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Potsdam-Mittelmark Amtsinhaber verfehlt absolute Mehrheit knapp
Lokales Potsdam-Mittelmark Amtsinhaber verfehlt absolute Mehrheit knapp
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15:16 18.04.2016
Amtsinhaber Bernd Albers (Bürger für Bürger, r.) hat bei der Bürgermeisterwahl in Stahnsdorf einen großen Vorsprung vor seinen Herausforderern erzielen können. Trotzdem muss er am 1. Mai in die Stichwahl gegen den CDU-Bewerber Daniel Mühlner. . Quelle: Christel Köster
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Stahnsdorf

Schockierte Gesichter bei der CDU und der SPD während der öffentlichen Präsentation des vorläufigen Ergebnisses der Bürgermeisterwahl am Sonntag im Gemeindezentrum Stahnsdorf: Schon wenige Minuten nach der Auszählung der insgesamt 7155 gültigen Stimmen galoppiert Amtsinhaber Bernd Albers (Bürger für Bürger) seinen Mitbewerbern davon. Am Ende verfehlt er allerdings knapp die absolute Mehrheit. Die 3489 Stimmen, die für den Bürgermeister abgegeben wurden (48,8 Prozent), reichen letztlich nicht zum endgültigen Wahlsieg. Albers muss sich nun dem CDU-Mann Daniel Mühlner am 1. Mai in der Stichwahl stellen, der es auf 2097 Stimmen bringt.

„Ich freue mich über das Ergebnis und sehe dieser Stichwahl gespannt entgegen“, kommentiert Albers den vorläufigen Wahlausgang. In zwei Wochen müssten sich die Stahnsdorfer endgültig entscheiden, ob sie in den nächsten acht Jahren einen überparteilichen unabhängigen Bürgermeister oder einen CDU-geführten Gemeindechef haben wollen, so der Amtsinhaber. Nur 1,3 Prozent – weniger als 100 Stimmen – haben ihm zum Durchmarsch gefehlt.

„Wenn Stahnsdorf das so will...“, hatte CDU-Herausforderer Daniel Mühlner anfangs auf die ersten Zahlen aus den Stimmlokalen reagiert, als Albers schon bei 54 Prozent und er bei nur knapp der Hälfte lag. Der Bürgermeister-Bonus eben. Doch als Albers unter die magische 50-Prozent-Marke fällt, während Mühlners Gunst Prozent um Prozent wächst, geht ein „Yesss!“-Aufschrei durch das Restaurant „Genuss No. 7“ in Güterfelde. Die CDU feiert die absehbare Stichwahl schon als Sieg für ihren Kandidaten Mühlner. Ausgerechnet das Wahllokal Feuewehr hat der CDU-Mann für sich gewinnen können. In seinem Heimat-Stimmlokal beträgt der Abstand zum Bürgermeister nur 32 Stimmen.

SPD-Frau Beatrice Daun wertet ihr Ergebnis als einen Vertrauensbeweis der Stahnsdorfer, die sie ja erst in dem zurückliegenden Wahlkampf kennen gelernt haben. „Ich habe viel gegeben, nehme aber auch viel für mich mit“, resümiert sie. Sie wünscht sich auch weiterhin, dass es für Stahnsdorf einen Neuanfang geben möge und will das Wahlergebnis jetzt mit ihrer Partei auswerten.

Enttäuschung beim bündnisgrünen Bürgermeisterkandidaten Thomas Michel. Der „Lager-Wahlkampf“ zwischen Beständigkeit und Neuanfang endet in einer Stichwahl, sagt er. Gern hätte er als Bürgermeister zwischen einem grünen Stahnsdorf und einer reformierten Verwaltung vermittelt. Doch es hat nicht sein sollen. Die angestrebten 20 Prozent hat er nicht erreicht.

Zu einer Verzögerung kam es bei der Auszählung der Briefwahlstimmen. Ein Stahnsdorfer Wähler hatte zwar davon Gebrauch gemacht, war dann aber aus dem Ort weggezogen. Vor der öffentlichen Auszählung mussten die Wahlhelfer nun erst einmal den Stimmzettel des Stahnsdorfers aus der Wahlurne herausfischen.

Die Zahl der ungültig abgegebenen Stimmen bei dieser Bürgermeisterwahl lag bei 71.

Von Heinz Helwig und Konstanze Kobel-Höller

Bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) hat Amtsinhaber Bernd Albers (Bürger für Bürger) knapp die absolute Mehrheit der Stimmen verpasst. Das bedeutet: Am 1. Mai kommt es zur Stichwahl zwischen ihm und dem Zweitplatzierten Daniel Mühlner (CDU).

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