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Potsdam-Mittelmark Stadtoberhäupter verdienen jetzt mehr Geld
Lokales Potsdam-Mittelmark Stadtoberhäupter verdienen jetzt mehr Geld
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17:45 06.10.2017
Der 1. Beigeordnete, Christian Große (CDU), und die Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Quelle: Bernd Gartenschläger
Werder

Das Statistische Landesamt hat es endlich bestätigt: Werder hat mehr als 25 000 Einwohner. Das wusste die Verwaltung mit Blick auf die Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt schon länger, konnte aber erst mit der amtlichen Bestätigung reagieren. Nach Überschreitung der 25 000er-Marke rutschen die Bürgermeisterin, Manuela Saß (CDU), und ihr 1. Beigeordneter, Christian Große (CDU), in eine neue Gehaltsgruppe und verdienen ab 1. November mehr Geld. Darüber haben am Donnerstagabend die Stadtverordneten beraten und sich einstimmig dafür ausgesprochen.

Im Stellenplan des laufenden Jahres ist die Bürgermeisterin bereits mit der Besoldungsgruppe B 3 angegeben. Laut Tabelle der Zentralen Bezügestelle des Landes Brandenburg verdient sie künftig 7497,49 Euro Grundgehalt monatlich. Ab 1. Januar 2018 sind es sogar 7711,17 Euro. Der 1. Beigeordnete wird ab kommenden Monat in der Besoldungsgruppe A 16 eingruppiert und verdient je nach Stufe zwischen 5374 und 6796 Euro.

Einwohnerzahl des Statistischen Landesamtes ist maßgebend

Eigentlich hätte den beiden Stadtoberhäuptern das höhere Gehalt schon ab dem 1. Januar 2017 zugestanden. Denn laut Gesetz ist die Einwohnerzahl zum Stichtag 30. Juni des Vorjahres maßgebend. Allerdings gilt nur die des statistischen Landesamtes. Zwischenzeitlich sei amtlich bestätigt, dass die Zahl zum Stichtag bei 25 145 gelegen hat, sagte Manuela Saß bei der Stadtverordnetenversammlung.

Das Statistische Landesamt begründete die Verzögerungen damit, dass die Technik der Datenbank umgestellt wurde. Das Einwohnermeldeamt in Werder zählte zum 30. Juni übrigens schon 25 468 Einwohner. Die neue Besoldungsgruppe der beiden Stadtoberhäupter gilt für Kommunen und Städte zwischen 25 001 und 40 000 Einwohnern. Symbolisch ernannte die Stadt den kleinen Otto Karl Berner im Dezember 2016 zum Einwohner mit der Nummer 25 000. Er kam im November 2016 zur Welt. Die letzte Zahl des Statistikamtes stammte zu diesem Zeitpunkt vom Mai 2015.

Mit dem massiven Zuzug der vergangenen Jahre steigt aber nicht nur das Gehalt der Bürgermeisterin und ihres Stellvertreters, sondern unter anderem auch die Höhe der Kreisumlage. In diesem Jahr zahlte die Stadt 12,4 Millionen Euro an den Landkreis.

Von Luise Fröhlich

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