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Stadt setzt besonders auf die Schulen

Bad Belzig Stadt setzt besonders auf die Schulen

Die Städtväter haben hinter verschlossenen Türen beraten. Nun stehen die Prioritäten fest, wonach in Zukunft das kommunale Geld in Bad Belzig verteilt werden soll: Die drei Schulen haben Vorrang, die Kunsteisbahn wird wohl nicht mehr instand gesetzt. Ein weiteres viel diskutiertes Vorhaben wird zumindest zurück gestellt.

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Na, wie bringen wir unsere Stadt voran? Die Stadtverordneten Sven Schmidt, Ingo Kampf und Hendrik Hänig (alle SPD) während der Strategiekonfernz.

Quelle: Danilo Hafer

Bad Belzig. Bei der Entwicklung von Bad Belzig soll das Hauptaugenmerk auf die Kleine Grundschule Dippmannsdorf, die Geschwister-Scholl-Grundschule und die Krause-Tschetschog-Oberschule gelegt werden. Dabei will man auf dem Campus am Weitzgrunder Weg das konstruktive Miteinander fördern. Darauf haben sich Direktoren, Lokalpolitiker und Verwaltungsspitzen verständigt. Der Standort in der Bildungslandschaft des Hohen Flämings soll jedenfalls nach Kräften gefestigt, optimiert und profiliert werden. Modernisierung der Oberschule und Erweiterung der Grundschule scheinen dringend nötig. Die anderen Schulen im Stadtgebiet sind in anderer Trägerschaft , etwa des Landkreises.

Das ist das Ergebnis der Strategiekonferenz in dieser Woche. Darüber haben Parlamentschef Ingo Kampf (SPD) und Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) in einem MAZ-Gespräch informiert. Zu der Konferenz hatten sich die Stadtväter mit einigen wenigen Partnern und bei externer Moderation zusammen gefunden. Sie war nötig geworden, nachdem sich im Herbst vergangenen Jahres abzeichnete, dass mehrere geplante Vorhaben vorerst nicht zu verwirklichen sind und es an manchen Stellen Investitionstau gibt. Vor dem Hintergrund war die Verabschiedung des Etats für dieses Jahr gestoppt worden.

Moderation von Helmut Kautz

An der ersten Strategie-Konferenz der Stadt Bad Belzig nahmen neben Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) die Stadtverordneten, die Ortsvorsteher, die Schulleiter der drei kommunalen Schulen, die Leitung der Stadt- und Ortswehrführung sowie die Fachbereichsleiter der Verwaltung teil.

Die Klausurtagung, moderiert vom Brücker Pfarrer Helmut Kautz, fand hinter verschlossenen Türen statt. Nach 90 Minuten waren die Ziele erreicht.

Bis zur Sommerpause sollen sie dann die Eckdaten zur Haushaltsplanung für 2018 vorgeben.

Nach einer weiteren 60-Miunten-Diskussion lautet die Empfehlung, in der Stadtverordnetenversammlung am 27. Februar einen leicht veränderten Etatentwurf für dieses Jahr zu bestätigen

Der Bau eines Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Bad Belzig bleibt weiter oben auf der Agenda der Stadtpolitik. Allerdings können – bis Bauweise, Standortfrage und Finanzierung endlich geklärt sind – andere Festlegungen des Gefahrenabwehrbedarfsplanes umgesetzt werden.

Darauf wird – wie auf dem Bildungssektor – ein Arbeitskreis achten. Eine dritte Gruppe hat den allumfassenden Titel „Ortsentwicklung“ erhalten. Die außerparlamentarischen Gremien sollen sich mit den Fachleuten aus der Praxis, je einem Abgeordneten der Fraktionen und den Fachamtsleitern – Heinz Friese (Bildung), Petra Tersch (Feuerwehr) und Christoph Grund (Ortsentwicklung) – zusammensetzen. Kämmerin Birgit Bein soll bei Bedarf hinzugerufen werden, der Rathauschef will allerdings immer dabei sein. „Gezielten Informationsaustausch in beide Richtungen“, erhofft sich Roland Leisegang auf diese Weise.

Bürgermeister Roland Leisegang im Gespräch

Bürgermeister Roland Leisegang im Gespräch.

Quelle: Danilo Hafer

Außerdem sollen Ortsvorsteher und -beiräte mehr einbezogen werden. „Sie haben erklärt, dass sie nicht nur das eigene Dorf vertreten, sondern die Kommune insgesamt sehen“, so Ingo Kampf. Er fürchtet nicht, dass die Ausschüsse nun Konkurrenz bekommen oder gar an Bedeutung verlieren.

Die Pläne für die umfassende Sanierung der ehemaligen Geschwister-Scholl-Grundschule am Busbahnhof sind zwar nicht ad acta gelegt, aber zumindest in der Schublade. Dort, wie im Jugendfreizeitzentrum Pogo, wo demnächst Brandschutz-Auflagen zu erfüllen sind, wird für die nächste Zeit der Weiterbetrieb gesichert. Längst sind nicht alle inhaltlichen und finanziellen Fragen zum Umgang mit den Immobilien geklärt.

Für die Kunsteisbahn stehen die Zeichen momentan gar nicht gut

Für die Kunsteisbahn stehen die Zeichen momentan gar nicht gut.

Quelle: Dirk Fröhlich

Leisegang und Kampf bestätigen, dass es praktisch keine Zukunft für die Kunsteisbahn geben wird. „Selbst wenn die Kosten zur Sanierung zu 100 Prozent übernommen würden, wäre ein jährlicher Zuschuss in mittlerer fünfstelliger Höhe fällig“, sagte der Verwaltungschef.

So klar die langfristige Perspektive, so gewiss scheint für das Duo nun der Haushaltsplan für das laufende Jahr beschlussreif. Gestrichen sind demnach Planungskosten eben für die einstige Scholl-Schule sowie Ausgaben zur weiteren Baulanderschließung aus den Erlösen der Grundstücksveräußerungen nahe dem Kurpark. Das Geschäftsfeld sollen andere beackern, findet Ingo Kampf, während sich die Kommune unter anderem in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Daseinsvorsorge engagiert.

Von René Gaffron

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