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Streit um neue Stellvertreterposten hält an

Potsdam-Mittelmark Streit um neue Stellvertreterposten hält an

Der Kreisausschuss empfiehlt mit 7:3 Stimmen die Einrichtung von zwei weiteren Führungsposten an der Spitze der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark. Auf Zweifel an der Notwendigkeit reagiert Landrat Wolfgang Blasig (SPD) gereizt.

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Landrat Wolfgang Blasig (SPD) sieht reichlich Betätigungsfelder für einen zweiten und einen dritten Stellvertreter.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Bad Belzig. In den Gremien des Kreistages Potsdam-Mittelmark wird weiterhin kontrovers über die Notwendigkeit von zwei weiteren Beigeordnetenposten gestritten.

„Nachdem die Kreisgebietsreform abgesagt worden ist, kann das Vorhaben mangels Masse eigentlich abgeblasen werden“, befand Thomas Singer von den Linken bei der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses.

Das Gegenteil sei allerdings der Fall, argumentiert Wolfgang Blasig (SPD). „Alles wird noch viel komplexer“, so der Landrat. „Allein die Diskussion mit den kreisangehörigen Kommunen wird ein neues Niveau erreichen“, prognostizierte er und verwies auf die schon zunehmende Kooperation der fünf hauptamtlichen Bürgermeister und Amtsdirektoren im Hohen Fläming zur Vertretung ihrer Interessen. Hinzu kommen die Aufgaben, die in Abstimmung mit der Landesregierung Brandenburg nach der gescheiterten Strukturveränderung dennoch bewältigt werden sollen. Vor allem aber betonte der Verwaltungschef, dass er und Vizelandrat Christian Stein (CDU) längst häufig überlastet seien. Das sei maßgeblich der Ausgangspunkt für den Vorstoß gewesen und nicht zusätzliche Herausforderungen der Zukunft.

„Wenn es Probleme bei der Vertretung von Terminen gegeben hat, sollte das offen dargelegt werden“, monierte dagegen Hans-Peter Goetz. Der FDP/BiK/BiT-Fraktionschef sagte, der Bedarf der neuen für acht Jahre zu besetzenden Stellen müsse erst noch belegt werden. Seiner Meinung nach könnte ja vielleicht erst einmal ein weiterer Stellvertreter ausreichen.

Indes üben nicht allein die Politiker der Oppositionsparteien erhebliche Kritik am Stil, mit der die Vorlage zur vorher nötigen Änderung der Hauptsatzung ohne jegliche Debatte in den Fachausschüssen von den Koalitionsspitzen bei der Oktober-Tagung lanciert worden war. Erkenntlich gereizt reagierte der Verwaltungschef, als erneut am Zweck gezweifelt worden ist.

„Ich muss nicht den Beschluss rechtfertigen, der schon gefasst ist“, sagte Blasig. „Vielmehr geht es um die Umsetzung.“ Sie ist letztlich mit 7:3-Stimmen-Mehrheit empfohlen worden, so dass wohl im neuen Jahr wohl die Suche nach geeignetem Führungspersonal beginnen wird.

Von René Gaffron

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