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Bauhofleiter kämpft weiter um Job

Arbeitsgericht vertagt Verhandlung gegen Stahnsdorfer Bürgermeister Bauhofleiter kämpft weiter um Job

Im juristischen Streit um die fristlose Kündigung des Stahnsdorfer Bauhofleiters Wolfgang Pfingsten hat das Arbeitsgericht Potsdam für den 17. November eine weitere Anhörung anberaumt. Zu dieser Sitzung soll Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) Zeugen benennen, die die Kündigungsgründe beweiskräftig belegen können.

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Zu einer weiteren Verhandlung treffen sich der Stahnsdorfer Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) und sein ehemaliger Bauhofleiter Wolfgang Pfingsten am 17. November vor dem Potsdamer Arbeitsgericht.

Quelle: dpa

Stahnsdorf. Der juristische Streit zwischen dem ehemaligen Leiter des Stahnsdorfer Bauhofs, Wolfgang Pfingsten, und Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) um die fristlose Kündigung geht weiter. Nachdem eine Verhandlung vor dem Potsdamer Arbeitsgericht dieser Tage ergebnislos beendet wurde, soll die Anhörung am 17. November fortgesetzt werden.

Beim jüngsten Kammertermin soll Pfingsten ein Vergleichsangebot des Gerichts abgelehnt haben. Für eine Abfindung in Höhe von rund 25 000 Euro sollte er auf seinen Job verzichten. Pfingsten habe sich noch nicht endgültig dazu positioniert, erklärte sein Anwalt Andre Appel. Der Jurist ist allerdings davon überzeugt, dass sein Mandat nicht darauf eingehen wird. „Er will nicht nur aus materiellen Beweggründen seine Arbeit wieder aufnehmen. Er fordert auch, dass sein beschädigter Ruf wieder hergestellt wird.“ Der frühere Bauhofleiter hatte sich neben seiner Arbeit in der Gemeinde auch gesellschaftlich unter anderem als Initiator des überregional bekannten Radrennens „Rund im Gewerbegebiet“ engagiert. Arbeitsrichterin Petra Eggebrecht bemängelte zudem, dass Bürgermeister Albers die fristlose Kündigung bislang nicht mit beweiskräftigen Gründen belegen kann.

Der Bürgermeister hatte seinen Bauhofleiter im März dieses Jahres kurzerhand gefeuert, weil „Gefahr im Verzug“ gewesen sei und um „Mitarbeiter zu schützen“, wie er durch seinen Pressesprecher seinerzeit mitteilen ließ. Zuvor war Pfingsten ein Hausverbot für sämtliche kommunale Einrichtungen erteilt worden. Konkrete Gründe hatte Albers aber in dem Kündigungsschreiben nicht angeführt. Es heißt, Pfingsten habe den Bürgermeister und weitere Mitarbeiter der Verwaltung „schwer beleidigt“. Ein Bauhofmitarbeiter soll die Vize-Bürgermeisterin Anja Knoppke handschriftlich über drei „Vorgänge“ informiert haben. Beide waren zum Kammertermin nicht erschienen. „Solche Äußerungen wurden weder wörtlich noch sinngemäß getroffen“, sagt Appel. Die Vorwürfe seien juristisch nicht haltbar.

Bis zur Sitzung am 17. November soll Bürgermeister Albers nun Zeugen benennen, die die Anschuldigungen gegen den Bauhofleiter stützen können.

Von Heinz Helwig

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