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Stahnsdorf MAZ-Leserin bedankt sich bei unbekanntem Ersthelfer
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12:07 16.07.2018
Eine Leserin bedankt sich bei Ihrem Ersthelfer. (Symbolbild mit Zitat) Quelle: MAZonline Collage
Stahnsdorf

Es ist nicht immer selbstverständlich, dass Menschen Erste Hilfe leisten, leider. Umso mehr freut es uns, solche Geschichten zu hören und auch weiter zu tragen.

Der Unfall – sachlich beschrieben

Am Nachmittag des 5. Juli kam es in Stahnsdorf im Bereich eines Kreisverkehrs zu einer Kollision zwischen einem Renault Pkw und einer Radfahrerin. Die 54-Jährige erlitt leichte Verletzungen im Kopf und Schulterbereich. Sie wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 200,-Euro.

Das sind die Informationen, die man aus dem Polizeibericht entnehmen kann, aber es gibt natürlich auch immer eine persönliche Geschichte hinter solchen Ereignissen.

Der Unfall – die menschliche Seite

Zum Glück ging der Unfall verhältnismäßig glimpflich aus. Der Radfahrerin geht es schon wieder relativ gut, sie musste nur eine Nacht im Krankenhaus bleiben. Sie hat uns beschrieben, wie sie den Unfall selbst erlebt hat:

„Ich fuhr im Kreisverkehr, wollte an der zweiten Ausfahrt wieder raus. Der Renault Trafic wollte aber schon an der ersten Ausfahrt raus, in deren Höhe ich mich gerade befand. Ich habe schon aus dem Augenwinkel gesehen, dass er mir sehr nahe kam und wohl abbiegen wollte. Habe noch versucht, ihm auszuweichen, aber das ist nicht wirklich geglückt.“

Aber eigentlich geht es um das, was nach dem Unfall geschah, denn gleich kam jemand und hat ihr geholfen. Und da wird es eine menschliche Geschichte:

Die Fürsorge eines völlig Fremden erleben

Der Name der Radfahrerin ist Kerstin Beyer, sie ist Krankenschwester, und auf einmal in einer Situation zu sein, in der man selbst Hilfe braucht und auch sofort jemand für sie da war – „ein völlig Fremder“ – das war eine neue Erfahrung für sie.

Seine Fürsorge hat ihr in der Situation sehr gut getan, darum ist es ihr ein Bedürfnis Danke zu sagen. Aus diesem Grund hat Frau Beyer hat uns eine Nachricht geschickt, mit der Bitte, sie zu veröffentlichen. Das machen wir hiermit sehr gern:

Danksagung von Kerstin Beyer

Am 5. Juli um 15.35 Uhr hatte ich in Stahnsdorf einen Fahrradunfall. Ich möchte mich auf diesem Wege ganz herzlich bei meinem unbekannten Helfer bedanken der bei mir blieb, bis ich sicher im Rettungswagen lag. Er war kurz nach dem Unfall zur Stelle, half mir von der Straße, sprach ruhig auf mich ein, legte mir einen Kopfverband an. Er war einfach da und das war sehr beruhigend für mich. Danke auch an die junge Frau, die ebenfalls Ihre Hilfe anbot.

Es gibt sie doch noch. Menschen die nicht wegschauen sondern helfen wenn ein anderer in Not geraten ist. Und es kann wirklich jedem von uns jeden Tag passieren, dass man durch einen Unfall oder eine akute Erkrankung in Not gerät und Hilfe benötigt. Und bitte keine Angst haben, etwas falsch zu machen. Die Zuwendung die ein Ersthelfer geben kann ist unglaublich hilfreich und tröstend.

Hiermit möchte ich mich auch für die schnelle, freundliche und kompetente Hilfe von Polizei und Rettungsdienst bedanken. Ich habe mich sehr gut betreut gefühlt.

Kerstin Beyer, Teltow

Wer ist der unbekannte Helfer?

Und vielleicht liest der unbekannte Samariter ja diesen Artikel? Das würde uns – und insbesondere Frau Beyer – sehr freuen! Und vielleicht mag er sich bei uns melden und seine Geschichte erzählen? Dann freuen wir uns über eine Nachricht an online@maz-online.de.

Von MAZonline

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