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Potsdam-Mittelmark Stefan Paul ist der neue Leiter des Kreisarchivs
Lokales Potsdam-Mittelmark Stefan Paul ist der neue Leiter des Kreisarchivs
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12:49 15.11.2017
Stefan Paul liebt Akten – und die Ruhe, die ihn im Archiv umgibt.
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Bad Belzig

 Stefan Paul war schon einmal im Bad Belziger Kreisarchiv tätig. Das war vor drei Jahren, als Vertretung für eine verhinderte Kollegin. Eine fruchtbare Zeit, denn aus dieser Tätigkeit resultierte eine langer Aufsatz in den „Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft“. In Heft 387 der an der Berliner Humboldt-Universität (HU) erscheinenden Zeitschrift wird die Bibliothek des Kreisarchivs auf 26 Seiten vorgestellt. Paul macht in dem Text deutlich was zu tun ist, um die Nutzbarmachung zu erleichtern.

Damals hat der heute 36-jährige nicht geahnt, dass er hier eines Tages eine Festanstellung finden wird. Im Mai war es dann aber so weit - seitdem leitet er das im Keller der Kreisverwaltung befindliche Archiv.

Nutzer sind Ahnenforscher und Dorfchronisten

„Der Job macht Spaß“, sagt er etwas salopp und freut sich vor allem über die Nutzer – zu denen Ahnenforscher aber auch Dorfchronisten gehören. „Meine Idee ist, hier zu bleiben. Ich will das Archiv nach und nach kennen lernen und wieder Ordnung schaffen“, sagt Stefan Paul. Insgesamt liegen im Endarchiv Akten, die aneinandergelegt eine Länge von anderthalb Kilometern ergeben. Im Verwaltungsarchiv sind es noch einmal fünf Kilometer.

„Es ist einiges durch die Veränderungen aufgelaufen und muss geordnet werden“, erklärt der Archivar aus Leidenschaft. Etwa 100 laufende Meter Akten warten auf Bearbeitung. Paul weiß, dass zuerst die Pflicht zu erledigen ist, bevor es an die Kür gehen kann. „Es ist sicher schöner, eine alte Akte mit Siegel zu bearbeiten, als neue Akten zu ordnen – aber auch das muss gemacht werden.“

Sein Abitur hat der Familienvater in Berlin gemacht – und die Hauptstadt auch danach nicht verlassen. Studiert hat Paul an der HU, wohnt jetzt in Strausberg. „Allerdings pendle ich nicht täglich, sondern bin die Woche über in Bad Belzig“, sagt er. Er würde sich freuen, wenn er für sich, seine Lebensgefährtin und das Kind eine bezahlbare Wohnung im Fläming finden könnte – denn die Familie fehlt ihm.

In seiner Freizeit liest Stefan Paul gerne ein Buch

An den Abenden ohne seine Lieben geht er gern durch die Stadt spazieren. Er erfreut sich an kleinen Entdeckungen und versteckten Gassen. „Ich mag diese verwinkelten und versteckten Fußpfade“, sagt er lächelnd. Im Alltag hat er mit Akten und Menschen aus der Region zu tun und glaubt, zu Fuß alles viel besser kennen lernen zu können. Er hat auch schon Kontakte zur Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark aufgebaut, nimmt ab und zu an den Sitzungen teil.

Wenn jetzt die Abende länger werden, wird man ihn häufiger mit einem Buch in der Hand auf dem Sofa oder am Küchentisch antreffen. „Ich lese viel – von Science Fiction bis zu den Klassikern. Nur Krimis nicht“, erzählt Stefan Paul. Was er auf jeden Fall nicht mag, ist beim Lesen Musik zu hören – das störe ihn. „Ich mag die Stille, vielleicht bin ich deshalb so gern im Archiv“, lächelt der junge Mann.

Von Andreas Koska

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