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Potsdam-Mittelmark Stadt richtet Hilfsfonds für armutsgefährdete Kinder ein
Lokales Potsdam-Mittelmark Stadt richtet Hilfsfonds für armutsgefährdete Kinder ein
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00:48 16.11.2016
Quelle: dpa
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Beelitz

Die Stadt Beelitz wird einen Hilfsfonds für arme und armutsgefährdete Kinder einrichten. „Mit dem Geld möchten wir kurzfristig und direkt Hilfe leisten, wenn Familien in Not geraten“, erklärte Bürgermeister Bernhard Knuth. Beelitz ist in der Frage ein Vorreiter im Landkreis. „So einen konkreten Hilfsfonds gibt es in anderen Kommunen Potsdam-Mittelmarks bislang nicht“, sagte Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert. „Die regulären Sozialleistungen werden für Anspruchsberechtigte über den Kreis vergeben.“ Hilfebedürftige können dort Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beantragen, das ist bundesweit so geregelt.

Bisher keine klaren Einkommensgrenzen

Allerdings gibt es klare Einkommensgrenzen. „Familien, die nur wenige Euro zu viel an Einkommen haben, fallen überall heraus“, sagte Gabriela Schrader, Vorsitzende des Vereins Kindersorgen – Sorgenkinder. „Ich finde den Hilfsfonds klasse, weil er auch ,Lücke-Kindern’ etwas bringt.“ Gemeint sind Kinder, deren Eltern nichts aus dem Teilhabepaket bekommen und denen doch das Geld etwa für die Klassenfahrt fehlt. Das Geld aus dem Beelitzer Hilfsfonds könnte etwa zum Einsatz kommen, wenn Anschaffungen anstehen, die für manche Haushalte eine finanzielle Herausforderung sind. Als Beispiel nennt Knuth Kinderbekleidung und Schulmaterial oder Beiträge für Klassenfahrten.

Gabriela Schrader half mit ihrem Verein Kindersorgen – Sorgenkinder vor zwei Jahren auch den libyschen Zwillingen Rivan und Renci und deren Eltern. Quelle: Christel Köster

„Gespeist werden soll der Topf zum Einen aus dem Verfügungsfonds des Bürgermeisters, aus dem normalerweise Blumensträuße für Jubiläen, Glückwunschkarten oder kleinere Empfänge bezahlt werden“, sagte Stadtsprecher Thomas Lähns. Zum Anderen sollen auch möglichst andere Akteure wie Vereine, Unternehmen oder Bürger Spenden einzahlen können. Einen Anfang machen die Recura-Kliniken in Beelitz-Heilstätten: Sie werden den Erlös aus dem Verkauf von Kuchen zum Adventsmarkt Ende November für den Fonds spenden. Die Hilfe der Stadt soll gerade bei Menschen ankommen, die aus Scham nie einen Antrag stellen würden. Die Stadt baut auf Kontakte der Kita- und Schulleitungen zu den Eltern und auf die Zusammenarbeit mit Behörden und Vereinen wie dem von Gabriela Schrader. „In einer Kleinstadt wie Beelitz, wo fast jeder jeden kennt, findet man schnell zusammen und kann helfen, wenn Hilfe nötig wird“, sagte der Bürgermeister.

Runder Tisch gegen Kinderarmut


Der Hilfsfonds in Beelitz ist ein Ergebnis des „Runden Tisches gegen Kinderarmut“, der unlängst im Rathaus stattfand.

Initiiert wurde die Veranstaltung vom Landessozialministerium, das sich 2015 die gezielte Bekämpfung von Kinderarmut auf die Fahnen geschrieben hat. Runde Tische sollen nun überall im Lande stattfinden, um Strategien gegen Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern zu entwickeln.

Von Jens Steglich

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