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Stahnsdorf Bündnisgrüne wollen einen Wochenmarkt
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Bündnisgrüne wollen einen Wochenmarkt
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02:26 20.04.2018
Der Frischemarkt an der Knesebeckbrücke in Teltow ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt Teltow, sagt Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD). Quelle: Stadt Teltow
Stahnsdorf

Einen Wochenmarkt wollen die Stahnsdorfer Bündnisgrünen in ihrem Ort etablieren. Die Gemeindeverwaltung soll prüfen, wo sich solch ein Markt aufstellen ließe und wer ihn betreiben könnte, heißt es in einem Antrag, über den die Gemeindevertreter morgen in ihrer nächsten Sitzung ohne Diskussion abstimmen sollen. „Uns haben mehrere Einwohner darauf angesprochen. Neben regionalen Frischewaren könnten auf diesem Markt auch Pflanzen getauscht werden“, stellt sich Thomas Michel vor. Er ist Sprecher des Basisverbandes sowie Fraktionschef der Bündnisgrünen im Gemeinderat und sieht den Markt auch als Treffpunkt der Stahnsdorfer und Identifikationsmöglichkeit mit der Gemeinde.

Auf dem Parkplatz hinter der Gemeindeverwaltung in der Annastraße wären am Samstag die Flächen für Marktstände und Kundenautos frei, überlegen die Grünen. Weitere Optionen wären der Dorfplatz oder eine Fläche am Busbahnhof Waldschänke. Als regionale Anbieter könnte die Gemeinde beispielsweise den Teltower Rübchenbauer Axel Szilleweit oder Erzeuger auf den Märkten am Bassinplatz sowie am Nauener Tor in Potsdam gewinnen.

„Vom Prinzip her ist es eine gute Idee“, lobt Georg Lehrmann, Vorsitzender des Regionalen Gewerbevereins Stahnsdorf-Kleinmachnow-Teltow. Sein Verein würde das Projekt unterstützen. Allerdings hatte dieser selbst bereits in den 1990-er Jahren mit dem Kreisbauernverband und einzelnen Erzeugern zwei Versuche unternommen, in Stahnsdorf einen Frischemarkt zu etablieren – ohne Erfolg. Der Markt wurde damals nicht angenommen. „Viele Stahnsdorfer haben selbst einen kleinen Acker hinter ihrem Haus.“ Der Dorfplatz und die Annastraße seien für einen Wochenmarkt zu abgelegen, und am Busbahnhof Waldschänke, an dem es viel Publikumsverkehr gebe, stünde dafür keine Freifläche mehr zur Verfügung.

Am Busbahnhof Waldschänke in Stahnsdorf (Archivfoto) herrscht reger Publikumsverkehr. Für einen Markt gibt es aber keine freien Flächen mehr. Quelle: Gemeinde Stahnsdorf/Stephan Reitzig

„Die Erzeuger müssen heute hofiert werden. Für 100 Euro Standmiete stellt sich niemand auf den Markt“, sagt Lehrmann. Außerdem seien die meisten Händler fast ausgebucht. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht müsse die Gemeinde den Markt mindestens drei Jahre lang finanziell stark unterstützen.

Doch auch die Verwaltung reagiert zurückhaltend. Sie habe in der Vergangenheit und in der näheren Umgebung festgestellt. dass sich Wochenmärkte ungeachtet ihres Standortes teilweise nur mühsam halten konnten, teilt Gemeindesprecher Stephan Reitzig mit. Lehrmann verweist zudem auf erfolgreiche Konkurrenten am Kleinmachnower Rathausmarkt und auf dem Krughofplatz, in Bergholz-Rehbrücke oder auch in Teltow.

Dort war der Wochenmarkt nach Misserfolg auf dem Marktplatz in der Altstadt 2010 auf den Parkplatz an der Knesebeckbrücke gezogen. Am Schnittpunkt dreier Hauptverkehrsadern ist er zur festen Einkaufsquelle der Teltower geworden, sagt Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD). „Seit einigen Tagen erweitert ein Kartoffelhändler das Frischeangebot aus der Region.“

Idee des Marktes gibt es schon einige Jahre

Der Markt in Stahnsdorf sollte traditionell an einem ersten Samstag im Monat stattfinden, schlagen die Bündnisgrünen vor.

Der Teltower Markt hat sein Angebot auf einen Dienstag gelegt und wird seitdem gut angenommen, sagt Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD).

Mit einem Wochenmarkt wollte eine Arbeitsgruppe Dorfplatz schon 2011/2012 Stahnsdorfs Mitte beleben.

Von Heinz Helwig

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