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Stahnsdorf Unter Atemschutz 770 Stufen hinauf gestürmt
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Unter Atemschutz 770 Stufen hinauf gestürmt
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09:23 18.05.2018
Stolze Feuerwehrmänner: Marcel Kraft (li.) und Marcus Lindner stürmten beim Treppenlauf unter Atemschutz 39 Etagen hinauf im Berliner Hotel „Park Inn“. Quelle: privat
Treuenbrietzen

Diesen Ausblick über die Berliner City haben sich Marcel Kraft aus Treuenbrietzen und Marcus Lindner aus Stahnsdorf sehr hart erkämpft. Für die beiden sportlichen Feuerwehrleute ist allerdings eher der Weg das Ziel.

Zum zweiten Mal haben die Mitglieder der Sondereinheit „Höhenrettung“ des Landkreises Potsdam-Mittelmark jetzt ihre große sportliche Kondition bewiesen. Beim Treppenlauf im Hotel „Park Inn“ am Alexanderplatz ging es hoch hinaus. Mehr als 800 Feuerwehrleute aus zwölf Ländern kämpften dort beim achten Berliner Firefighter Stairrun um Bestzeiten.

Unter Atemschutz über 110 Höhenmeter

In voller Einsatzkleidung und vor allem mit kompletter Atemschutztechnik müssen 110 Höhenmeter überwunden werden. Es zählt die Zeit, vor allem aber die Teamleistung. Über 770 Stufen geht es hinauf auf die Aussichtsplattform in der 39. Etage. Blickkontakt ist Pflicht und ab der 37. Etage dürfen die Partner nicht weiter als eine Armlänge voneinander entfernt sein.

Los geht´s: Unter Pressluftbeatmung wird der Treppenlauf über 110 Höhenmeter zur besonderen Strapaze für Marcus Lindner (re.) und Marcel Kraft. Quelle: privat

„Bis zur 30. Etage läuft es meist noch gut, dann wird es hart“, erzählt Marcel Kraft. Der 37-Jährige liebt sportliche Herausforderung. Bis zu sechs Halmarathons pro Jahr absolviert der Treuenbrietzener. Marathonlauf ist auch für den 46-jährigen Marcus Lindner sein regelmäßiges Fitnessprogramm.

Ortswehrführer will Vorbild sein

„Beim Treppenlauf geht es mir darum, mich mit anderen Feuerwehrleuten auch international zu messen und an meine Grenzen zu kommen“, sagt Marcel Kraft. Auch will der Ortswehrführer Vorbild sein für seine Kameraden in Treuenbrietzen.

Das gelang auch dieses Jahr mit einer guten Platzierung. Im Starterfeld der Oldies landete das Team Lindner/Kraft auf Rang 23. Das waren zwei Plätze und 30 Sekunden besser als im Jahr davor. Knapp elf Minuten brauchten die Mittelmärker Höhenretter für den schweren Weg. Die Besten Starter sind nach gut sechseinhalb Minuten auf der Aussichtsplattform.

Dort ging es rauf: Marcel Kraft (re.) und Marcus Lindner waren 2018 zum zweiten Mal als Team beim Treppenlauf unter Atemschutz. Im Hotel Park Inn ging es über 39 Etagen. Quelle: privat

Trainiert haben beide das Jahr über individuell. Äußerst schnell sein müssen die Feuerwehrleute schon bei der Anmeldung für den Treppenlauf. Sie ist nämlich stets innerhalb von 20 Sekunden ausgebucht. Als das geglückt war, wurde es ernst. Sechs Wochen vor dem Wettkampf werden drei Trainingstage im Hotel angeboten. Aber nur bis zur 29. Etage.

Scharf trainiert an drei Terminen

„Gelaufen sind wir erst in Sportkleidung, dann in Einsatzkluft mit Helm und Sauerstoffflasche aber ohne Maske“, erzählt Marcel Kraft. „Der Lauf selbst ist dann schon ein krasser Unterschied“, sagt der Treuenbrietzener. Er ist hauptberuflich als Rettungsassistent bei der Johanniter-Unfallhilfe am Ort tätig.

Die Erfahrung des Laufes möchte er nicht missen. Nun denkt er bereits darüber nach, sich auch für einen anderen Berliner Wettkampf für Feuerwehrleute anzumelden. Beim „Firefighter Combat Challenge“ geht es am ehemaligen Flughafen Tempelhof im direkten Wettlauf Mann gegen Mann über einen Parcours mit verschiedenen Aufgaben und Hindernissen.

Von Thomas Wachs

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