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Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf startet LRS-Projekt
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf startet LRS-Projekt
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18:51 04.04.2016
Carola Schnitzler ist akademische Mitarbeiterin im Fachbereich Grundschulpädagogik an der Universität Potsdam. Die Logopädin und LRS-Expertin hat die Leitung des Projekts in Stahnsdorf übernommen. Quelle: H. Helwig
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Stahnsdorf

Etwa 20 Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) aus den beiden Grundschulen in Stahnsdorf erhalten vom 25. April bis zum 15. Juli zusätzliche Hilfe. Gemeinsam mit dem Fachbereich Grundschulpädagogik/Deutsch der Universität Potsdam startet die Gemeindeverwaltung ein Projekt, in dem zurückgebliebene Schüler mit professioneller Unterstützung und ihren Eltern orthographische Versäumnisse aufholen können. „StufKiSs“ hat Projektleiterin Carola Schnitzler das Programm für sich getauft – (Stu)dierende (f)ördern (K)inder mit (S)chriftsprach(s)chwierigkeiten. Schnitzler ist akademische Mitarbeiterin im Institut für Grundschulpädagogik an der Uni und hat sich in mehr als zwanzig Jahren auf den LRS-Bereich spezialisiert.

Für Lehrer, Schüler und Eltern hat die zweite Klasse eine Schlüsselbedeutung, sagt Schnitzler. Die Kinder haben das Schreiben erfasst und beginnen die Rechtschreibung für sich zu entdecken. Buchstaben werden beim Lesen zu Silben und Wörter zusammengezogen. In dieser Phase zeige sich, welches Kind eine Förderung benötige. Dabei unterscheidet die Logopädin drei Stufen: Zunächst erhält das Kind im regulären Unterricht besondere Aufgaben zur Vertiefung des Lernstoffes. Reicht das nicht aus. kann die Klassenkonferenz Förderunterricht in kleineren Gruppen beschließen. In ernsteren Fällen können zur Lese-Rechtschreib-Schwäche emotionale und motivationale Probleme hinzukommen, die eine individuelle Betreuung erfordern.

Mit jeder Förderung müssen die Eltern einverstanden sein, da sie die Maßnahme unterstützen müssen, betont die Expertin. In einer vorangegangenen Informationsveranstaltung in der Heinrich-Zille-Grundschule in Stahnsdorf hatten die eingeladenen Eltern das Projekt befürwortet.

Jeweils zwei Studierende planen zusammen eine Fördermaßnahme für zwei Kinder, betreuen aber einzeln die Schüler. Möglich ist auch eine Kleingruppe, die jedoch aus nicht mehr als vier Kindern bestehen sollte, so Schnitzler. In Absprache mit den Eltern soll die Förderung im Nachmittagshort erfolgen. Die Studierenden haben einen Bachelorabschluss und sind mindestens im siebten Semester.

Sollte das Projekt erfolgreich sein, schließt die Gemeindeverwaltung eine sechswöchige Fortsetzung der Kooperation mit der Universität im Herbst nicht aus.

Von Heinz Helwig

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