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Stadt will Verkehrsturm wieder aufstellen

Beelitz Stadt will Verkehrsturm wieder aufstellen

Beelitz will den Verkehrsturm, der einst auf der Hauptkreuzung in der Berliner Straße stand, rekonstruieren. Das alte Bauwerk soll als neuer Blickfang im Innenraum des Kreisels an der Brücker Straße aufgestellt werden. Die Beelitzer sind mit ihren Plänen in guter Gesellschaft. Am Potsdamer Platz in Berlin steht auch eine Nachbildung des 1937 demontierten Verkehrsturms.

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Der alte Beelitzer Verkehrsturm war von besonderer Gestalt und stand an der Hauptkreuzung am Eingangstor zur Altstadt.
 

Quelle: Privat

Beelitz.  Als das Auto zum Fortbewegungsmittel für die breite Masse wurde, schlug ihre Geburtsstunde: Verkehrstürme, die als Plattform für Polizisten dienten, um von dort aus die Vorfahrt zu regeln oder die später mit Ampeln ausgestattet waren, prägten in den 1920er und 1930er Jahren nicht nur das Bild in den Zentren größerer Städte. Sie waren mitunter auch der Renner im Stadtbild. Zur Zeit der Weimarer Republik verdrängte etwa der berühmte Verkehrsturm am Potsdamer Platz in der Hauptstadt sogar Motive wie das Brandenburger Tor oder die Straße Unter den Linden von vielen Berliner Postkarten. Ein solches Bauwerk hatte es auch in Beelitz ab den späten 1920er Jahren gegeben – ohne Polizei oder Ampel, dafür aber mit markanter Gestaltung und Bepflanzung. Der Verkehrsturm, der einst an der Hauptkreuzung in der Berliner Straße stand, soll jetzt rekonstruiert werden, teilte Stadtsprecher Thomas Lähns mit.

An die alte Stelle wird er aber nicht zurückkehren. Er soll ein „Blickfang für den derzeit noch trist aussehenden Verkehrskreisel zwischen Clara-Zetkin-, Karl-Marx– und Brücker Straße“ werden, sagte Lähns. Über den Zustand der Kreisverkehrsinsel hatten sich Bürger immer mal wieder beschwert. Vor allem der Wildwuchs wurde kritisiert. Laut dem Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth hat die Stadt nach Verhandlungen mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen jetzt die Möglichkeit erhalten, den Innenraum des Kreisverkehrs zu gestalten. Der historische Verkehrsturm biete sich dafür an: „Schon früher hat er Touristen den Weg gewiesen und das Stadtbild geprägt“, so Knuth. Der Standort wäre dann zwar ein anderer, aber die Richtungen würden die selben bleiben. Die Kommune will versuchen, das Projekt ohne städtisches Geld zu realisieren. Der Bürgermeister setzt auf Unterstützung aus der örtlichen Wirtschaft: „Es wäre toll, wenn die Gewerbetreibenden in unserer Stadt über ein Sponsoring das Projekt ermöglichen und damit einmal mehr die Verschönerung von Beelitz unterstützen.“

Die Beelitzer sind mit ihren Plänen in guter Gesellschaft: Der Verkehrsturm am Potsdamer Platz in Berlin wurde 1937 nach dem Bau der Nord-Süd-S-Bahn demontiert. Seit 1997 steht eine Nachbildung des Turms wieder am Potsdamer Platz. In Beelitz soll der alte Turm anhand von historischen Fotos rekonstruiert werden. „Wo der Originalturm abgeblieben ist, weiß keiner“, sagte Lähns der MAZ. Vom historischen Verkehrsturm gibt es kaum Aufzeichnungen, lediglich alte Ansichtskarten und Fotos. „Vermutlich hat er nicht so lange gestanden, weil der Verkehr immer stärker wurde und der Turm zu viel Platz wegnahm“, sagte Stadthistoriker Manfred Fließ. Immerhin: Das Problem wäre mit dem neuen Standort auf dem Verkehrskreisel an der Brücker Straße gelöst.

Von MAZ-online

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