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Stichwahl: Stahnsdorf formiert sich neu

Zwischen Stagnation und Aufbruch Stichwahl: Stahnsdorf formiert sich neu

In Stahnsdorf werden die politischen Karten neu gemischt: Parteien und Wählergruppen schwören ihre Anhänger auf die Bürgermeister-Stichwahl zwischen dem Amtsinhaber Bernd Albers (Bürger für Bürger) und dem Herausforderer Daniel Mühlner (CDU) am 1. Mai ein. Es ist eine Entscheidung zwischen Stagnation und Aufbruch, heißt es.

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SPD-Kandidatin Beatrice Daun gratulierte Wahlsieger Bernd Albers am Sonntag zu seinem Ergebnis.

Quelle: Christel Köster

Stahnsdorf. Nach der Bürgermeisterwahl am Sonntag werden für die Stichwahl am 1. Mai „die Karten völlig neu gemischt“, kündigt Amtsinhaber und Wahlsieger Bernd Albers (Bürger für Bürger) an. Seiner Meinung nach lägen sein Wahlprogramm und das des CDU-Herausforderers Daniel Mühlner gar nicht mal so weit auseinander. Sie würden sich nur „in kleinen Nuancen“ voneinander unterscheiden, sagt Albers. Die Stahnsdorfer hätten in zwei Wochen die Wahl zwischen einem „Weiter so“ und einem „Wir machen aus Stahnsdorf eine Stadt“, teilt der Bürgermeister die Wahleinschätzung seines unterlegenen Mitbewerbers Thomas Michel von den Stahnsdorfer Bündnisgrünen.

Zuversichtlich gehe er in die Stichwahl, sagt CDU-Herausforderer Daniel Mühlner. Sein erstes Ziel, überhaupt ins Duell mit dem Amtsinhaber zu kommen, habe er erreicht, wenngleich sein Wahlergebnis für Mühlner nicht das Stimmungsbild der Stahnsdorfer in den Gesprächen an den Ständen, auf der Straße und über die Gartenzäune widerspiegelt. „Die nächsten zwei Wochen werden wir kämpfen“, hatte er schon am Sonntagabend die Parole für sein Team für die nächsten 14 Tage ausgegeben.

Ob Mühlner den deutlichen Vorsprung von Albers bis zur Stichwahl aufholen kann, bleibt abzuwarten. „Wir müssen den Leuten noch mehr erklären, wir müssen sie noch mehr darüber informieren, wie es mit der Gemeinde in Zukunft weitergehen soll: So träge wie bisher oder soll nicht doch die Entwicklung in Stahnsdorf vorangetrieben werden.“ Dafür will Mühlner bis zur Stichwahl jede freie Minute opfern. Parallel dazu will die CDU analysieren, warum die Stimmung in den Gesprächen nicht in Stimmen in den Wahllokalen umgewandelt werden konnte.

Wie sich die Parteien der unterlegenen Mitbewerber jetzt positionieren wollen, blieb am Montag noch ihr Geheimnis. Man müsse sich erst in jeweiligen Mitgliederversammlungen am Abend darüber beraten, hieß es unisono von SPD und Bündnis 90/Grüne, obwohl bekannt ist, dass zumindest erstere mit der CDU ein trautes Verhältnis haben. Auch die Linken wollten erst einmal das Wahlergebnis auswerten, bevor sie sich für eine Richtung festlegen. Die Wählergruppe „Wir Vier“ erwartet von dem künftigen Bürgermeister, dass er die Verwaltung reformiert und sie zu ihrer alten Leistungsstärke zurückführt. Mitunter fragwürdige Personalentscheidungen hätten der Verwaltungsarbeit geschadet, was sich negativ auf die Gemeindeentwicklung ausgewirkt habe, sagt „Wir Vier“-Sprecher Dietrich Huckshold.

Nach der hohen Wahlbeteiligung der Stahnsdorfer am Sonntag von 58,4 Prozent wird für die Stichwahl am 1. Mai ein leichter Rückgang nicht ausgeschlossen. Bei der Bürgermeisterwahl vor acht Jahren beteiligten sich an der Hauptwahl 43,68 Prozent der wahlberechtigten Stahnsdorfer. Zur Stichwahl gingen dann nur 41,88 Prozent der Wähler in die Stimmlokale. Ebenso ungewiss ist auch, inwieweit jetzt Nichtwähler der ersten Runde sich doch noch zu einem der beiden Spitzenkandidaten bekennen werden.

Amtsinhaber Bernd Albers hatte am Sonntag vor allem in den kleineren Ortsteilen von Stahnsdorf – Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf – mit bodenständigen Themen wie neues Feuerwehrgebäude, sanierte Spielplätze oder eine Rollerstrecke für Kitakinder für sich punkten können. In Schenkenhorst erhielt er Bürgermeister sogar 70 Prozent der abgegebenen Stimmen. Daniel Mühlner holte in Stahnsdorfs Zentrum die meisten seiner Stimmen.

Von Heinz Helwig und Konstanze Kobel-Höller

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