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Potsdam-Mittelmark Leiche vom Nosferatu-Regisseur geschändet
Lokales Potsdam-Mittelmark Leiche vom Nosferatu-Regisseur geschändet
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14:25 15.07.2015
Die Familiengruft der Familie Murnau. Quelle: imago stock&people
Stahnsdorf

Friedrich Wilhelm Murnau hat mit Nosferatu 1922 einen der ersten Horrorfilme überhaupt gedreht. Der Streifen gilt als Blaupause für Vampir- und Horrorfilme. Nun, 93 Jahre, nach Erstaufführung des Films haben Unbekannte wahrlich Schauerhaftes mit den Überresten von Murnaus Körper angestellt. Unbekannte haben die Grabkammer von Murnaus Familiengruft geöffnet und daraus den Schädel gestohlen. Olaf Ihlefeldt, Friedhofsleiter seit 26 Jahren, hat den Diebstahl am Montagmorgen bemerkt und sofort Anzeige erstattet.

Max Schreck in dem Gruselfilm-Klassiker „Nosferatu“. Quelle: United Archives/IFTN

Schockierter und frustrierter Friedhofsleiter

„Ich bin einfach nur frustriert“, sagt Ihlefeldt. Der Friedhof habe immer wieder mit Vandalismus und Diebstählen zu kämpfen. Der aktuelle Fall sei aber „eine ernsthafte Steigerung der Skrupellosigkeit.“

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Polizei sucht nach Zeugen, die in den vergangenen Wochen verdächtige Beobachtungen auf dem Friedhof gemacht haben oder die sonst sachdienliche Hinweise zu dem Fall geben können. Informationen nehmen die Polizeiinspektion Potsdam unter der Telefonnummer 0331/5508-1224 oder die Internetwache unter der Internetadresse www.internetwache.brandenburg.de entgegen.

Die Familiengruft der Murnaus ist eine seiner Lieblingsgrabstätten auf dem Friedhof. Sie ist auch bei Besuchern besonders beliebt. Wegen Murnaus filmischen Schaffens zieht sie auch viele Vampiranhänger an. „Ich mache immer einen langen Hals, wenn ich daran vorbei laufe.“ Ihm werde immer mulmig, wenn er Murnaus Grab passiere. Am Montag habe er den Diebstahl bei einem Routinerundgang entdeckt. Die Tür zur Gruft stand offen.

Regisseur wurde nach Unfall einbalsamiert

Die Diebe haben den einbalsamierten Kopf des Regisseurs gestohlen. „Mir fehlt dafür jedes Verständnis“, sagt Ihlefeldt. Es sei absolute pietätlos, wenn man sich an Überresten Verstorbener vergreife.

Regisseur Murnau ist 1931 bei einem Autounfall in Kalifornien gestorben. Weil lange nicht klar war, ob und wann sein Leichnam nach Stahnsdorf überführt werden kann, wurde die Leiche balsamiert. „Sie war noch sehr gut erhalten“, sagt Ihlefeldt.

Er hoffe, dass der Schädel des berühmtes Regisseurs wieder auftauche. „Wir arbeiten immer gut mit der Polizei und der Kripo zusammen“, sagt Ihlefeldt. Die Polizei ermittelt nun wegen Störung der Totenruhe und Diebstahls.

Von Christian Meyer

„Schlichten ist besser als richten“ – Nach diesem Motto richtet sich das Leben von Gisela Stahn seit zwei Jahrzehnten. Neben Beruf und Familie sowie Einsätzen als Schöffin engagiert sich die Kleinmachnowerin seit der Gründung der Schiedsstelle im Jahr 1995 als Schiedsfrau der Gemeinde und bringt dort Streithähne zur Vermittlung an einen Tisch.

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