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Starkregen setzt Reha-Klinik unter Wasser

Unwetter-Folgen in Bad Belzig Starkregen setzt Reha-Klinik unter Wasser

Evakuierung in der Klinik: Ein Bettenhaus der Reha-Klinik „Hoher Fläming“ am Rand von Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) stand nach dem Starkregen am Dienstagabend knöcheltief unter Wasser. 23 Patienten mussten in Sicherheit gebracht werden. Es ist nicht die einzige Folge der Wetterkapriolen am Dienstagabend und Mittwochvormittag.

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Knöcheltief steht das Wasser am Bettenhaus der Reha-Klinik „Hoher Fläming“ in Bad Belzig

Quelle: FFW Bad Belzig

Bad Belzig. Zum Glück nicht einmal nasse Füße haben sich die Patienten der Rehabilitationsklinik „Hoher Fläming“ am Dienstagabend geholt. Jedoch ist das Erdgeschoss eines Bettenhauses bei dem extremen Wolkenbruch innerhalb kurzer Zeit knöcheltief mit Wasser vollgelaufen. 23 Menschen mussten ihr Zimmer räumen und mit den auf die Schnelle zusammengepackten nötigsten Dingen in Sicherheit gebracht werden, sagte Verwaltungschefin Kathrin T. Eberhardt. Ärzte, Schwestern und weitere Angestellte des Hauses und die Feuerwehr hätten gut Hand in Hand gearbeitet: „Niemand ist ernsthaft in Gefahr geraten“, sagt Eberhardt. Zwischenzeitlich wurde per Hubschrauber nach einer Vermissten gesucht, die sich jedoch zu Besuch im Hotel Springbachmühle aufhielt.

Derweil versuchten die Feuerwehrleute die Wassermassen abzupumpen, was sich bei dem Starkregen sehr schwierig war. „Es floss schneller nach als ab“, schildert Rapahel Thon, Einsatzleiter der Bad Belziger Feuerwehr. „So etwas habe ich noch nicht gesehen.“ Thon konnte auf die personelle und technische Unterstützung aus fast zwei Hand voll Ortswehren, inklusive Dahnsdorf, bauen. Zumal insbesondere in der Kernstadt im Verlauf des Dienstagabends fast ein Dutzend mal Alarm geschlagen wurde, weil Keller und Garagen unter Wasser standen oder Kanalschächte überliefen, sagte Stadtwehrführer Olaf Beelitz. Teilweise blieb der Polizei nicht mehr übrig, als die überschwemmten Straßen vorübergehend zu sperren.

Dermaßen heftig hatte es schon lange nicht mehr geregnet. 36 Liter je Quadratmeter in weniger als 24 Stunden hat Hobbymeteorologe Joachim Raesch in Wiesenburg gemessen. Das wäre weit mehr als die Hälfte der für einen ganzen Juni üblichen Menge von 53 Litern je Quadratmeter.

Besonders heftig hat es die Orte an der B 102 erwischt: „Vor Schwanebeck hat sich das Wasser bergauf bewegt“, berichtet Einsatzleiter Raphael Thon. Am Mittwoch Vormittag hieß es dann weiter nördlich: Land unter. In Ragösen erneut vom so genannten Polz und in Lütte von der Lindenstraße spülte es Schlamm und Geröll in die Ortsmitte. Anwohner versuchten Sperren mit Sandsäcken zu bauen oder schon Schäden zu beseitigen. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes leisteten Hilfe.

Ähnlich die Lage in der Reha-Klinik. Dort hatten die Feuerwehrleute bis kurz vor Mitternacht gewirkt, um den Zufluss einzudämmen und mit Schneeschiebern wieder etwas für Freiraum zu sorgen. „Außerdem gab es Unterstützung vom Krankenhaus und von Hotels, wo einige Patienten einquartiert wurden“, sagte Klinikchefin Eberhardt. Am Mittwochnachmittag war sie noch damit befasst, Sachschäden zu erfassen und zu regulieren. Die Höhe lässt sich ihren Angaben nach noch nicht beziffern.

Von René Gaffron

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