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Stahnsdorf gegen Mahlower Straße

Debatte um die Kreis-Gesamtschule in Teltow Stahnsdorf gegen Mahlower Straße

Der mühsam gefundene Kompromiss zum Standort der zweiten Gesamtschule für die Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf gerät ins Wanken. Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (BfB) lehnt die Fläche an der Mahlower Straße ab. Sie sei zu „dezentral“ gelegen. Albers beklagt, in die Entscheidung nicht eingebunden worden zu sein.

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Hier soll die Gesamtschule entstehen. Für Stahnsdorfs Bürgermeister ein „suboptimaler“ Standort.

Quelle: Jürgen Stich

Stahnsdorf/Teltow. Der Stahnsdorfer Bürgermeister Bernd Albers (BfB) hat die Entscheidung zum Standort der zweiten Gesamtschule der Region in Teltow scharf kritisiert. „Dass wir eine weitere Schule dieser Schulform wollen und brauchen, und zwar schnellstmöglich, ist allen Beteiligten klar. Im Interesse der Stahnsdorfer und Kleinmachnower Schüler und Eltern wäre der Standort Potsdamer Straße jedoch der bessere gewesen“, so Albers. Der Landkreis hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass die Gesamtschule an der Mahlower Straße in der Nähe des Teltower S-Bahnhofs entstehen soll. Dort stehe ein weitaus größeres Grundstück als an der Potsdamer Straße zur Verfügung, so Landrat Wolfgang Blasig (SPD). Für Albers liegt der Standort dagegen zu dezentral, insbesondere für Kleinmachnower und Stahnsdorfer Schüler. Außerdem sei an der Mahlower Straße nun „ein mehrjähriges Änderungsverfahren zum Bebauungsplan“ notwendig. „Dann hätte der Landkreis auch den ihm bereits im Dezember 2015 angebotenen Schulstandort an der Annastraße nehmen können, denn dort hätte es sofort Baurecht gegeben“, so Albers. Auch die Tatsache, dass Stahnsdorf und Kleinmachnow bei dem plötzlichen Umschwenken nicht einbezogen wurden, erkläre die „suboptimale Standortwahl“.

Thomas Schmidt: „Völlig falsche Debatte“

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) reagierte mit Unverständnis auf die Kritik aus Stahnsdorf. „Auch für mich wäre die Potsdamer Straße die erste Wahl gewesen, aber die Entscheidung liegt eben beim Landkreis. Jetzt auf dem Rücken der Eltern und Schüler erneut eine Standortdebatte zu beginnen, halte ich für völlig falsch.“ Schmidt wies darauf hin, dass die Gesamtschule bereits im kommenden Schuljahr übergangsweise in der Mühlendorf-Oberschule starten könne. „Damit können wir sofort den Bedarf abdecken, schneller als an irgendeinem anderen Standort.“ Dass Albers die Annastraße wieder ins Spiel bringe, sei deshalb verwunderlich, „weil dort meines Wissens derzeit eine ganz andere Debatte um eine mögliche Ansiedlung der Feuerwehr und ein neues Ortszentrum geführt wird“, so Schmidt.

Sollte der Standort Mahlower Straße weiterverfolgt werden, sieht Stahnsdorfs Bürgermeister Albers darin zumindest ein „gewichtiges Argument für die Verlängerung der S-Bahn-Linie 25 von Teltow nach Stahnsdorf“. Damit würde die dann sicherlich stark befahrene West-Ost-Tangente in Richtung Teltow entlastet – und das sei auch im Sinne der Nachbarkommune.

Von Jürgen Stich

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