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Wie teuer wird die Waldstraße?

Teltow Wie teuer wird die Waldstraße?

Die Waldstraße in Teltow wird derzeit grundhaft ausgebaut. Wie teuer diese Erneuerung für die Anwohner werden wird, steht noch nicht fest. Während die Stadtverwaltung von einer Kostenbeteiligung von 90 Prozent für die Erschließung der Straße ausgeht, fordern Anlieger den niedrigeren Ausbaubeitrag, da die Straße ihrer Meinung schon einmal hergestellt war.

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Die Schlackeschicht unter der Erde im unbefestigten Teil der Waldstraße in Teltow soll beweisen, dass die Straße in den 1920-er Jahren schon mal ausgebaut worden war.

Quelle: Privat

Teltow. Während sich die Bauleute in Teltow in die Waldstraße graben, wissen deren Anwohner noch nicht, wie teuer die Erneuerung für sie einmal werden wird. Die Stadtverwaltung geht von einer erstmaligen Erschließung der meist unbefestigten Straße aus. Daran müssten sich die Anlieger laut Satzung mit 90 Prozent der Baukosten beteiligen. Dagegen protestiert Anwohner Lutz Behrendt im Namen einiger Nachbarn. Als die Bauleute die Straße öffneten, kam eine Schlackeschicht zum Vorschein. Für Behrendt und seine Nachbarn ein klarer Beweis, dass die Straße schon früher einmal fertig ausgebaut worden war. Demnach bräuchten die Anwohner nur einen Straßenausbaubeitrag in Höhe von 60 Prozent der Gesamtkosten zahlen. Um die rechtliche Bewertung der Baumaßnahme führt Behrendt mit der Stadt derzeit eine juristische Auseinandersetzung.

Der Anwohner hat in einem Verwaltungsbericht, in weiteren Unterlagen sowie in Grundbüchern aus den 1920-er und 1930-er Jahren recherchiert und seiner Meinung nach eindeutige Hinweise auf die Einstufung der Waldstraße als vollständig hergestellt gefunden. Die damaligen Anwohner hätten diverse Rechnungen der Stadt Teltow für den Ausbau der Straße erhalten und dafür teilweise Sicherungshypotheken aufnehmen müssen, die nach Behrendts Recherchen alle bezahlt wurden.

Die Stadtverwaltung wiederum beruft sich auf eine Beschlussempfehlung der Teltower Ratsherren aus dem Jahre 1937, wonach der damalige Schlackeüberzug „nur als provisorische, der endgültigen Befestigung vorausgehende“ Maßnahme gelten solle. Sie ist nach wie vor von einer Erschließungsmaßnahme überzeugt und will Behrendts Material und eigene Dokumente abgleichen, um endgültig Klarheit zu erlangen. „Wir werden nicht voreilig Bescheide rausschicken“, verspricht Stadtkämmerer Rico Kasten. Noch in diesem Jahr sollen allerdings sogenannte Vorausleistungsbescheide in Höhe von 65 Prozent des voraussichtlichen Endbetrages versandt werden. „Wenn Herr Behrendt Recht hat, könnten wir immer noch umschwenken.“ Bereits gezahlte Leistungen sollen mit dem Gesamtbetrag verrechnet werden, stellt der Kämmerer in Aussicht. Bevor die Endbescheide verschickt werden, will die Verwaltung ihre Forderungen noch einmal juristisch prüfen lassen. „Sollten wir keine Klärung erreichen, müssen Widersprüche in Verfahren entschieden werden.“

Straßenausbau schon früher kritisiert

Die Endbescheide müssen nach Auskunft des Stadtkämmerers Rico Kasten spätestens im vierten Jahr nach Fertigstellung des Straßenbaus verschickt werden.

Eine andere Initiative hatten bereits Kritik an den Ausbauplänen angemeldet und gefordert, dass ihr Abschnitt aus dem Bauprogramm herausgenommen wird, weil der Abschnitt 1986 in Eigeninitiative hergestellt worden war.

Von Heinz Helwig

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