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Wahlplakat geknickt: Hat er oder hat er nicht?

Stahnsdorfer Bürgermeister beim Mitternachts-Wahlkampf Wahlplakat geknickt: Hat er oder hat er nicht?

Bis zuletzt treibt der Wahlkampf um den Posten als Bürgermeister in Stahnsdorf seine Possen. Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) wurde unlängst kurz vor Mitternacht beim Auswechseln seines Wahlplakates „erwischt“. Dass der CDU-Herausforderer darunter geknickt dreinschaut, bringt Albers in eine zweideutige Situation.

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Kurz vor Mitternacht tauschen Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger, unten) und Jan Schlichting das Konterfei des Amtsinhabers aus. CDU-Herausforderer Daniel Mühlner ist geknickt.

Quelle: Privat

Stahnsdorf. Bis zuletzt sorgt Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) im Wahlkampf für sonderbare Possenspiele. Nimmt schon sein Name auf dem Wahlschein den größten Platz ein, weil alle Unterstützer – auch die unbekannten – genannt werden mussten, so machte er sich jetzt am Montag kurz vor Mitternacht im Güterfelder Damm mit BfB-Mann Jan Schlichting an einem Lampenmast mit einem beschädigten Wahlplakat des CDU-Mitbewerbers Daniel Mühlner zu schaffen.

Bettina Driesener, Stahnsdorfer Unternehmerin und Sympathisantin des CDU-Kandidaten, musste auf dem Weg von einer Freundin mit ihrem Auto gleich zweimal an der Laterne vorbeifahren, um zu glauben, was sie sah. Sie stellte den Bürgermeister zur Rede. „Jetzt habe ich den Beweis, dass Sie Plakate beschädigt haben“, soll sie frohlockt und das Handy gezückt haben. Das Foto schickte sie der MAZ.

Bürgermeister weist Vorwürfe zurück und will Beweis haben

„Wir haben das Plakat nicht einmal berührt“, wehrt sich Albers. Er zieht ein Gegenfoto hervor, das beweisen soll, dass CDU-Mann Mühlner bereits geknickt war, als Albers zu ihm kam. „Meine Plakate waren heruntergerutscht. Ein paar Freunde haben die Kabelbinder wohl nicht fest genug gezurrt“, so Albers. Die leichten Folien würden ja auch schnell zusammenklappen. Eben nicht, widerspricht Driesener. Sie selbst hat für Mühlner Plakate angebracht und weiß als frühere Werbemanagerin, wie fest die Tafeln an den Masten sitzen müssen.

So soll das Plakat schon vorher ausgesehen haben

So soll das Plakat schon vorher ausgesehen haben.

Quelle: Privat

Dass Albers ausgerechnet im Schutz der Dunkelheit sein Gesicht erneuern will, obwohl er Urlaub hat, ist schon verwunderlich. Im Dunkeln ist halt gut munkeln. Doch der Bürgermeister mag die idyllische Ruhe am Abend, wo er sein Auto auf der Straße abstellen kann. Am Tage muss er Flyer verteilen, sagt er. Außerdem sei es auf den viel befahrenen Straßen zu gefährlich, die Lampenmaste hinaufzuklettern.

Daniel Mühlner nimmt’s gelassen: „ Dass es besonders viele geknickte Plakate von mir gibt, habe ich ehrlich gesagt noch nicht festgestellt. Schwund gehört wohl dazu. Aber mir ist aufgefallen, dass einige Plakate komplett weg sind, oft zwei Tage, nachdem sie aufgehängt wurden.“

Von Heinz Helwig

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