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Streit um Getränkeautomat an Schule eskaliert

Strafanzeige in Werder? Streit um Getränkeautomat an Schule eskaliert

Nach dem Streit um einen Getränkeautomaten am Gymnasium Werder (Potsdam-Mittelmark) erwägt ein Vater nun, Strafanzeige gegen eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung zu stellen. Er wirft ihr üble Nachrede vor. Die Stadt weist die Vorwürfe zurück und steht dem Automaten kritisch gegenüber.

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Noch ist die Entscheidung zum Kaffee aus dem Automaten im Gymnasium Werder nicht gefallen.

Quelle: dpa

Werder. Der Streit um einen Getränkeautomaten am Gymnasium Werder zwischen Eltern und der Stadt Werder ist jetzt eskaliert. Keine Spur von Ferienzeit und Entspannung.

Vater Torsten Rabe hat sich nach einer Befragung unter Schülern für die Anschaffung der Technik stark gemacht, während die Stadt einem Automaten unter anderem mit Kaffee und Tütensuppen kritisch gegenüber steht. Rabe erwägt jetzt, Strafanzeige gegen eine verantwortliche Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Werder zu erstatten. Das bestätigt er auf Nachfrage der MAZ. Er wirft der Vertreterin der Stadt „üble Nachrede und Verleumdung“ vor. „Sie hat vertrauliche emails öffentlich gemacht und mir beleidigende Äußerungen unterstellt“, sagt Rabe. Am Freitag will er zum Rechtsanwalt gehen.

„Wir werden als Elterngruppe den disziplinarrechtlichen Weg beschreiten und die Aufsichtsbehörde einschalten“, teilt Edda Rosenburg als Mitglied der Elterngruppe der MAZ mit und kündigt die Strafanzeige von Torsten Rabe an.

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) weist auf Nachfrage der MAZ die Vorwürfe von Torsten Rabe zurück und stellt sich schützend vor ihre Mitarbeiter. „Ich frage mich, warum Herr Rabe nicht zu mir gekommen ist, damit das Problem gelöst wird, Unstimmigkeiten aus der Welt geschafft werden“, sagt Saß. Sie räumt ein, dass die Stadt dem Getränkeautomaten kritisch gegenüber steht. „Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen, unsere Prüfung noch nicht abgeschlossen.“ Die Stadt müsse berücksichtigen, dass es eine Cafeteria in der Schule gibt, die von den Schülern gewünscht war. „Gegenwärtig läuft auch die Neuausschreibung des Schulessens, das Verfahren läuft noch, der neue Anbieter steht noch nicht fest, das müssen wir beachten“, sagt Saß. „Der Stadt liegt auch eine gesunde Ernährung der Schüler am Herzen, wie von vielen Eltern gefordert, auf die Bestückung des Automaten haben wir aber keinen Einfluss.“ Darüber hinaus gebe es Bedenken wegen den Müllanfalls und ob die hygienischen Anforderungen erfüllt werden.

„Der Automat ist der ausdrückliche Wunsch vieler Schüler, entsprechende Umfragen wurden durch Schülervertreter durchgeführt“, hält Torsten Rabe dagegen. Der Preis für den Becher Kaffee in der Cafeteria sei inzwischen auf 1,40 Euro gestiegen. „Am Automaten sind nur zwischen 40 bis 60 Cent zu zahlen. Die Öffnungszeiten der Cafeteria sind sehr eingeschränkt, viele Schüler haben kaum Gelegenheit sich etwas zu kaufen“, sagt Rabe. Zum Thema Umweltschutz verursache der Kaffee-Becher in der Cafeteria durch Umverpackungen dreimal mehr Müll. Auch die Kosten für einen Anschluss der Technik würden sich in Grenzen halten, weil es schon einmal einen Automaten am städtischen Ernst-Haeckel-Gymnasium gab.

Von Regine Greiner

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