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Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf setzt auf Familien
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf setzt auf Familien
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08:02 30.12.2015
Stahnsdorf will das Zusammenleben der Familien und der Generationen in der Gemeinde unterstützen und stärken. Quelle: Stephan Reitzig
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Stahnsdorf

In einem zwölfmonatigen Überprüfungsverfahren, einem Audit, will sich die Gemeinde Stahnsdorf im nächsten Jahr als „Familiengerechte Kommune“ zertifizieren lassen. Das Prädikat vergibt ein gleichnamiger Verein, der sich aus Vertretern der Bertelsmann-Stiftung und der Ruhr-Universität Bochum zusammensetzt. Das Gütesiegel soll auf Städte und Gemeinden hinweisen, die mehr als notwendig ein Zusammenleben von Familien und Generationen unterstützen und stärken.

„Bei der Auswahl des Wohn- und Arbeitsortes ist die Familiengerechtigkeit zu einem wesentlichen Standortfaktor geworden. Im Wettbewerb um Unternehmensansiedlungen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein entscheidendes Kriterium“, sagt Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger). Vor einiger Zeit hatte ihn die Gemeindevertreterin Britta Engelmann-Hübner (Bürger für Bürger) auf solch ein Zertifikat aufmerksam gemacht.

Zu Beginn des nächsten Jahres soll ein Gutachtergremium des genannten Vereins zunächst den Bestand an familiengerechten Einrichtungen und Angeboten in Stahnsdorf kritisch unter die Lupe nehmen. Dazu gehören neben den Schulen und Kitas in der Gemeinde unter anderem Tagespflegeeinrichtungen, Sportstätten, das Jugend- und Freizeitzentrum „Clab“ sowie Vereine mit familienorientierten Angeboten, aber auch Seniorengruppen und sogar die Jugendfeuerwehren in den Ortsteilen. Aus dieser Bestandsaufnahme wollen die Fachleute mit der Projektleitung in Stahnsdorf, die noch zusammengestellt werden muss, der Verwaltung und dem Gemeinderat Strategien einer Familienförderung entwickeln.

In einer zweiten Phase sollen die Akteure der Familienpolitik in Stahnsdorf direkt sowie auch die Einwohner in die Suche nach Zielen und Maßnahmen einer familiengerechten Kommune einbezogen werden, die anschließend in einer Zielvereinbarung zusammengefasst werden. Ob die Bürgerbeteiligung in Form einer Umfrage, als Informations- und Diskussionsveranstaltung oder mit einem Workshop erfolgen soll, muss Stahnsdorf noch klären.

Läuft alles erfolgreich, könnte die Gemeinde spätestens zu Beginn 2017 das Zertifikat erhalten. Es gilt für drei Jahre. In dieser Zeit muss Stahnsdorf in Jahresberichten nachweisen, dass es familienpolitisch vorangegangen ist. Nach dieser Frist kann das Zertifikat bestätigt oder aberkannt werden.

Rund 17 500 Euro hat die Gemeinde für dieses Projekt in den Haushalt eingestellt. Nach dem Beginn des neuen Jahres soll das Audit in den zuständigen Ausschüssen der Gemeindevertretung detailliert erläutert werden.

Gutachtergremium prüft nach sechs Kriterien

Mit dem Zertifikat will Stahnsdorf am brandenburgischen Landeswettbewerb „familien- und kinderfreundliche Gemeinde“ teilnehmen.

Sechs Kriterien werden zur Bewertung herangezogen: Steuerung, Vernetzung und Nachhaltigkeit / Familie, Arbeitswelt und Betreuung / Bildung und Erziehung / Beratung und Unterstützung / Wohnumfeld und Lebensqualität / Senioren und Generationen.

Das Verfahren wurde 2008 entwickelt.

Von Heinz Helwig

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