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Steinzeitlicher Blick auf die Blütenstadt

Werder Steinzeitlicher Blick auf die Blütenstadt

Besondere Ehre zum 700. Geburtstag der Stadt Werder: Die Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg hält ihre Jahrestagung vom 12. bis 13. Mai diesmal in der Blütenstadt ab. Auf der Tagesordnung stehen verschiedene Vorträge. Auch Funde, die in Werder und Umgebung gemacht wurden, werden dabei ausgestellt.

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In Werder gefunden: Diese Abbildung zeigt einen Gürtelhaken aus der Eisenzeit und Halring-Fragmente.

Quelle: BLDAM

Werder. In diesem Jahr steht in Werder alles im Zeichen des 700. Geburtstags. Die Blütenstadt feiert den Jahrestag der Ersterwähnung, doch die heutige Gemarkung ist schon von Jägern und Sammlern während der Mittelsteinzeit (etwa 8500 bis 5000 v. Chr.) genutzt worden. Dies belegt der Fund einer Pfeilspitze aus Geweih, wie die Stadt mitteilte.

Aus der Jungsteinzeit (etwa 5000 bis 2200 v. Chr.) sind eine ganze Reihe von Fundstellen bekannt, die auf eine dichte Besiedlung und Sesshaftigkeit verweisen: Feuersteinabschläge, eine durchbohrte Felsgesteinaxt oder ein Feuersteinmeißel. Auch aus der Bronzezeit, der vorrömischen Eisenzeit, der slawischen Epoche und der Zeit davor haben die Archäologen immer wieder Belege für menschliches Wirken gefunden.

„700 Jahre sind nicht genug“

Das 700. Stadtjubiläum nimmt der Verein der Archäologischen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg nun zum Anlass, ihre Jahrestagung am 12. und 13. Mai im Schützenhaus in Werder, Uferstraße 10, zu veranstalten. Im Abendvortrag am Freitag, 12. Mai, um 19 Uhr wird es ausschließlich um die archäologische Sicht auf die Blütenstadt gehen. Der Titel des Vortrags von Jens Henker und Thomas Kersting lautet: „700 Jahre sind nicht genug“. Funde aus der Umgebung Werders werden am Veranstaltungsort ausgestellt. Der Eintritt ist frei.

Am Sonnabend, dem 13. Mai, werden aktuelle Funde und Forschungen aus Berlin und Brandenburg vorgestellt. Dazu sind auch alle interessierten Bürger und diejenigen eingeladen, die keine Mitglieder sind. Die Teilnahme an dieser Tagung kostet 15 Euro. Die verschiedenen Vorträge ranken sich unter anderem um Themen wie das älteste Gräberfeld Brandenburgs in Groß Fredenwalde (Uckermark), Forschungen zur frühen Eisenverhüttung auf dem Teltow, Nachbau und Nutzung eines slawischen Einbaumes aus Ziesar und neue brandenburgische Münzschatzfunde.

Stadtführung mit anschließender Busexkursion

Die Exkursion am Sonntag, dem 14. Mai, beinhaltet eine Stadtführung und die anschließende Busexkursion, an der ebenfalls Interessierte teilnehmen können. Die Gebühr dafür beträgt 15 Euro.

Nähere Informationen zur Tagung und Anmeldeformulare gibt es auf der Internetseite der Archäologischen Gesellschaft unter www.agibb.de/veranstaltungen/jahrestagung/ Anfragen per E-Mail an: info@agibb.de.

Von Luise Fröhlich

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