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Stadt sucht Investor für Blütenbad

Werder Stadt sucht Investor für Blütenbad

Werders Blütentherme ist unvollendet, soll aber 2018 eröffnen. Jetzt sucht die Stadt einen Investor, hat den Verkauf oder die Verpachtung beschlossen. Erste Ergebnisse des Interessenbekundungsverfahrens erwartet die Stadt zum Ende der Sommerpause.

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Übergabe ungewiss – an der Blütentherme in Werder ruhen die Arbeiten.

Quelle: dpa-Zentralbild

Werder. Die Stadt Werder ist auf der Suche nach einem Investor für ihre unvollendete Blütentherme. Auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend mehrheitlich den Verkauf oder eine Verpachtung des Blütenbads beschlossen. Damit folgte der größte Teil von ihnen einer Empfehlung des Badausschusses der Stadtverordnetenversammlung, der seit April den Vorschlag vorbereitet hatte.

Die SPD und die Grünen haben sich aber auf der Stadtverordnetenversammlung gegen das Interessenbekundungsverfahren zum Verkauf oder zur Verpachtung ausgesprochen. „Wir sind gegen ein Pachtmodell“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Anja Spiegel. Sie leitet auch den Badausschuss. „Läuft es gut, bekommt die Stadt nur die vereinbarte Pacht. Läuft es schlecht, ist der private Pächter schnell weg und lässt die Stadt auf dem Minus sitzen. Wir haben gerade erst sehr schlechte Erfahrungen mit einem solchen Modell gemacht, das wollen wir nicht wiederholen.“ Die Fraktion drängt auch auf Sozialtarife in der Therme. „Wir wollen eine Therme, in die alle Werderaner gehen können, Familien, Kinder, Senioren, Menschen mit mehr und mit weniger Einkommen“, sagte Spiegel. Und sollte sich kein Käufer finden, dann bleibt für die SPD noch die Möglichkeit des Eigenbetriebs.

Die Grünen fordern nicht nur die lückenlose Aufklärung über Kosten und Entscheidungen zum Bau der Therme vom Planungsbeginn mit der Kristall Bäder AG bis zur Trennung von der Gesellschaft im März 2016. Zuvor hatten sich die Stadt und die Kristall Bäder AG monatelang über Kosten und Baufortschritte gestritten. „Für uns kommt nur ein Verkauf der Therme in Frage, wenn über das Grundstück ein Erbbaupachtvertrag mit dem Interessenten abgeschlossen wird“, sagte die Fraktionsvorsitzende Ilona Klapper. Schließlich gebe es einen allgemeinen Grundsatzbeschluss, dass keine Wassergrundstücke im Besitz von Werder verkauft werden. Doch gegen CDU, Linke, Freie Bürger und AfD hatten die Änderungsanträge von SPD und Grünen zum weiteren Verfahren keine Chance. „Wir müssen jetzt vorwärts kommen“, begründete Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) die Notwendigkeit des Interessenbekundungsverfahrens für die Markterkundung. Erste Ergebnisse sollen nach der Sommerpause ausgewertet werden. Je nach Angebot der Interessenten will die Stadt dann über Verkauf oder Verpachtung entscheiden

Bei der Investorensuche wird laut Beschluss der Stadtverordneten auch der Masterplan des Hamburger Büros GBP zu Grunde gelegt, sagte die Bürgermeisterin. Die Projektentwickler aus dem Norden hatten auf zwei öffentlichen Sitzungen des Badausschusses Varianten für den weiteren Bau des Blütenbades erläutert. Auch ein Kinderbereich und eine Seesauna wurden vorgeschlagen. Darüber hinaus stehen ein Hotel mit Thermenverbindung und Wohnungen am Blütenbad auf der Wunschliste. Doch die hat ihren Preis. Bisher hat die Stadt 21 Millionen Euro investiert, aber das Bad ist noch längst nicht fertig. Allein die Fertigstellung kostet aus Sicht der Planer weitere zehn Millionen Euro, hinzukommen fünf Millionen Euro für den Kinderbereich, den die Stadt auf jeden Fall will, und zwei Millionen Euro für die Seesauna.

Die Attraktionen und eine angrenzende Wohnbebauung am See sind aus Sicht der Projektentwickler für die Auslastung der Therme notwendig. Dem Ansatz konnten nicht alle Abgeordneten folgen, darum mussten die Hamburger Experten ihr erstes Modell auch abspecken. Ob sich für die Umsetzung der reduzierten Bebauung Pächter oder Käufer zu annehmbaren Bedingungen für die Stadt finden, wird spannend. Wenn sich kein Interessent findet, muss die Stadt neue Pläne schmieden. 2018 will sie das Bad eröffnen.

Von Regine Greiner

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