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Stockende Planung für Domizil in Deutsch Bork

Gerätehaus in der Warteschleife Stockende Planung für Domizil in Deutsch Bork

In Deutsch Bork stockt die Planung für das neue Feuerwehrhaus. Linthes Bürgermeister Ottheiner Kleinerüschkamp (CDU), fühlt sich vom Amt Brück hingehalten. Unterdessen ist das neue Gerätehaus in Brück-Gömnigk nun fast fertig. Eigentlich sollten laut Beschluss des Amtsausschusses beide Gebäude dieses Jahr parallel entstehen.

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Das Gerätehaus in Deutsch Bork ist zu eng und nicht mehr zeitgemäß.

Quelle: Thomas Wachs

Deutsch Bork. Der seit mehr als zwei Jahren geplante Bau eines neuen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Deutsch Bork bleibt in der Warteschleife. Das kritisierte Ottheiner Kleinerüschkamp (CDU) in der Sitzung des Amtsausschusses. „Wir fühlen uns da schon veralbert“, sagte der Linther Bürgermeister. Er sieht sich von der Amtsverwaltung hingehalten. „Wir vermissen den ernsthaften Gedanken und fragen uns, ob das Projekt überhaupt noch gewollt ist“, sagte der Linther Gemeindechef.

Ursprünglich sollte das neue Domizil für die Brandschützer im Linther Ortsteil bereits dieses Jahr gemeinsam mit dem neuen Gerätehaus im Brücker Stadtteil Gömnigk wachsen. An diesen Beschluss erinnerte Borkheides Bürgermeister Andreas Kreibich (SPD). In Gömnigk ist der nach dem Vorbild der Gerätehäuser in Cammer errichtete Neubau nun – allerdings mit Mehrkosten – fast fertiggestellt. Insgesamt schlagen dafür im Amtshaushalt Kosten von rund 476 000 Euro zu Buche, sagte Amtsdirektor Christian Großmann.

Belastbare Zahlen

Er kündigte in Deutsch Bork für Januar Gespräche mit dem Ortsbreirat an. Dann soll „mit belastbaren Zahlen zu den Kosten ein möglicher Terminplan abgesteckt werden“, so Großmann.

Diskutiert werden soll nunmehr wieder über einen Anbau für das Gemeindehaus. Denn vom zunächst geplanten Umbau des alten Gerätehauses am bisherigen Standort hat sich die Verwaltung bereits verabschiedet. Dort waren für Abriss und Neubau zuletzt Kosten rund 400 000 Euro im Gespräch. Ursprünglich waren für die Vergrößerung der für ein zeitgemäßes Einsatzfahrzeug zu kleinen Garage mal Maximalkosten um die 200 000 Euro veranschlagt. Beim Bauantragsverfahren hatte sich dann aber gezeigt, dass die von einem Planer skizzierten Um- und Ausbauten aus verschiedenen Gründen gar nicht genehmigungsfähig sind. „Nicht alle bautechnischen Vorschriften lassen sich dort einhalten”, sagte Großmann bereits vor einem Jahr.

Planer gibt Auftrag an Amtsverwaltung zurück

Die gleichen Schwierigkeiten waren bereits bei der Planung des neuen Gerätehauses für Brück-Gömnigk aufgetreten. Auch dort ließen sich die Ideen des gleichen Planers nicht auf dem Grundstück der bisherigen Garage an der Bundesstraße 246 realisieren. Nun steht einige Meter weiter ein Neubau. Wie in Gömnigk wurde auch für Deutsch Bork inzwischen der Planer gewechselt. „Er konnte nicht mehr für den Preis bauen“, sagt der Amtsdirektor Großmann. Erste Rechnungen des Planers seien bereits beglichen worden, „Schadenersatz ist jedoch nicht möglich“, sagte der Verwaltungschef jetzt im Amtsausschuss.

Die Zukunft der Deutsch Borker Wehr hängt am Fahrzeug. Der betagte Barkas B 1000 aus DDR-Zeiten ist reparaturanfällig und genügt modernen Ansprüchen nicht mehr. Laut Gefahrenabwehrplan des Amtes Brück soll ein andernorts frei werdendes modernes Einsatzfahrzeug nach Deutsch Bork umgesetzt werden. Jedoch ist die jetzige Garage dafür viel zu eng. Zudem fehlen Wasch- und Umkleidemöglichkeiten für die Brandschützer. Daher wird nun eine Kombination mit dem Gemeindehaus verfolgt. Dort gibt es bereits Toiletten, Küche und Beratungsräume, die von der Feuerwehr mit genutzt werden könnten.

Brücks Amtsbrandmeister Uwe Paul

Brücks Amtsbrandmeister Uwe Paul.

Quelle: Thomas Wachs

Interview:

Uwe Paul ist Amtsbrandmeister des Amtes Brück. Er koordiniert den Brandschutz und die Ausrüstung der freiwilligen Feuerwehren in der Region.


MAZ:
Die Zahl der Einsätze der Feuerwehr Deutsch Bork ist bislang vergleichsweise gering. Lohnt sich da ein teurer Neubau?

Uwe Paul: Wir sind froh, dass es in Deutsch Bork nach Jahren der Stagnation heute wieder eine Löschgruppe mit circa 15 Kameraden gibt, die sich qualifiziert haben. Diese Manpower ist schon wichtig, um insgesamt in der Region die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können. Deshalb benötigen wir in Deutsch Bork Platz für ein modernes Fahrzeug.

Die Einsatzbereitschaft bleibt also allgemein ein Problem?

Paul: So ist es. Um die Schlagkraft zu erhalten, setzen wir immer stärker auch auf die Verknüpfung von Nachbarwehren, die sich gegenseitig ergänzen sollen. In dem Fall arbeitet Deutsch Bork bereits erfolgreich mit den Borkheidern zusammen. Übungen wurden bereits gemeinsam absolviert.

Von Thomas Wachs

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