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Potsdam-Mittelmark Stau-Chaos nach Unfallserie auf der A 9
Lokales Potsdam-Mittelmark Stau-Chaos nach Unfallserie auf der A 9
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17:06 16.05.2017
Fünf Lastwagen krachen am Dienstag auf der A 9 zusammen. Darunter ein mit Spirituosen beladener Sattelzug, der auch einen Autotransporter rammte. Quelle: Julian Stähle
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Brück/Beelitz

Drei zum Teil schwer verletzte Kraftfahrer sowie ein enormer Sachschaden sind die Bilanz einer Unfallserie vom Dienstagvormittag auf der Autobahn 9. Daran waren insgesamt fünf Lastwagen beteiligt.

Zwischen den Anschlussstellen Beelitz und Beelitz-Heilstätten fuhren in Richtung Potsdam gegen 9.45 Uhr eine Sattelzugmaschine aus Berlin mit einem Auflieger aus dem Landkreis Teltow-Fläming an einem Stauende vor der Baustelle der künftigen Wildbrücke ungebremst auf einen langsam vorausfahrenden Tanklaster aus der Hansestadt Wismar auf. Der mit Holzpellets beladene Tanklaster wurde von der Autobahn herunter in den Straßengraben geschoben.

Bei Beelitz-Heilstätten schiebt ein Sattelzug einen mit Holzpellets beladenden Tanklaster von der Autobahn in den Straßengraben. Quelle: Julian Stähle

Der 60 Jahre alte Fahrer des Berliner Lastwagens, der Europaletten mit Metallteilen geladen hatte, wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Feuerwehrleute mussten ihn mühsam aus der vollkommen zerstörten Kabine befreien. Ein Rettungshubschrauber landete an der Unfallstelle, um den Schwerverletzten zu versorgen. Er wurde sodann ins Klinikum nach Brandenburg an der Havel geflogen. Der 50 Jahre alte Fahrer des vorderen Lasters erlitt ein Schleudertraum. Er kam ebenfalls ins Krankenhaus. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf circa 250 000 Euro.

Per Rettungshubschrauber wird ein schwer verletzter Lkw-Fahrer ins Klinikum geflogen. Quelle: Julian Stähle

Die Fahrbahnen der Autobahn 9 in Richtung Berlin musste bis 12 Uhr komplett gesperrt werden. „Der Verkehr staute sich sehr schnell mehrere Kilometer weit zurück“, berichtet Axel Schugardt, ein Sprecher der Polizeidirektion West.

Probleme auch auf den Umfahrungsstrecken

Die Polizei leitete Autos an der Anschlussstelle Beelitz von der Autobahn herunter. Zeitweise reichte der Rückstau bis zur Anschlussstelle Brück als letzte freie Ausfahrt zurück. Die Gegenrichtung war von dem Unfall und den Staus nicht betroffen. „Auf allen Umleitungs- und Ausweichstrecken kam es zu einem starken Verkehrsaufkommen und dementsprechend auch zu Beeinträchtigungen“, berichtet Schugardt.

Ab circa 12 Uhr konnte zunächst lediglich die linke Fahrspur wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Bergungsarbeiten und Staus dauerten bis in den Nachmittag hinein an.

Metallteile aus der Ladung eines Sattelzuges verteilten sich im Straßengraben. Quelle: Julian Stähle

Unterdessen kam es gegen 11.10 Uhr im Rückstau des ersten Lkw-Crashs zu einem weiteren schweren Auffahrunfall mit drei beteiligten Sattelzügen zwischen den Anschlussstellen Brück und Beelitz in Richtung Norden.

Etwa vier Kilometer vor der Anschlussstelle Beelitz hatte der 44-jährige Fahrer eines Volvo-Sattelzuges aus Litauen das Stauende zu spät bemerkt. Er versuchte noch abzubremsen und auf den Standstreifen auszuweichen. Dabei rammte er einen auf dem rechten Fahrstreifen stehenden schwedischen Sattelzug mit österreichischem Auflieger sowie einen noch vor diesem stehenden Sattelzug aus Portugal mit einem Auflieger aus Spanien.

Bergungsarbeiten dauern bis in den Nachmittag an

Der Unfallverursacher wurde dabei schwer verletzt in seinem Fahrerhaus eingeklemmt. Feuerwehrleute befreiten ihn. „Er war ansprechbar und kam in ein Potsdamer Krankenhaus“, berichtet Polizeisprecher Axel Schugardt.

Der Laster aus Litauen hatte Wein und Sekt geladen, der schwedische Sattelzug Metallteile und der Sattelzug aus Portugal war mit Gebrauchtfahrzeugen beladen. Unter diesen wurde ein Fahrzeug beschädigt. Die Höhe des insgesamt bei dem zweiten Unfall entstandenen Schadens beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 100 000 Euro. „Die Autobahn war für etwa zwei Stunden abermals voll gesperrt. Danach konnte der Verkehr zunächst auf einer Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden“, erklärt der Polizeisprecher. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten dauern auch dort mehrere Stunden bis in den Nachmittag hinein an. Die Fahrzeuge stauen sich zeitweise bis zur Anschlussstelle Brück/Linthe zurück.

Von Thomas Wachs

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