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Sterntaler regnen für Bewegungsfreude

Benken Sterntaler regnen für Bewegungsfreude

Die MAZ-Weihnachtsaktion des Fläming-Echos unterstützt dieses Jahr die Benkener Wohnstätte „Hoher Fläming“ für mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche. Die Sterntaler-Spenden sollen regnen für ein Fitnessgerät sowie Hilfsmittel für die Physiotherapie. Das wünschen sich die Bewohner, um auch im Winter ihren Bewegungsdrang stillen zu können.

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Der Therapiebereich der Wohnstätte kann neue Geräte gebrauchen. Darauf freuen sich Alexander (11), Doreen Dikall, John (13) und Timothy (13) sowie Ray Herbke und Dagmar Schulze (v. l. n. r.)

Quelle: Thomas Wachs

Benken. In der Villa Morgentau ist immer was los. Doch jetzt in der Vorweihnachtszeit herrschen besonders viel Betriebsamkeit und Anspannung bei den Kindern und Jugendlichen sowie ihren Betreuern. Plätzchen wollen gebacken und kleine Geschenke für die Eltern daheim hergestellt werden. Und dann ist da ja auch noch der gesellige Weihnachtsmarkt vorzubereiten. Er findet am 15. Dezember – nun schon zum achten Mal – auf dem großen Waldgrundstück etwas abseits des Dorfes Benken statt.

In Trägerschaft der Miteinander gGmbH hat dort auch die Wohnstätte Hoher Fläming ihr Domizil. Sie bietet 17 Kindern und Jugendlichen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen Platz zum Leben in zwei Wohngruppen.

Sport gehört zu Therapie und Freizeit

Für diese Bewohner im Alter von elf bis 22 Jahren sollen in diesem Jahr die Sterntaler regnen aus der traditionellen Weihnachtsaktion der MAZ-Redaktion des Fläming-Echos. Alle MAZ-Leser der Region sind aufgerufen, von nun an das Spendenkonto zu Gunsten der Wohnstätte wieder reichlich zu füllen. Große und auch ebenso wertvolle kleine Spenden sind willkommen, damit ein größerer, gemeinsamer Wunsch der Bewohner erfüllt werden kann. Um den Bewegungsdrang vieler Bewohner zu stillen, soll ein Fahrradtrainer für die Villa Morgentau angeschafft werden. Zudem werden Hilfsmittel für die Physiotherapie benötigt, die das Wohlbefinden der Bewohner steigern. Dazu sind zum Beispiel auch neue Gewichtsdecken willkommen, die zur Wahrnehmung des eigenen Körpers beitragen.

Spendenkonto ist eröffnet

Die MAZ sammelt im Zuge der Weihnachtsaktion „Sterntaler“ alljährlich Spenden.

Diesmal zugunsten der Wohnstätte „Hoher Fläming“ in Benken für Kinder und Jugendliche mit geistigen und mehrfachen Behinderungen. Benötigt wird dort ein Heimtrainer und Geräte für die Bewegungstherapie.

Das Spendenkonto wird verwaltet von der Miteinander gGmbH als Kontoinhaber.

Es läuft bei der Bank für Sozialwirtschaft unter der IBAN: DE88 100 205 000 003 373 300 mit dem Verwendungszweck MAZ-Sterntaler.

Auf Wunsch können auch Spendenquittungen ausgestellt werden.

Die MAZ möchte die Namen der Spender im Laufe der Aktion von Zeit zu Zeit veröffentlichen.

Wird das nicht gewünscht, werden die Spender gebeten, dies beim Verwendungszweck zu vermerken.

„Im Sommer nutzen wir sehr viel unser schön großes Grundstück für Bewegung an frischer Luft“, erzählt Dagmar Schulze. Reiten, Radfahren und andere Sportarten stehen dann auf dem Freizeitprogramm. „Im Winter ist das jedoch nicht immer möglich“, erklärt die Leiterin der Wohnstätte „Hoher Fläming“. Dann geht es in die Therapieräume, um für Bewegung zu sorgen.

Auch ehreamtliche Helfer in Aktion

Verlassen können sich die 14 Kollegen der Wohnstätte, die rund um die Uhr im Schichtdienst arbeiten, seit Jahren auch auf einige ehrenamtliche Helfer. „Sie bieten willkommene Unterstützung unter anderem bei Tätigkeiten im Haushalt, bei der Freizeitgestaltung und als Begleiter bei Ausflügen“, erzählt Dagmar Schulze. Mit 17 Bewohnern, von denen fünf auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist das immer eine besondere Herausforderung. Dennoch ging es kürzlich mit einigen Bewohnern zum Weihnachtstheater nach Magdeburg. „Das war für alle ein großes Abenteuer, weil wir erst spät am Abend wieder zurück waren“, erzählt Ray Herbke. Der Heilerziehungspfleger ist schon lange Jahre im Haus tätig und leitet dort eine Wohngruppe.

Auch wenn in der Villa Morgentau familienähnliche Strukturen geboten werden, „können und wollen wir die eigentliche Familie nicht ersetzen“, sagt Dagmar Schulze. Doch manche Bewohner haben gar keinen Kontakt zu ihren Eltern. „Andere fahren regelmäßig an Wochenende nach Hause und leben die Woche über hier wie in einem Internat“, erzählt die Leiterin.

Heilig Abend gibt es ein festes Ritual

Und so bleiben auch an Heilig Abend und zu den Weinachtsfeiertagen dieses Jahr wieder sieben Bewohner in der Wohnstätte. „Dann rücken wir zusammen. Es gibt eine Kaffeetafel, einen Weihnachtsbaum mit Geschenken und am Abend Würstchen mit Kartoffelsalat“, erzählt Ray Herbke von den Traditionen in der Wohnstätte.

Der 13-Jährige Timothy hat seinen Wunschzettel schon fertig. Ein ferngesteuertes Spielzeugauto ist sein größter Traum, verrät er beim Besuch der MAZ. „So weit es geht versuchen wir, die individuellen Wünsche der Kinder auch zu erfüllen“, erzählt Doreen Dikall. Die Kinderkrankenschwester gehört ebenfalls seit Jahren zum Team des Hauses und leitet eine Wohngruppe.

Nun richten sich die Aktivitäten besonders auch auf die Vorbereitung des Weihnachtsmarktes auf dem Gelände. Dort kommen dann alle Mitarbeiter und Bewohner auch aus weiteren Wohnstätten der Miteinander gGmbH aus der Umgebung zusammen, um gemeinsam mit Partnern, Helfern und Dienstleistern einen geselligen Nachmittag zu verleben. „Besonders einladen wollen wir auch wieder die Einwohner von Benken“, sagt Dagmar Schulze.

Von Thomas Wachs

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