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Stadt stellt Ansprüche an Jugendarbeiter

Bad Belzig Stadt stellt Ansprüche an Jugendarbeiter

Die Jugendarbeit in Bad Belzig soll wieder an einen Dienstleister übertragen werden. Dieser soll per Ausschreibung gesucht werden. Welche Anforderungen gestellt werden müssen, hoffen Politik und Verwaltung von einem externen Berater zu erfahren. Die seit 2010 bewährte Kooperation mit der SPI-Stiftung endet – zumindest vorerst – am 31. Dezember.

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Seit 25 Jahren ist das Jugendfreizeitzentrum „Pogo“ der Treff der Jugend in der Kur- und Kreisstadt.

Quelle: Michael Greulich

Bad Belzig. Ab sofort werden die Perspektiven für die Jugend in der Kur- und Kreisstadt ausgelotet. Denn noch ist offen, wie und von wem deren Betreuung in der Kur- und Kreisstadt künftig geleistet wird. Für den heutigen Freitag ist das erste Spitzengespräch mit einem noch nicht näher vorgestellten externen Fachmann angesetzt. Denn so viel ist gewiss: Die Kommune möchte die Aufgabe gern wieder einem Dienstleister übertragen.

Mit Unterstützung des vom Landkreis Potsdam-Mittelmark bezahlten Sachverständigen soll die Ausschreibung formuliert werden, um einen ebenso zeitgemäßen wie lokal kompetenten Anbieter zu finden. „Wir sind damit im Zeitplan“, hat Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gesagt.

Die von ihm geführte Verwaltung hatte vorher die Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI) Walter May informiert, dass die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit am 31. Dezember endet. Nun wird der Wettbewerb vorbereitet, in dessen Ergebnis die erneute Auftragsvergabe mit einem Jahresvolumen von 100 000 Euro erfolgen soll.

Nicht ausgeschlossen, dass der Zuschlag an SPI geht, wie der Rathauschef sagt. Deren Geschäftsführer Andreas von Essen indes hat auf die Gefahr hingewiesen, dass sich bewährte Personal ob der Ungewissheit anderswo Arbeit suchen könnte.

Die bisherige Partnerschaft besteht seit 2010 und wird von den Stadtvätern sehr unterschiedlich eingeschätzt. Was in Zukunft gefragt sein könnte, sollen Hendrik Hänig (SPD) und Lothar Lehmann (Freie Wählergemeinschaft) von Beginn an mitbestimmen. Die Vorsitzenden der beiden parlamentarischen Fachausschüsse nehmen an den Beratungsrunden im Rathaus teil, schon bevor Debatte und Beschlüsse im zweiten Halbjahr anstehen. Das soll Transparenz sichern.

Von Interesse ist nicht minder, ob das Jugendfreizeitzentrum Pogo tatsächlich noch seine zentrale Rolle spielen wird. Vor 25 Jahren war die Backsteinvilla – inklusive Aufzug für Rollstuhlfahrer – hergerichtet worden. Heutzutage müssten rund 200 000 Euro investiert werden, um die Auflagen des Brandschutzes erfüllen zu können. Ausgerechnet Fitnessraum sowie Tonstudio mit Proberaum sind gesperrt.

Einerseits ist der Antrag zur schrittweisen Ertüchtigung der Einrichtung mit Fördergeld vom Landkreis Potsdam-Mittelmark gestellt . Andererseits wird mit dem Verkauf der Immobilie geliebäugelt.

Von René Gaffron

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