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Potsdam-Mittelmark Stilles Örtchen soll in den Stadtpark umziehen
Lokales Potsdam-Mittelmark Stilles Örtchen soll in den Stadtpark umziehen
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17:15 16.02.2016
Die WC-Box soll aus dem Stadtzentrum verschwinden. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Jetzt hat die Stadt Treuenbrietzen ein zweites Standortproblem. Neben der Zukunft der Sabinchen-Figur vom Rathausbrunnen wird nun ähnlich vehement um die Umsetzung der behindertengerechten Toilettenanlage vom Busplatz im Stadtzentrum gestritten. Dabei schlugen in der Sitzung der Stadtverordneten am Montagabend die Wogen derart hoch, dass Vorsteher Michael Mrochen (FDP) den Abgeordneten Harald Torges (SPD) eindrücklich zur Sitzungsdisziplin ermahnte. Torges hatte zuvor das Projekt der Stadtverwaltung lautstark kritisiert.

Nach seiner Ansicht seien die kalkulierten Kosten von fast 40 000 Euro für die Umsetzung des WC-Betonwürfels viel zu hoch. Zudem hatte die Verwaltung mit einem völlig neuen Standortvorschlag überrascht. War bislang noch der Bahnhofsvorplatz dafür im Gespräch, soll die Bedürfnisstätte jetzt am Spielpark am Schwanenteich ihren neuen Platz finden. „Die Umsetzung zum Bahnhof ist nicht förderfähig, da dieser außerhalb der Altstadt liegt“, erklärte Bürgermeister Michael Knape (parteilos). Denn für den Umzug will die Stadt Fördergeld „für Ordnungsmaßnahmen“ aus der Altstadtsanierung nutzen.

Umsetzung könnte 40.000 Euro kosten

Die bisherige Fläche am Busbahnhof soll zu einer Muster-Anlage für die künftige Gestaltung der Rabatten entlang der Großstraße hergerichtet werden. Anhand der Vorschläge könne dann mit Abgeordneten, Bürgern und Experten über Varianten diskutiert werden. Die öffentliche Toilette gilt dabei als Störfaktor. Nach Ansicht der Stadtplaner blockiert der Betonblock die Sichtachse auf die Rathausinsel mit historischen Gebäuden. Öffentliche Toiletten gibt es im Stadtgebiet zudem im Rathauskeller sowie in der Radstation auf dem Ratshof am Wasserturm und für Touristen aus Bussen acuh im Bürgerhaus.

„Die Toilette sollte dennoch an ihrem Standort verbleiben oder an eine Stadt in der AG historischer Stadtkerne verschenkt werden, in der mehr Bedarf dafür ist“, forderte Torges. Die Betriebskosten von jährlich knapp 4500 Euro abzüglich der Einnahmen von lediglich 455 Euro seien zu hoch, „wenn die Stadt für Investitionen in einen Kindergarten sich laut Haushalt nur 3000 Euro leisten kann“. Ähnlich sieht das Frank Ernicke (SPD): „Nur weil die Toilette ein paar Fotografen stört, sollte sie nicht teuer umgesetzt werden“, forderte er. Auch an anderen Standorten ergebe sich keine bessere Wirtschaftlichkeit. Edith Rettschlag (BIV) meldete indes Interesse für den Ortsteil Bardenitz an. „Am Spielplatz könnten wir die Toilette gut gebrauchen“, sagte die Ortsvorsteherin.

Betriebskosten von über 4000 Euro im Jahr

Die Standortfrage ist jetzt zurückverwiesen worden in den Ausschuss für Stadt- und Ortsteilentwicklung. Michael Knape zog die Beschlussvorlage am Montag zurück. Der Rathauschef verwies dabei drauf, dass "derartige Ordnungsmaßnahmen in der Altstadt ansonsten ohne Einbindung der Abgeordneten gehandhabt werden“. Angesichts des breiteren Interesses für die Öffentlichkeit seien jedoch im Fall der Toilette die Fachausschüsse schon beteiligt worden. Nun geht es eine neue Runde.

Von Thomas Wachs

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