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Stoffe mit einer Vergangenheit

Bad Belzig Stoffe mit einer Vergangenheit

Es sind nicht nur die beeindruckenden Größen und unterschiedlichen Formen, die den Besuchern sofort auffallen. Auch die farbenfrohen Kreationen mit ihren unterschiedlichen Stoffen sind beeindruckend. Im Garten des Roger-Loewig-Hauses in Bad Belzig stellt Karola Rose ihre Quiltarbeiten vor – auf Wäscheleinen zwischen den Obstbäumen.

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Besonderes Werk: Mit diesem Quilt hat Karola Rose den ersten Preis bei einem Wettbewerb in Holland gewonnen.

Quelle: Johanna Uminski

Bad Belzig. Es sind nicht nur die beeindruckenden Größen und unterschiedlichen Formen, die den Besuchern sofort auffallen. Auch die farbenfrohen Kreationen mit ihren unterschiedlichen Stoffen sind beeindruckend. Im Garten des Roger-Loewig-Hauses in Bad Belzig stellt Karola Rose ihre Quiltarbeiten vor – auf Wäscheleinen zwischen den Obstbäumen. Besucher, Kenner und Freunde fanden am Wochenende den Weg auf das Gelände und konnten sich in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen einen Überblick über die Arbeiten der gebürtigen Berlinerin verschaffen.

Sogenannte Monatsquilts

Sogenannte Monatsquilts.

Quelle: Johanna Uminski

Die Vielfalt und die verschiedenen Entwicklungen ihrer Stoffkreationen sprechen Ellen Walter besonders an. „Sie hat ein Gefühl für Stoffe und Farben, sucht immer nach Neuem“, schwärmt die Besucherin aus Luckenwalde über die Kreativität von Karola Rose. Die Farben und die Fröhlichkeit in den Quilten findet Cornelia Pringal sehr schön. „Die Technik fasziniert mich“, sagt die Bad Belzigerin. „Es ist beeindruckend, mit wie viel Akribie so ein Quilt hergestellt wird“, sagt ihr Mann Peter Pringal. Für das Bad Belziger Ehepaar wäre es nichts, diese Technik zu erlernen. „Mir fehlen die Nerven dazu und meiner Frau das handwerkliche Geschick“, schmunzelt er.

Farben sprechen die Künstlerin besonders an

Marlies Spatzier kennt Karola Rose seit 2004 und schätzt ihre Quilte sehr. „Man sieht den Arbeiten an, dass sie Freude dabei hat und auch der Betrachter hat Freude an ihren Werken“, sagt die Wiesenburgerin, die die figürlichen Darstellungen und Blumenabbildungen besonders mag. Vor allem hebt sie hervor, dass Karola Rose für das gesamte Kirchenjahr im Wiesenburger Gotteshaus Quilte hergestellt hat. „Sie hat kein Geld dafür genommen“, sagt Spatzier.

Wolfgang Woizick ist langjähriger Freund und Weggefährte von Roger Loewig

Wolfgang Woizick ist langjähriger Freund und Weggefährte von Roger Loewig.

Quelle: Johanna Uminski

Karola Rose ist von einer Gruppe von Besuchern umzingelt, die der Stoffkünstlerin interessiert zu hören. „Das Material Stoff hat immer eine Vorgeschichte – es sind Stoffe mit einer Vergangenheit“, sagt die Quilterin, die seit 2004 in Wiesenburg lebt. Vor allem Farben sprechen Rose an. „Die schönste Farbe ist bunt.“ Ein Stoff regt ihre Fantasie an. Auch die Arbeit mit kontrastreichen Materialien findet sich in den Quiltwerken von Karola Rose wieder. „Das trauen sich nicht viele, aber ich kann mich nicht festlegen.“

Insgesamt 150 Stilrichtungen

Es ist eine Herausforderung, aus einer Ober- und Unterseite aus Stoff und einer Fleeceschicht Kunstwerke zu schaffen. Insgesamt gibt es 150 Stilrichtungen. „Ich beherrsche nicht alle, aber die, die ich kann, habe ich vervollkommnet“, sagt die ehemalige Filmschnittmeisterin. Ein Quilt ist eine Steppdecke, die mit Nadel und Faden entsteht. „Je feiner die Quiltstiche, desto edler das Stück“, weiß der Profi. Am Anfang brauche sie etwas, damit die Striche regelmäßig werden. „Nach etwa 20 Minuten schalte ich auf Autopilot, konzentriere mich nicht mehr darauf und die Stiche werden gleichmäßig – dann habe ich den Kopf frei für alle möglichen Gedanken“, sagt die Wiesenburgerin.

Viel Geduld

Viel Geduld: an dem „strahlenden Stern“ von 1995 hat Karola Rose drei Jahre lang gearbeitet.

Quelle: Johanna Uminski

Besonders stolz ist sie auf einen Quiltwettbewerb in Holland, bei dem sie den ersten Platz gewonnen hat. „Dafür habe ich eine neue Technik ausprobiert.“ Genau weiß Karola Rose nicht, wie viele Quilts sie in den 25 Jahren genäht hat. Zwischen 200 bis 300 Stück etwa. An jeder einzelnen Steppdecke hängt die Quilterin. „Ich verkaufe sie nicht, weil sie dann weg sind.“ Thematisch und technisch habe sie bereits viel ausprobiert. Für die Zukunft hat sie auch schon Pläne. „Es gibt die Quilts auch in Miniaturgröße.“

Von Johanna Uminski

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