläne konkreter werden. Die Stadt Treuenbrietzen hat – über ihre Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) – den Komplex des einstigen Supermarktes der Handelskette „Aldi“ in der Altstadt erworben. Die seit gut einem Jahr angestrebten Kaufverträge seien nun unterzeichnet, bestätigt Bürgermeister Michael Knape (parteilos).

Für den Kauf fließen von der Wobau jetzt 427 000 Euro an den Handelskonzern. Er hatte den in zwei teilweise sanierte Gebäude der Altstadt integrierten Neubau des 750 Quadratmeter großen Marktes im Februar 2008 eröffnet, 2014 jedoch überraschend wieder aufgegeben.
Die Kommune möchte in dem Komplex an der Großstraße 61 bis 63 nun soziale Dienstleistungen etablieren. Zunächst werden Stadtinformation, Bibliothek und Familienzentrum Mieter der Wobau. In zwei weiteren Schritten sind externe Vermietung von Geschäftsflächen sowie die Schaffung von Wohnungen vorgesehen.

Der von Aldi ab 2008 in Treuenbrietzen betriebene Markt wurde 2014 geschlossen

Der von Aldi ab 2008 in Treuenbrietzen betriebene Markt wurde 2014 geschlossen.

Quelle: Thomas Wachs

Der Bürgermeister geht davon aus, dass dieses Jahr der Bauantrag erarbeitet wird und abhängig von dessen Genehmigung dann ab Frühjahr 2018 der Umbau erfolgen kann. „Mit dem Einzug wird es dann aber wohl frühestens zum Jahresende klappen“, sagt Michael Knape.

Für das Projekt mit dem Arbeitstitel „Sozialer Markt“ und für die öffentliche Nutzung läuft ein Beteiligungsprozess der Bürger im Rahmen des Projektes „Transformbar“. Am Mittwochabend traf sich die Gruppe „Innenstadtbelebung“, die als eine von vier Arbeitsgruppen aus einem „Markt der Ideen“ im Mai hervorgegangen war, erstmals im ehemalige Supermarkt. Diskutiert wurden Nutzung und Anordnung der künftigen Räume. „In einem weiteren Schritt soll für den Komplex im Rahmen der Bürgerbeteiligung noch ein Name gesucht werden“, erklärt Franziska Brocksch, die örtliche Transformbar-Koordinatorin.

Bürger wollen kaum noch mitreden

Sie bedauert jedoch insgesamt das schwindende Interesse der Bürger an der Mitsprache in den vier Arbeitsgruppen. „Von rund 300 Teilnehmern beim Markt der Ideen bis zu heute nur rund fünf Leuten pro AG ist der Schwund schon enorm“, so Brocksch. Für den Arbeitskreis Jugendclub sei die Lage gar extrem. „Dort gab es gar keine Resonanz“, erklärt die Koordinatorin. „Dabei hatte wir am Anfang zwölf Telefonnummern von Leuten, die mitmachen wollten“, sagt Franziska Brocksch.

Vom Tisch ist inzwischen die zunächst geplante Ansiedlung eines Regionalladens. Die Arbeitsgruppe dafür habe festgestellt, dass dieses Geschäft für Produkte aus der Stadt und dem Umland im Fläming sich noch nicht selbst tragen würde. „Zumindest hat sich niemand gefunden, der das wirtschaftliche Risiko dafür auf sich nehmen würde“, sagt der Bürgermeister.

Von Thomas Wachs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg