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Potsdam-Mittelmark Ein Dorf diskutiert über sein Ortszentrum
Lokales Potsdam-Mittelmark Ein Dorf diskutiert über sein Ortszentrum
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20:13 31.05.2017
So könnte das kleine Ortszentrum mit Feuerwehr (vorn), Dienstleistungszentrum (Mitte) und Wohnungsbau aussehen. Ganz links das vorhandene Gemeindezentrum. Quelle: Thilo Tolkmitt
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Stahnsdorf

Zu einer öffentlichen Diskussion über die Entwicklung der Freifläche neben dem Gemeindezentrum in der Annastraße hat Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) die Stahnsdorfer in einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend aufgerufen. Bis zum 15. Juni können sich die Einwohner schriftlich zu einem städtebaulichen Entwurf äußern, der im Foyer des Rathauses vorgestellt worden war. Zur Erinnerung hat die Verwaltung die Präsentation bis zur nächsten Kunstausstellung stehen lassen und eine Sammelbox bereit gestellt, in die die Meinungen eingeworfen werden können. „Natürlich können auch alternative Vorschläge zum vorliegenden Konzept unterbreitet werden“, ermuntert Albers zu einer regen Teilnahme an der Diskussion.

Die Gemeindevertretung Stahnsdorf hatte vor gut einem Dreivierteljahr auf Antrag der damaligen CDU/FDP-Fraktion den Bürgermeister beauftragt, ein Konzept für die Gestaltung der Nachbarfläche erarbeiten zu lassen, das ein Gebäude mit einem multifunktionalen Bürgersaal und einer Gemeindebibliothek einschließt, die durch einen Verbindungsbau an das bestehende Gemeindezentrum angeschlossen werden. Außerdem sollte der Entwurf senioren- und sozial orientierten Wohnungsbau, Kleingewerbe und Dienstleistungen sowie einen Bolzplatz enthalten.

Das vorliegende Ideenkonstrukt hat der frühere Baustatiker Reinhard Knote in seiner Freizeit entworfen und Bürgermeister Albers angeboten. „Ich fand es wichtig, dass Fachleute in die Politik eingreifen“, bezieht er sich auf frühere Diskussionen um den Standort. Knote saß als sachkundiger Einwohner im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss. Alle Elemente des Entwurfs hat er von realen Beispielen abgeleitet oder früher selbst umgesetzt.

Die viergeschossigen Punktwohnhäuser hat Knote einer Fachzeitschrift entnommen, die über ein Wohnprojekt in Bremen berichtete. Das Architekturbüro sitzt in Berlin-Moabit. Zwischen 50 und 100 barrierefreie Wohnungen wären denkbar, auf deren Grundrissen sich variabel ein oder mehrere Zimmer einrichten ließen.

Beim Dienstleistungs- und Gewerbekomplex schlägt er eine Markthallenstruktur vor, die auf Stahnsdorf zugeschnitten werden kann. Etwa 100 Stellplätze könnten im Untergeschoss in einem Parkhaus entstehen, dass seitlich offen wäre. Das Dach des Eingeschossers ließe sich begrünen und mit vier Seniorenappartements bebauen. Im Dienstleistungskomplex würde nicht allein für diese Appartements eine Sozialstation integriert.

Um den Bau des Nachbargebäudes mit Bibliothek, Bürgersaal und dem Feuerwehrdepot darunter würde sich die Gemeinde selbst kümmern, sagt Bürgermeister Albers. Für die übrigen Bereiche könnte Stahnsdorf Investoren finden, die die Pläne umsetzen wollen.

In der öffentlichen Präsentation am Dienstag hatten die Stahnsdorfer den Entwurf zunächst mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Vor allem um die gestalterische Verträglichkeit des Viertel mit den umliegenden Wohnhäusern und um den zweifellos zunehmenden Verkehr sorgten sich die Leute.

Obwohl die CDU-Fraktion mit ihrem Antrag den Auftrag für diesen Entwurf auslöste, wird er besonders wegen des integrierten Feuerwehrdepots umstritten bleiben. Erst unlängst hatten CDU und SPD in Stahnsdorf deutlich daran erinnert, dass es für sie eine Feuerwehr mitten in einem Wohngebiet nicht geben wird. Beide halten nach wie vor am Standort Güterfelder Damm fest. Doch der wird bislang von der Forstbehörde abgelehnt.

Die Kosten für die Entwicklung der Fläche sind noch völlig offen

Die gesamte Freifläche hat eine Größe von knapp 2,7 Hektar.

Die Kosten für die Entwicklung lassen sich erst nach einem konkreten Projektentwurf eines Planungsbüros beziffern, sagt Bürgermeister Albers.

Den Entwurf will Albers nun an alle Gemeindevertreter versenden. Nach der Sommerpause soll konkret darüber diskutiert werden.

An der Präsentation nahmen etwa 50 Stahnsdorfer teil.

Von Heinz Helwig

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