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Stadt investiert in Schule und Straßen

Teltow Stadt investiert in Schule und Straßen

Mit einem ausgeglichenen Haushalt startet Teltow ins Jahr 2018. Der Etat wurde in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch einstimmig beschlossen. 48,2 Millionen Euro hat die Stadt für das nächste Jahr als Einnahmen geplant, die auch direkt wieder für Vorhaben zur Verfügung gestellt werden. Einige Schwerpunkte im Haushalt sind Schulsanierung und Straßenausbau.

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Für die umstrittene Marina am Teltowkanal, hier der Baustand vom Oktober, stehen im nächsten Jahr 1,4 Millionen Euro im Stadthaushalt.

Quelle: Lutz Hannemann

Teltow. Mit einem ausgeglichenen Haushalt startet die Stadt Teltow in das Jahr 2018. Der Etat wurde in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend einstimmig beschlossen. 48,2 Millionen Euro hat die Stadt für das nächste Jahr als Einnahmen geplant, die auch direkt wieder für Vorhaben zur Verfügung gestellt werden. „Viele gute Sachen haben es reingeschafft“, verkündete Teltows Stadtkämmerer Rico Kasten erfreut.

So sei etwa die Sanierung der Ernst-von-Stubenrauch-Grundschule im kommenden Jahr ein Schwerpunkt für Investitionen. Für eine neue Heizung hat die Stadt rund 150 000 Euro eingeplant. Etwa 175 000 Euro soll die Renovierung von Klassenräumen kosten. Auch der Straßenbau sei ein wichtiger Bereich, betonte Kasten. 250 000 Euro stehen für die Biomalzspange bereit. Für die Erneuerung der Elsterstraße sowie anderer Straßen in Teltow Seehof will Teltow insgesamt 840 000 Euro ausgeben. Annähernd 15 000 Euro sind darüber hinaus für die Planung des Projektes Buschwiesen eingestellt. Für Elektrotankstellen sind etwa 80 000 Euro reserviert, und auch die Planung der Feuer- und Rettungswache ist im Haushalt 2018 mit 320 000 Euro berücksichtigt worden.

Über drei Posten wurde erst im Verlauf der Stadtverordnetenversammlung entschieden: Als Anteil an der Sanierung der Friedhofsmauer am Weinbergsweg wurden mit einer Gegenstimme 50 000 Euro in den Haushalt aufgenommen. Die Mauer ist einsturzgefährdet und befindet sich im Eigentum der Stadt Teltow. Etwa zehn Mal soviel will die Fraktion FDP/LTR für einen neuen Sportplatz in Ruhlsdorf haben. Dafür wurde im August dieses Jahres eine Fläche südlich des Friedrich-Friesen-Sportplatzes gekauft. Darauf soll ein zusätzlicher Kunstrasenplatz angelegt werden. Den Wunsch nach 500 000 Euro sah die Verwaltung allerdings kritisch. „Ein Betrag für die Planung ist realistisch“, erklärte Kasten.

Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Götz (FDP), der den Antrag eingereicht hatte, erinnerte daran, dass schon 2016 der Beschluss gefasst worden sei, zwei neue Kunstrasenplätze zu errichten. Jetzt werde aber das Geld nicht bereitgestellt, weil die Verwaltung noch nicht alle Angebote eingeholt habe, monierte er. Goetz senkte seine Forderung jedoch auf 150 000 Euro unter der Bedingung, dass spätestens bis zum 30. Juni des nächsten Jahres eine qualifizierte Planung vorliegen müsse, so dass die Aufträge vergeben werden könnten. Dem schloss sich die Mehrheit der Teltower Stadtverordneten auch an. Götz kritisierte außerdem, dass ein Investitionsüberschuss in Höhe von 13 Millionen Euro in das nächste Jahr weitergeschoben werde. Für den FDP-Mann ist dies ein Beleg dafür, dass also nicht alle geplanten Projekte auch tatsächlich wie vorgesehen umgesetzt würden.

Ganz zurück zog der Stadtverordnete Axel Szilleweit einen Antrag seiner Fraktion Die Linke/Umweltaktive/BFB/Piraten, mit einem Zuschuss von rund zwei Millionen Euro eine kostenlose Betreuung in den Kitas zu ermöglichen. Szilleweit machte jedoch darauf aufmerksam, dass die Stadtverwaltung ihr Prestigeobjekt Marina fürs nächste Jahr mit annähernd 1,4 Millionen Euro im Stadthaushalt berücksichtigt habe und damit andere wichtige Projekte verhindert werden“.

Erst Ende Oktober hatte Stadtkämmerer Rico Kasten den Haushaltsentwurf für das kommende Kalenderjahr aufgestellt. Danach hatten die Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung das vorgelegte Zahlenwerk diskutiert. Nach nur einem Monat Beratung konnten die Teltower Stadtverordneten nun am Mittwoch ihren Haushaltsplan verbindlich festsetzen.

Von Konstanze Kobel-Höller

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