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Potsdam-Mittelmark Gemeinde setzt LRS-Förderprojekt fort
Lokales Potsdam-Mittelmark Gemeinde setzt LRS-Förderprojekt fort
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00:10 07.11.2016
Im Kampf mit den Buchstaben sollen die Schüler in Stahnsdorf auch weiterhin professionelle Unterstützung erhalten. Gemeinde und Universität Potsdam wollen ihre Kooperation fortsetzen. Quelle: DPA
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Stahnsdorf

Nach dem Erfolg des ersten Versuchs wollen die Gemeinde Stahnsdorf und die Universität Potsdam ihr gemeinsames Projekt zur Förderung von Grundschülern mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) fortsetzen. In dem Projekt „Studierende fördern Kinder mit Schriftspracherwerbsschwierigkeiten“ (StufKiSS) hatten 26 ausgewählte Kinder der zweiten Klasse der beiden Grundschulen im Ort in der Zeit vom 25. April bis zum 15. Juli zusätzliche professionelle Hilfe von Studierenden des Fachbereiches Grundschulpädagogik/Deutsch der Universität Potsdam erhalten. Die akademische Mitarbeiterin Carola Schnitzler soll sich bereit erklärt haben, auch in der neuen Staffel die Leitung des gemeinsamen Förderprojekts zu übernehmen.

„Wie beide Grundschulleitungen berichten, haben sich bei den Schülern deutliche Fortschritte in den Leistungen gezeigt“, sagt die zuständige Fachbereichsleiterin Soziales der Stahnsdorfer Gemeindeverwaltung, Anja Knoppke. Die Eltern hätten das Projekt positiv aufgenommen und auch die Fachlehrer für sich neue Anregungen für den eigenen Unterricht gewonnen. Für die Studierenden sei es gleichfalls eine neue Erfahrung gewesen, neben der Theorie unmittelbar praktische Erkenntnisse zu sammeln. 14 Kinder aus dem Projekt werden noch bis zum Ende des Schulhalbjahres von anderen Studierenden betreut.

Die nächste Staffel soll im zweiten Schulhalbjahr, aber früher als im April 2017 starten und bis kurz vor den Sommerferien durchgeführt werden, sagt Knoppke. Gegenwärtig laufen dazu Vorbereitungsgespräche mit Schnitzler. Diesmal sollen auch Lesepaten für das Projekt gewonnen werden. Welche Aufgaben sie übernehmen, müsse noch konkret abgesprochen werden. Anhand von Testbögen wollen die Schulleitungen in Absprache mit den Eltern die Schüler für das Projekt auswählen. Die Anzahl der Teilnehmer ist noch offen. Die Förderung kann wiederum individuell oder in kleineren Gruppen erfolgen. Wie in der ersten Phase wird die Gemeinde die speziellen Unterrichtsmaterialien finanzieren. Vor dem Projektstart sollen die Eltern zu einer Informationsveranstaltung eingeladen werden, in der ihnen Ablauf und Inhalt sowie eigene Mitwirkungsmöglichkeiten der Förderung erläutert werden.

„Wir haben im Haushalt rund 9000 Euro für den Förderunterricht jeglicher Art eingestellt. Darunter fallen auch Honorare für Lehrer, die Ausfallstunden übernehmen. Da das Land Brandenburg seit geraumer Zeit uns dafür aus einem Fonds Zuschüsse zur Verfügung stellt, wurden unsere eigenen Mittel frei und können für die Kosten des Unterrichtsmaterials eingesetzt werden“, erklärt Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger).

In der ersten Projektphase waren das knapp 700 Euro. Personalkosten fielen nicht an, weil das Projekt an der Uni als Seminar geführt wurde, so Knoppke. Sie hofft, dass sich eine ähnliche Lösung auch für die nächste Staffel finden lässt.

Von Heinz Helwig

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