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Stauwarnsysteme kommen nicht vor 2020

Autobahn 2 Stauwarnsysteme kommen nicht vor 2020

Schwere Verkehrsunfälle auf der A2 haben in den vergangenen Wochen die Region erschüttert. Nach dem Tod zweier Feuerwehrmänner bei einem Einsatz dort kam die Unfallkommission zu einer Sondersitzung zusammen. Doch weitere Stauwarnsysteme wird es frühestens 2020 geben.

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Weitere elektronisches Stauwarnsysteme wie hier an der Autobahn 2 bei Hannover wird es in Brandenburg nicht vor 2020 geben

Quelle: dpa

Mittelmark. Die Zahl der Verletzten und Toten auf der Autobahn 2 zwischen dem Dreieck Werder und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt hat sich in diesem Jahr teilt deutlich erhöht. Auch Uwe Roßner, Leiter der Feuerwehr Ziesar, spricht von einer zunehmenden Zahl schwerer Unfälle auf diesem Autobahnabschnitt, insbesondere mit Lkw. Nach Angaben von Axel Schugardt, Sprecher der Polizeidirektion West, kamen zwischen dem 1. Januar und dem 20. September vier Menschen auf dem hiesigen Abschnitt der Autobahn 2 ums Leben.

66 Männer, Frauen und Kinder erlitten Verletzungen. Im gleichen Abschnitt des Vorjahres starb dort ein Mensch und 63 Personen zogen sich Verletzungen zu. Zwischen Jahresbeginn und 20. September zählt die Polizei 356 Verkehrsunfälle auf der A 2, davon 127 mit Lastwagen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres rückten Rettungskräfte zu 406 Unfällen aus, in 149 Fällen waren dabei Lastwagen verwickelt.

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Zwei Feuerwehrmänner bei Einsatz auf der A 2 tödlich verunglückt: Am 5. September 2017 erkannte ein Lkw-Fahrer eine Unfallstelle zu spät, erfasste ein Polizeiauto, geriet ins Schleudern und prallte gegen ein Feuerwehrauto. Dieses kippte und fiel auf die Einsatzkräfte vor Ort.

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Vor dem Hintergrund des Unfalls mit zwei getöteten Feuerwehrmännern am 5. September kam jetzt die Unfallkommission zu einer Sondersitzung zusammen. Das bestätigte Steffen Streu, Sprecher des Landesverkehrsministeriums. Um die Sicherheit auf der Autobahn 2 und auch auf der A 9 zu erhöhen, werden laut Streu „momentan die automatische Verkehrsdatenerfassung“ eingerichtet. „Dazu werden an den Anschlussstellen und der Hauptfahrbahn Schleifen eingelegt.“ Dadurch werden automatische Verkehrswarnmeldungen für die Landesmeldestelle der Polizei erzeugt.

Erst ein modernes Stauwarnsystem auf der A2

Drei Jahre lang werden diese Daten ausgewertet, sprich bis Mitte 2020. „Dann könnte – und dies ist eine Vorgabe des Bundesverkehrsministeriums – bei Bedarf eine Verkehrsbeeinflussungsanlage beantragt werden. Durch solche Anlagen können Unfall- und Stauwarnungen, Tempolimits, zeitweise Überholverbote elektronisch auf Tafeln übermittelt werden.

Das Landesamt für Straßenwesen verweist darauf, „dass eine elektronische Verkehrsbeeinflussungsanlage, die variable Eingabetext ermögliche und für die Verkehrsteilnehmer sehr gut erkennbar sei, bereits vor Jahren entlang der A 2 installiert wurde. Das teilt Behördensprecherin Cornelia Mitschka mit. Tatsächlich gibt es auf dem rund 50 Kilometer langen Abschnitt der A 2 im Land Brandenburg eine einzige solcher Anlagen und diese steht nahe dem Dreieck Werder.

Das Landesamt betont, dass bei den schweren Lkw-Unfällen der vergangenen Wochen der Leiter der Autobahnmeisterei Werder vor Ort gewesen sei und an der Einsatzleitung mitgewirkt habe. Hintergrund ist der Vorwurf des Amtsbrandmeisters von Niemegk, Tino Bastian, die Straßenmeistereien seien erst nach bis zu zwei Stunden mit Schilderwagen vor Ort. Streu verweist auf mobile Stauwarner vor Baustellen, die eingesetzt werden würden. Auch im Bereich Magdeburg gäbe es eine elektronische Stauwarnanlage.

Von Marion von Imhoff

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