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Straße Am Kurzen End wird Spielstraße

Bergholz-Rehbrücke Straße Am Kurzen End wird Spielstraße

Die Straße Am Kurzen End in der Gemeinde Nuthetal wird „Verkehrsberuhigter Bereich“. Das beschloss die Gemeindevertretung. Zwei Anträge der SPD-Fraktion, den Beschluss zu vertagen beziehungsweise zurück zu nehmen, fanden keine Mehrheit. Eine Bürgerinitiative hatte die Einstufung angestoßen. Eine Gegenbewegung fürchtet um ihre Parkplätze.

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Ein „Verkehrsberuhigter Bereich“ soll die Straße Am Kurzen End“ im Nuthetaler Ortsteil Bergholz werden. Demnächst wird die Gemeindeverwaltung Das Verkehrsschild aufstellen lassen.

Quelle: Heinz Helwig

Nuthetal. An der Einmündung der Straße Am Kurzen End in die Schlüterstraße in Bergholz soll das Schild „Verkehrsberuhigter Bereich“ aufgestellt werden. Das beschlossen Nuthetals Gemeindevertreter mehrheitlich am Dienstagabend nach einer vorangegangenen emotionalen Diskussion. Anwohner des Wohnviertels hatten bereits früher aus Sorge um ihre Kinder die Gemeindeverwaltung mit einer Unterschriftenliste gebeten, die gehweglose Anliegerstraße zur Spielstraße zu erklären. Darauf hin hatte sich eine Gegenbewegung formiert, die offensichtlich auch um einige Parkplätze in dieser Straße fürchtet. Die SPD Nuthetal hatte am Montag vor der Gemeinderatssitzung die Anwohner zu einer Diskussion über die Verkehrssituation in ihrem Viertel eingeladen.

Das Schild allein reiche nicht aus, um den Verkehr Am Kurzen End wirklich beruhigen zu können. Dazu müssten auch Bremsschwellen wie das „Berliner Kissen“ oder der „Kölner Teller“ auf die Straße aufgebracht werden, gab die SPD-Fraktion die Meinung vieler Anwohner aus ihrer Veranstaltung wider. Das Schild würde die Kinder in gefährlicher Sicherheit wiegen, da die Autofahrer die neue Regelung nicht sofort wahrnehmen würden. Die beiden SPD-Anträge zur Vertagung beziehungsweise zur Rücknahme des Beschlusses, bis die Probleme mit den Bremsschwellen und den Parkplätzen geklärt wären, erhielten allerdings keine Mehrheit.

Dafür fand Werner Wienert (Linke) deutliche Worte: „Wer übernimmt die Verantwortung, wenn etwas passiert, und wir haben den Beschluss nicht umgesetzt“, warnte er vor jeder weiteren Verzögerung. Die nächsten Schritte könne man einleiten , wenn im Oktober das Verkehrsgutachten unter anderem zu den Parkplätzen Am Kurzen End vorläge, das die Gemeindeverwaltung in Auftrag gegeben hat. Bergholz-Rehbrückes Ortsvorsteherin Annerose Hamisch-Fischer (Linke), deren Ortsbeirat vor Tagen der Aufstellung des Schildes mehrheitlich zugestimmt hatte, erinnerte die Gemeindevertreter daran, dass Nuthetal den Titel „Kinderfreundliche Gemeinde“ trage, was sich auch in konkreten Maßnahmen widerspiegeln müsse.

Unabhängig davon hatte Gemeindewehrführer Mathias Heide dem Gemeinderat die brenzlige Situation für seine Feuerwehrleute bei einem Einsatz im Wohnviertel Am Kurzen End geschildert. Mit einem großen Löschfahrzeug und einem erfahrenen Maschinisten war die Nuthetaler Wehr im Juni zur Probe durch die enge Straße mit ihrem Kreisverkehr gefahren. „Wir hatten uns absichtlich den frühen Abend ausgesucht, wo wir uns an etlichen parkenden Fahrzeugen vorbei schlängeln mussten. Doch das Rangieren in einem Ernstfall kostet wertvolle Minuten und kann die Kameraden sowie die Opfer in ernsthafte Gefahr bringen“, warnte Heide. Er hofft auf die Einsicht der Anlieger und ihrer Besucher, bestimmte Flächen der Straße frei zu halten, um problematische Situationen für die Feuerwehr, aber auch für andere Rettungsdienste von vornherein auszuschließen.

Kreisverkehrsamt hat Einstufung angeordnet

Die Einstufung der Straße Am Kurzen End in Bergholz als „Verkehrsberuhigter Bereich" wurde durch die Kreisverkehrsbehörde angeordnet, nachdem Anwohner des Quartiers die Initiative ergriffen hatte. Einen Termin für die Umsetzung hatte das Verkehrsamt nicht festgesetzt.

Geklärt werden soll auch die tatsächlich vorgeschriebene Geschwindigkeit in der Bergholzer Schlüterstraße, die einerseits mit 30 km/h und andererseits mit 50 km/h ausgewiesen sein soll.

Zur Prüfung der Parkplätze in der Straße will Bauamtsleiter Rainer vom Lehn bei der Kreisbauaufsicht die Bauunterlagen von 1992 einsehen, in dem das Quartier entstand.

Als schwarzen Tag für Nuthetals Demokratie hat eine Anwohnerin die Beschluss bezeichnet. Ihrer Meinung nach sind die meisten Nachbarn gegen das Schild.

Von Heinz Helwig

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