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Potsdam-Mittelmark A-10-Stau: Nachtschichten sollen Entlastung bringen
Lokales Potsdam-Mittelmark A-10-Stau: Nachtschichten sollen Entlastung bringen
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17:24 18.06.2016
Dauerstau: Der Raum zum Einfädeln von der A 115 auf die A 10 soll entzerrt werden. Quelle: : euroluftbild/Robert Grahn
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Potsdam-Land

Die Planungsgesellschaft Deges, die für den Bund den Ausbau der südlichen A 10 managt, reagiert auf das Stauchaos und den Protest der Bürgermeister aus staugeplagten Kommunen. Die an der nördlichen Fahrbahn noch notwendigen Einrichtungsarbeiten wie das Aufstellen von temporären Lärmschutzwänden sollen nun ab Montag in die Nachtstunden verlegt werden. Das bedeutet, dass die Reduzierung auf zwei Spuren nur noch in der weniger verkehrsreichen Zeit zwischen 20 und 5 Uhr erfolgt und tagsüber die Fahrzeuge über drei Spuren je Richtung rollen.

Bürgermeister-Reaktionen und Verzögerung bei Schutzwänden

„Ich hoffe, dass unser Protestbrief zum Umdenken geführt hat und die Maßnahmen die Kommunen entlasten“, sagte Beelitz’ Bürgermeister Bernhard Knuth. „Ich begrüße jede Reaktion, die zu einer Verbesserung führt“, so Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU). Greifen Verbesserungen an der Nahtstelle von A 115 und A 10, „entlastet das Saarmund und Langerwisch“.

Das Aufstellen temporärer Lärmschutzwände, die Anwohner in der Bauzeit schützen, dauert laut Deges wegen logistischer Probleme länger. „In dieser Form werden temporäre Lärmschutzwände in Deutschland zum ersten Mal eingesetzt“, so Holger Behrmann von der Deges. Auf der Südfahrbahn sollen die Arbeiten am 20. Juni abgeschlossen sein, auf der Nordfahrbahn am 11. Juli.

Wie berichtet, hatten fünf Bürgermeister von Kommunen im A-10-Umfeld in einem Brief scharf kritisiert, dass die Beschränkung auf zwei oder gar eine Spur je Richtung anders als angekündigt nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel sei. Die wiederholten Einengungen hatten auf Straßen im Autobahn-Umfeld zu massiven Staus geführt und das öffentliche Leben etwa in Beelitz, Saarmund und Langerwisch zeitweise lahmgelegt. „Wir wählen für die Komplettierung des temporären Lärmschutzes die Nachtstunden, obwohl die Arbeiten dann langsamer, aufwändiger und unter schwierigeren Sicherheitsvorkehrungen erfolgen. Aber nur so können wir die Einschränkungen und Belastungen für die Verkehrsteilnehmer verringern“, sagte der Deges-Projektverantwortliche Holger Behrmann.

südlicher Ring, Ausbau, A10

Die Nachtschicht gilt für das Aufstellen der Schutzwände auf der nördlichen Fahrbahn. Diese Arbeiten dauern wohl bis 11. Juli an. Auf der südlichen Fahrbahn in Richtung Dreieck Nuthetal sollen diese Einrichtungsarbeiten bis Montagabend abgeschlossen sein, so dass dort ab 21. Juni der Verkehr wieder auf drei Fahrstreifen fließen kann, ohne nachts arbeiten zu müssen.

Sprecher Michael Zarth kündigte zudem an, die Deges wolle in Kooperation mit der Verkehrsbehörde und der Polizei die Führung des Verkehrs von der A 115 auf die A 10 am Dreieck Nuthetal verändern, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Einzelheiten könnten erst nächste Woche nach Vorliegen der entsprechenden Entscheidung der Verkehrsbehörde mitgeteilt werden, so Zarth. Wahrscheinlich ist, dass der Raum beim Einfädeln von der A 115 aus Richtung Berlin und Potsdam auf die A 10 entzerrt und auf zwei Einfädelspuren erweitert wird. Derzeit gibt es nur eine Einfädelspur, was zu täglichen Rückstaus auf der A 115 führt. In der Folge verlassen viele Fahrzeuge in Saarmund die Autobahn und fahren über die L 77 zur B 2. Das sorgt zu Staus zwischen Saarmund und Langerwisch bis zur B-2-Kreuzung.

Von Jens Steglich

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