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Stahnsdorf Zweite Chance für die „Waldschänke“
Lokales Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf Zweite Chance für die „Waldschänke“
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13:49 13.10.2018
Erneut wurde die Traditionsgaststätte „Waldschänke“ in Stahnsdorf einem Bewerber angeboten. Vielleicht klappt es diesmal mit der ersehnten Wiedereröffnung des Lokals. Quelle: Archiv/Ute Sommer
Stahnsdorf

Die Chauhdry Food Traders (CFT) GmbH aus Berlin-Charlottenburg soll die Traditionsgaststätte „Waldschänke“ in Stahnsdorf übernehmen. In einer Sondersitzung am Donnerstag beauftragten die Gemeindevertreter mehrheitlich Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger), mit dem Lebensmittellogistiker über einen Pachtvertrag zu verhandeln. Die CFT GmbH beliefert Groß- und Einzelhändler sowie Restaurants und Hotels mit indischen und asiatischen Lebensmitteln und unterhält selbst einige Restaurants.

Die Neuvergabe der „Waldschänke“ wurde notwendig, nachdem die Verhandlungen mit dem ursprünglichen Favoriten gescheitert waren. Das indische RestaurantTaj Mahal“ in Stahnsdorf hatte zunächst den Zuschlag erhalten. Der Finanzausschuss der Gemeindevertretung hatte allerdings empfohlen, die Verhandlungen abzubrechen, nachdem der Gastwirt die Gemeinde gebeten hatte, ihm in dem Haus eine Wohnung für 50 000 Euro sanieren zu lassen. Solch ein Angebot sei nie Bestandteil der Ausschreibung gewesen, sagte Bürgermeister Albers am Donnerstag. Fraglich ist vielleicht auch, ob die Gaststätte nicht hätte neu ausgeschrieben werden müssen, nachdem sich die Gemeinde bereits für einen Bewerber entschieden und damit die anderen Kandidaten zunächst abgelehnt hatte.

Mit indo-italienischer Fusionsküche

Die CFT GmbH will in dem Restaurant eine sogenannte indo-italienische Fusionsküche anbieten. Die Außenfassade des Hauses soll nicht verändert werden und der Name „Waldschänke“ erhalten bleiben – eine Vorgabe aus der Ausschreibung. Innen müsse das Haus aber zu etwa 80 Prozent umgebaut werden, um das gastronomische Nutzungskonzept des Unternehmens verwirklichen zu können, sagt CFT-Geschäftsführer Mubarik Ahmad. Zwischen 80 000 und 120 000 Euro würde er in die Gaststätte investieren. Nach Gemeindeangaben werden indes wohl rund 214 000 Euro benötigt, um das Erdgeschoss sanieren zu können. Während es über den monatlichen Pachtzins von 2500 Euro offenbar Einvernehmen gibt, will Ahmad aber noch mit der Gemeinde über die Dauer des Pachtverhältnisses reden. Die Gemeinde hat den Zeitraum auf fünf Jahre festgesetzt und optional fünf weitere Jahre angeboten. „Das ist zu wenig, um vernünftig planen und entwickeln zu können. Wir brauchen einen Vertrag über mindestens 15 Jahre“, sagt Ahmad.

Bürger-Fraktion lehnt Vergabe ab

Gegen eine Vergabe der Traditionsgaststätte hatte sich am Donnerstag die Fraktion Bürger für Bürger (BfB) ausgesprochen, die auch den Bürgermeister stellt. „Es ist nicht Kernaufgabe der Verwaltung, Pachtverträge abzuschließen. Es hätte auch andere Wege gegeben, die ’Waldschänke’ für die Gemeinde zu nutzen“, sagt Fraktionsvorsitzender Gerald Maelzer, der auch den Sozialausschuss leitet. Die Fraktion könne sich in dem Gebäude auch ein Familienzentrum, ein Veranstaltungssaal für die Techno-Fangemeinde, die dringend eine Bleibe sucht, oder für die Senioren vorstellen, deren neuer Treffpunkt in der Lindenstraße schon jetzt ganz schön eng sei. Andere Gemeindevertreter hätten sich endlich einen gemeindeeigenen Versammlungsort gewünscht, in dem sich die Stahnsdorfer Vereine und Verbände zu ihren turnusmäßigen Beratungen treffen könnten.

Sollten sich Gemeinde und neuer Bewerber in den nächsten drei bis vier Wochen einigen, könnte der Pachtvertrag noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, heißt es.

Von Heinz Helwig

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