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Stahnsdorf Apfel-Krimi für Kinder
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01:16 02.06.2018
Schüler des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums Stahnsdorf führen heute Abend ihre Inszenierung des Märchenklassikers „Schneewittchen“ auf. Quelle: Foto: Privat
Stahnsdorf

Der Internationale Kindertag steht ins Haus. Dazu wird es am Freitag viele Veranstaltungen geben. Das Vicco-von-Bülow-Gymnasium in Stahnsdorf hat Grundschüler von ersten und zweiten Klassen zu einer Aufführung des Stückes „Schneewittchen“ eingeladen. Für alle anderen – Kinder mit ihren Eltern oder größeren Geschwistern – wird das Märchen schon am Donnerstagabend öffentlich gezeigt.

Auf der Bühne in der Aula stehen Neuntklässler. Sie hatten bei ihrem Theaterkurs die Auswahl zwischen mehreren Stücken, darunter auch eines vom Namensgeber des Gymnasiums, dessen Szenen unter seinem Künstlernamen Loriot bekanntlich Kultstatus haben. Aber die Gruppe entschied sich: Wir wollen für Kinder spielen. Deshalb orientieren sich die Schülerinnen und Schüler auch klar am Original-„Schneewittchen“ der Gebrüder Grimm. „Das Stück ist bei uns keine ironische Distanzierung“, sagt die Lehrerin Manuela Sissakis vor dem Hintergrund diverser Bearbeitungen des Märchens, die sich eher an ein erwachsenes Publikum richten. In der Stahnsdorfer Inszenierung werden Gut und Böse ernst genommen. „Wir wollen die Kinder mit dem alten Märchen in den Bann ziehen“, so die Lehrerin, die ihren Schülerinnen und Schülern bescheinigt: „Sie spielen mit Leib und Seele.“ Die Kostüme sind zum großen Teil selbst angefertigt, die Kulissen hat die Technikklasse gebaut. „Wir wollen den ganzen Theaterzauber entfalten, der für uns möglich ist“, sagt Sissakis, die neben Theater auch Deutsch und Geschichte unterrichtet. Seit Anfang des Schuljahres sei an „Schneewittchen“ gearbeitet worden.

Als nächstes kommt „Die Welle“ auf die Bühne

Im Vicco-von-Bülow-Gymnasium wird seit 2013 Theater gespielt. Es gibt acht Theaterklassen, so viele wie wahrscheinlich sonst nirgends an einer Schule in Brandenburg. Manuela Sissaki ist momentan mit fünf Projekten befasst. Als nächstes wird – inszeniert zusammen mit einer Kollegin – „Die Welle“ aufgeführt, angelehnt an das gleichnamige deutsche Filmdrama von 2008, in dem Jürgen Vogel einen Lehrer spielt, der seiner Klasse in einem von ihm konzipierten Sozialexperiment vorführt, wie autoritäre gesellschaftliche Strukturen entstehen – ein politisches Stück also.

Unter anderem waren in der Aula des Gymnasiums schon Klassiker wie „Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni und „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare zu erleben. In der zehnten Klasse werden im Theaterkurs auch Filme gedreht. Das Publikum bilden in der Regel Freunde und Eltern, außerdem Mitschüler, von denen sich durch die Aufführungen nicht wenige angeregt fühlen, selbst beim Theaterkurs mitzumachen. Mit „Schneewittchen“ zum Kindertag und der öffentlichen Aufführung am Donnerstag soll nun ein breiteres Publikum als sonst erreicht werden.

Theaterspielen gehört zum Unterricht

Der Theaterkurs gehört zum Unterricht. Es gibt dort also auch Zensuren, wobei, wie Manuela Sissakis erläutert, nicht die schauspielerische Leistung im Mittelpunkt steht, sondern die Arbeit in den Gewerken und die Teamfähigkeit. Dass das Theaterspielen am Stahnsdorfer Gymnasium so großgeschrieben wird, hat übrigens nichts damit zu tun, dass es nach einem Schauspieler, Moderator, Bühnen- und Kostümbildner (und Karikaturisten) benannt wurde. Theater habe, so Manuela Sissaki, schon vor der Namensgebung auf dem Programm gestanden.

„Schneewittchen“, Donnerstag, 31. Mai, 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr, für Kinder ab fünf Jahren und ihre Eltern oder größeren Geschwister, Eintritt: 3 Euro, Vicco-von-Bülow-Gymnasium, Stahnsdorf, Heinrich-Zille-Straße 30. „Die Welle“ wird dort am 27., 28. und 29. Juni um 18 Uhr gezeigt.

Am Gymnasium lernen mehr als 700 Schüler

Am Gymnasium in Stahnsdorf lernen derzeit mehr als 700 Schülerinnen und Schüler in 17 Klassen und zwei Kurssystemen.

Die Schule wurde als Gymnasium Stahnsdorf zum Schuljahr 2009/2010 gegründet und war zunächst in einem Gebäude in der Teltower Warthestraße untergebracht.

Nach Stahnsdorf zog das Gymnasium 2013. Dort erhielt es den Namen Vicco von Bülow.

Das Schulteam des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums besteht aus insgesamt 49 Lehrkräften.

16 AGs bieten den Schülern eine vielfältige kulturelle, sportliche und technische Beschäftigung an.

Von Stephan Laude

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