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Potsdam-Mittelmark Streetart, Veganismus und Prokrastination
Lokales Potsdam-Mittelmark Streetart, Veganismus und Prokrastination
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17:43 22.03.2017
Anne Tausch (l.) präsentiert die Inhalte ihrer Seminararbeit zum Thema Nutzung der sozialen Plattform Instagram. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Streetart, Prokrastination oder Rheuma: Die Themen, mit denen sich die Zwölftklässler des Ernst-Haeckel-Gymnasiums Werder in ihren Seminararbeiten befasst haben, sind vielfältig und aktuell. Wer am Dienstagabend im Schützenhaus staubige Lehrbuch-Vorträge erwartet hat, wurde eines Besseren belehrt. Die Schüler verteidigten ihre Arbeiten vor etwa 60 Lehrern, Eltern, Gästen und Mitschülern – eine besondere Situation, der sie nicht alle Tage ausgesetzt sind. Initiiert wurde das Kolloquium, das im vorigen Jahr erstmals abgehalten wurde, von der Biologie- und Chemielehrerin Antje Buchwald. „Dieses Mal konnten wir mehrere Seminarkurse für das Kolloquium gewinnen und es ist unglaublich spannend zu hören, womit sich die Schüler in anderen Kursen beschäftigt haben“, sagte sie.

Nils Adamek zum Beispiel sprach darüber, wie sich Streetart von Graffiti über Reviermarkierung zu einer Kunstform entwickelt hat. Weil viele Definitionen der Streetart wegen der Vielschichtigkeit ungenau sind, hat der 17-Jährige für seine Seminararbeit eine eigene entwickelt und untersucht, von welchen Kunstformen Streetart beeinflusst wird. Anne Tausch befasste sich ebenfalls mit der Rubrik „Medien heute – Begegnungen im Netz und auf der Straße“ und analysierte dafür ein Instagram-Profil. Dieser kostenlose Online-Dienst fürs Smartphone erlaubt das Teilen von Fotos und Videos. Anhand des Accounts einer ehemaligen Mitschülerin untersuchte Anne Tausch die Art der Nutzung, die Themen und die Motive. Die Themenauswahl sei ihr schwer gefallen, berichtet die Schülerin. Erst nachdem sie einen Artikel darüber gelesen hat, was ein Instagram-Profil über den Nutzer aussagt, hat sie ihre Arbeit darauf verlagert.

Beifall für mehr Schlaf gegen Stress

Rosa Enkelmann sprach über ein Thema, das sie selbst betrifft: Prokrastination, auch als extremes Aufschieben von Aufgaben bekannt. „Passend dazu habe ich die Präsentation erst gestern fertiggestellt“, gab die 17-Jährige zu. Mit dem Schreiben der Arbeit begann sie erst fünf Tage vor Abgabe. Die Prokrastination beschreibt sie als eine Nebenwirkung des Pünktlichkeitswahns. Der Druck suche sich in dieser Arbeitsstörung ein Ventil. Chancen fürs Aufschieben liefert uns das Leben jeden Tag, wie die Schülerin berichtet: „Die Gesellschaft unterstützt das regelrecht, denken wir nur an die Schlummertaste am Wecker.“ Beim Referat zum Thema Stress und Stressbewältigung von Samantha Lindner erkannten sich viele Gäste im Publikum wieder. Die Schülerin untersuchte verschiedene Arten von Stress und kam zum Schluss, dass er oft hausgemacht ist, aber es bestimmte Stressauslöser gibt, gegen die man kaum ankämpfen kann.

„Ein gesunder Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung ist wichtig“, sagte Samantha. Zustimmung und Beifall erntete sie für die Auffassung, dass man zum Wohle des Körpers viel mehr schlafen müsste.

Im letzten Block referierten noch einmal vier Schüler zum Thema Gesundheit und sprachen über Hautkrankheiten, Rheuma, Blutgruppen und vegane Ernährung im Kindesalter.

Von Luise Fröhlich

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