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Potsdam-Mittelmark Strähle investiert eine Million in Borkheide
Lokales Potsdam-Mittelmark Strähle investiert eine Million in Borkheide
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00:25 08.06.2015
Der Rohbau steht. Für die neue Lagerhalle der Firma Strähle in Borkheide wurde Richtfest gefeiert. Quelle: A. Koska
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Borkheide

Von den 50 Hammerschlägen gingen nur fünf daneben. Werner Strähle oblag die Aufgabe, den besonders langen Schlussnagel in den Dachbalken zu versenken. Er erledigte das in zehn Metern Höhe meisterhaft gemeinsam mit Zimmermann Mario Bornschier, der den traditionellen Richtspruch vortrug.

Strähle feierte am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit Mitarbeitern und Handwerkern das Richtfest für eine neue Lagerhalle in Borkheide. Das baden-württembergische Unternehmen für Raumsysteme investiert rund eine Million Euro in die Standorterweiterung. In nur sechs Wochen stand der Rohbau. Mit dem Neubau wird die Betriebsfläche um 2400 auf dann 6000 Quadratmeter vergrößert. Dazu waren einige bürokratische Hürden zu nehmen. „Vor allem die Forstbehörde hat Probleme gemacht“, berichtet Firmeninhaber Strähle.

Allein für die Waldumwandlung mussten 40.000 Euro ausgegeben werden. Dabei liegt das Grundstück im Borkheider Gewerbegebiet. Dort war auf den nicht genutzten Flächen aber wieder Wald nachgewachsen. Zudem wurde Trockenrasen festgestellt, der als schützenswertes Biotop gilt. „Es war schon ärgerlich, wir mussten allein auf die Baugenehmigung ein Dreivierteljahr warten“, berichtet Frank Hüpperling.

Der Architekt betont, dass sich das kreisliche Bauamt formell korrekt verhalten habe. „Allerdings wurden Spielräume nicht ausgenutzt“, so Hüpperling. Das bestätigte Andreas Kreibich (SPD). „Ich bin froh, dass trotz der Bürokratie die Halle nun gewachsen ist“, sagte der Borkheider Bürgermeister und lud zu weiteren Aktivitäten im Gewerbegebiet ein: „Dort sind nämlich noch weitere Kapazitäten vorhanden“, so Kreibich.

Beim Richtfest herrschte trotz der kritischen Töne nun Freude über den Fortgang der Bauarbeiten. „Wir gehen davon aus, dass wir schon im August die fertige Halle einweihen können“, teilte der Geschäftsführer der Niederlassung, Wolfgang Hess, mit. Unter seiner Führung erwirtschaften die 45 Mitarbeiter ein Drittel des gesamten Firmenumsatzes, der bei rund 42 Millionen Euro liegt. „Mit der Erweiterung werden weitere Arbeitskräfte gebraucht, deshalb suchen wir geeignetes Personal“, sagte der Geschäftsführer. Benötigt werden Lageristen, Metallbauer und Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich.

Von Borkheide aus, wo das Unternehmen seit 1997 ansässig ist, wurden in den vergangenen Jahren auch bekannte Projekte in Berlin realisiert. So war das Unternehmen am Ausbau des „Bikini Hauses“ an der Gedächtniskirche, der Coca- Cola-Firmenzentrale, des Cumberland-Hauses am Kurfürstendamm sowie des Microsoft-Centers Unter den Linden beteiligt. Aber auch in der Autostadt Wolfsburg und beim Bau der türkischen Botschaft in Brüssel waren die Borkheider Raumexperten dabei. Im Waiblinger Mutterwerk sind weitere 100 Mitarbeiter beschäftigt.

„Strähle gehört zu den führenden Herstellern von Trennwandsystemen für Büro- und Verwaltungsgebäude, alle Produkte verbindet ein hoher gestalterischer und funktionale Anspruch“, sagt Florian Strähle. Der 39-jährige ist Repräsentant der Firma im Raum Berlin-Brandenburg. Der Betrieb wurde 1913 in Waiblingen gegründet. Bis heute ist das von Werner Strähle geführte Unternehmen im Familienbesitz. Seine Söhne Paul und Florian haben inzwischen leitende Funktionen in der Firma.

Von Andreas Koska

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