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Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf soll städtebauliches Konzept erarbeiten
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf soll städtebauliches Konzept erarbeiten
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19:13 20.08.2014
Bis ans Rathaus reichen die Neubauten im Grashüpferviertel jetzt heran. Quelle: Christel Köster
Stahnsdorf

Seit geraumer Zeit sucht die weitläufige Gemeinde Stahnsdorf nach einer Mitte. "Wo schlägt das Herz der Gemeinde?", fragten sich zuletzt Bürger, die mit viel Engagement in Arbeitsgruppen ihre Ideen zu einem Bürgersaal, einem neuen Standort für die Feuerwehr oder zur Entwicklung des Dorfplatzes zusammentrugen.

Die Fraktion CDU/AfD in der neuen Stahnsdorfer Gemeindevertretung fordert jetzt den großen Wurf: "Die Kommune braucht dringend ein städtebauliches Gesamtkonzept", sagt der Fraktionsvorsitzende Daniel Mühlner. "Wir haben diskutiert, viele gute Ideen entwickelt, drehen uns in mancher Hinsicht jedoch im Kreis. Man weiß nicht so recht, wohin mit dem Ort. Sind wir jetzt Dorf oder wollen beziehungsweise müssen auch wir weiter, aber geordnet wachsen?", fragt der CDU-Mann.

Stahnsdorf hat Flächen und Potenzial, zugleich werden Grundstücke und Häuser in der Region Teltow zunehmend Mangelware. "Doch unserer Gemeinde fehlt ein übergeordnetes Konzept", sagt Mühlner und verweist auf die Nachbargemeinden. "Kleinmachnow hat bei der Bebauung seine Grenzen erreicht, Teltow boomt, die Flächen werden knapper."

Zugleich gebe es aber einen hohen Siedlungsdruck in der Region. "Wenn nun tatsächlich die allseits geforderte Verlängerung der S-Bahn nach Stahnsdorf käme, würde sich das bei uns vor Ort noch verstärken. Dann müssen wir gewappnet sein, um die Siedlungsentwicklung behutsam und nachhaltig gestalten und lenken zu können. Das ist für die Zukunft des Ortes von essenzieller Bedeutung." Dass die S-Bahn kommt, scheint für Mühlner sicher: "Die Blockadehaltung des Landes wird sich auflösen. Im Moment gibt es im Ministerium noch Denkverbote."

Es gehe nicht darum, auf einen Schlag neue Baugebiete auszuweisen. Im Moment erlebe Stahnsdorf aber eher eine "ungeordnete Verdichtung, Bauen in dritter und vierter Reihe, Grünflächen gehen verloren".

Wichtig sei, jetzt künftige Verkehrsführungen wie die neue L77 oder einen etwaigen S-Bahnhof im Stahnsdorfer Gewerbegebiet bei allen Vorhaben mit zu bedenken. Dann müsse man sich notfalls auch die Frage stellen, ob ein neues Feuerwehrdepot an der Annastraße wirklich sinnvoll ist und den Standort noch einmal kritisch betrachten, sagt Mühlner, der selbst federführend bei der entsprechenden Arbeitsgruppe zum neuen Feuerwehrgebäude mitgewirkt hat.

Vor allem müsse die Gemeinde ein schlüssiges Konzept haben, was gebaut werden soll. Als Beispiel nennt Mühlner das künftige Baugebiet Schmale Enden II, eine rund 15 Hektar große Fläche der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) im Südosten der Gemeinde.

Stahnsdorf braucht auch bezahlbare kleinere Wohnungen für ältere, alleinstehende oder junge Menschen, etwa Auszubildende, sagt Mühlner; "dabei muss die passende Infrastruktur immer mit einbezogen werden." Mit dem Leitbild für die örtliche Planung verspricht sich die Fraktion auch eine Abkehr von der Entwicklung einer "autogerechten Gemeinde, in der zwischenzeitlich Entfernungen schon fast in Autominuten gemessen werden."

Von Konstanze Wild

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